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Gerhard Berger: Glaube, Vettel kann auf Aston Martin Rennen gewinnen! Gerhard Berger traut Sebastian Vettel und Aston Martin schon 2021 einiges zu
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Gerhard Berger: Glaube, Vettel kann auf Aston Martin Rennen gewinnen!

Eine neue Regel kann für Sebastian Vettel "echt unangenehm" werden, glaubt Gerhard Berger, trotzdem traut er seinem Ex-Schützling bei Aston Martin Siege zu

Sebastian Vettel war bei den Wintertests in Bahrain der Grand-Prix-Pilot mit der schlechtesten Rundenzeit und den wenigsten Kilometern, doch im Formel-1-Paddock trauen ihm trotzdem einige Experten zu, mit Aston Martin genau dort anzuknüpfen, wo Sergio Perez und Racing Point Ende 2020 aufgehört haben.

Zu diesen Experten gehört auch der zehnmalige Grand-Prix-Sieger Gerhard Berger. Er ist sich sicher, dass "die Ressourcen und die Mittel" bei Aston Martin "nicht ausreichen werden, um auf Weltmeisterschaftskurs zu gehen". Aber die eigentlich realistischere Frage sei, "ob man einmal ein Rennen gewinnen kann. Ich glaube schon!"

"Letztes Jahr hat das Team auch ein Rennen gewonnen, und mit Sebastian Vettel als Fahrer hätten sie vielleicht sogar noch öfter die Chance gehabt, in die Nähe eines Sieges zu kommen. Unterm Strich glaube ich schon, dass Sebastian dort einen guten Eindruck hinterlassen kann. Wie gut das Team dann wirklich ist, wird man sehen."

Berger spricht über seinen ehemaligen Schützling, den er 2008 zum "Wunder von Monza" (und Red Bulls erstem Sieg überhaupt in der Formel 1) geführt hat, in einem exklusiven Video-Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de (19 Minuten), das am Dienstagabend um 17:00 Uhr dort veröffentlicht wird.

Der heutige DTM-Chef spricht in dem Interview auch über seine Bewunderung für die jeweils bald 80-jährigen Chefs von Red Bull in der Formel 1, Dietrich Mateschitz und Helmut Marko, mit denen das Engagement des Energydrink-Herstellers seiner Meinung nach steht und fällt, und seine Vermittlungstätigkeit für Nico Rosberg, der den von Berger ausgehandelten Millionenvertrag für 2017/18 bei Mercedes nie angetreten ist.

Während Berger in dem Interview zugibt, dass er Ende 2016 an Rosbergs Stelle weitergemacht hätte, wäre er an Vettels Stelle wohl Ende 2020 zurückgetreten: "Nach vier WM-Titeln hätte ich auf eine gute Karriere zurückgeblickt und hätte es sein lassen." Auch wenn Aston Martin dank Mercedes-Technologie "erste Klasse" sein könnte und "vom Image her ein top Name" sei, "fast vergleichbar mit Ferrari".

Doch zunächst einmal muss Vettel eine möglicherweise empfindliche Schwäche des AMR21 überwinden, nämlich das zumindest bei den Tests unruhige Heck. Die Mercedes-Designphilosophie, auf die auch Aston Martin setzt, galt in den vergangenen Jahren als besonders heckstabil. Doch durch die Änderung des Unterbodenreglements scheint diese Stärke erstmal weg zu sein.

Für Vettel, glaubt Berger, kann das "echt unangenehm" werden, weil der viermalige Weltmeister traditionell eher untersteuernde statt übersteuernde Autos bevorzugt: "Das ist für Sebastian sicherlich ein Handicap. Mit dem kämpfen aber momentan alle, außer vielleicht der Red Bull."

Durch das neue Reglement haben die Formel-1-Autos gerade im Heck, das für Vettel so wichtig ist, "viel Abtrieb verloren", weiß Berger. Allerdings ist der Österreicher zuversichtlich, dass Mercedes, Aston Martin & Co. das Thema "ganz schnell" in den Griff bekommen können: "Die werden auch wissen, wie man es verändert, dass man wieder ein stabiles Heck hinbekommt."

Motorsport-Total.com

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