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Russell: Ferrari überholen war befriedigend George Russell konnte Carlos Sainz auif der Strecke besiegen
Motorsport Images

George Russell: Ferrari in Miami zu überholen, war wirklich befriedigend

George Russell zieht ein positives Schlussfazit unter den Miami-Grand-Prix und hatte Freude daran, Ferrari auf der Strecke zu besiegen - Hoffnung auf Imola-Upgrade

Schleppend kam Mercedes in das Formel-1-Wochenende von Miami, mit Platz vier endete es aus Sicht von George Russell dann aber versöhnlich. Der Brite konnte sich im Rennen von Startplatz sechs nach vorne arbeiten und das wohl maximal Mögliche aus dem Auto herausholen. "Für uns war es ein befriedigendes Rennen", sagt er.

"Wir sind aus eigener Kraft Vierter geworden und haben dabei die Ferraris überholt, das war schon wirklich zufriedenstellend, und ich hätte nicht mehr machen können", sagt der Mercedes-Pilot. "Heute war ein normalerer Tag für uns nach den Herausforderungen im Qualiyfing. Aber wir haben noch Arbeit vor uns, um zumindest vor Aston Martin zu kommen und die Lücke zu Red Bull zu schließen."

Denn gegen die beiden Red Bulls sowie den Aston Martin von Fernando Alonso hatte Russell im Rennen keine Chance - obwohl Max Verstappen nur von Rang neun gestartet war. Aber gut, selbst der von Pole gestartete Sergio Perez im anderen starken Red Bull hatte keine Chance gegen den Niederländer.

Russell selbst war von Platz sechs gestartet und konnte gegen Kevin Magnussen (Haas) in der ersten Runde gleich die erste Position gutmachen. Zwar flog wenige Runden später Verstappen an ihm vorbei, doch dafür schnappte er sich Pierre Gasly (Alpine) in Kurve 1 gleich mit, als Verstappen an seinem ehemaligen Teamkollegen vorbeigegangen war.

Nach seinem Boxenstopp in Runde 17, wo er von Mediums auf Hards gewechselt war, musste er sich erst einmal weiter hinten durch einige Autos kämpfen, doch sein persönliches Überhol-Highlight sollte noch folgen: das Manöver gegen Carlos Sainz am Ende der langen Gegengeraden.

Vorbei an Sainz und Hamilton

"Das hat wirklich Spaß gemacht, weil es ein faires und gutes Manöver war", sagt er. "Ich musste wirklich entschlossen sein, weil die Strecke abseits der Linie so schmutzig war. Ich wusste nicht, wie viel Grip ich haben würde und ob ich es hinkriegen würde", so Russell. Doch der Ferrari schien kein Gegner zu sein.

Zuvor war Russell aber auch an Lewis Hamilton vorbeigegangen, der nach Kurve 11 verlangsamt hatte, obwohl er kurz zuvor noch angekündigt hatte, dass er Russell zwar vorbeilassen würde, allerdings nicht extra vom Gas gehen möchte. Hamilton war auf einer anderen Strategie und musste zu dem Zeitpunkt noch einmal in die Box:

"Ich danke Lewis, dass er mich in dieser Situation vorbeigelassen hat und mir ermöglicht hat, mein Rennen zu fahren", sagt Russell. "Natürlich war er in einer anderen Situation." Er betont: "Wir haben im Moment ein wirklich gutes Verhältnis und möchten nur das Beste für das Team."

Hoffnung auf Imola-Upgrade

Und so ging Miami nach einem schwierigen Start in das Wochenende noch versöhnlich zu Ende. Trotzdem ist Russell mit der Gesamtsituation natürlich nicht zufrieden: "Das Auto ist im Moment schwierig zu fahren, und es gibt eine Menge, das wir verbessern müssen", sagt er.

Mit Spannung blickt man bei Mercedes daher auf das nächste Rennen in Imola, wo ein umfangreiches Upgrade für den W14 wartet. "Hoffentlich wird das positiv sein", sagt Russell, dämpft aber die Erwartungen: "Es wird die Welt für uns kurzfristig nicht ändern, hoffentlich aber ein Schritt in die richtige Richtung sein."

Er möchte nicht zu viel versprechen, sondern die Antwort am besten auf der Strecke geben. "Wir müssen schauen, wie die Upgrades funktionieren, wenn wir dort sind. Wir drücken die Daumen, dass sie brillant sind, aber das werden wir erst am Freitagmorgen wissen."

Motorsport-Total.com

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