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Schubser und mehr Lance Stroll kommt mit einer Verwarnung davon
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Schubser und mehr: Stroll entschuldigt sich und erhält FIA-Verwarnung

Lance Stroll kommt für sein Verhalten beim Grand Prix von Katar mit einer Verwarnung davon - Zuvor hat er sich für sein Verhalten entschuldigt

Die FIA hat Lance Stroll eine formelle Verwarnung für sein Verhalten in der Garage beim Großen Preis von Katar 2023 erteilt. Der Aston-Martin-Pilot hatte sich zuvor für seinen Ausraster entschuldigt. Das hat ein FIA-Sprecher am Freitagnachmittag in einem Statement mitgeteilt, mit dem die Angelegenheit effektiv beendet wurde. Stroll erhielt eine schriftliche Verwarnung wegen seines Verhaltens in Katar.

"Wir können bestätigen, dass der Compliance-Beauftragte der FIA eine Entschuldigung von Lance Stroll bezüglich seiner Handlungen während des Formel-1-Grand-Prix von Katar 2023 erhalten hat", heißt es in der FIA-Erklärung.

"Der Compliance-Beauftragte hat diese Entschuldigung zur Kenntnis genommen und eine schriftliche Verwarnung ausgesprochen. Darin wird Lance an seine Verantwortung als Teilnehmer erinnert. Als solcher ist er an den FIA-Ethikkodex und andere Verhaltens- und Ethikrichtlinien der FIA gebunden, die im Sportlichen Reglement verankert sind."

"Die FIA vertritt eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Fehlverhalten und verurteilt jegliche Handlungen, die zu körperlicher Belästigung führen können."

Strolls Handlungen dürften unter den FIA-ISC-Artikel 12.2.1.c fallen, der besagt, dass ein Teilnehmer ein Vergehen begeht, wenn er sich "eines betrügerischen Verhaltens oder einer Handlung schuldig macht, die den Interessen eines Wettbewerbs oder den Interessen des Motorsports im Allgemeinen schadet."

Ermittlungen seit Dienstag

Der Weltverband hatte am Dienstag angekündigt, dass der Compliance-Beauftragte der FIA mit Stroll Gespräche über mehrere Vorfälle aufgenommen habe, die mutmaßlich gegen die Richtlinien der FIA verstoßen haben. Vier Tage zuvor hatte Stroll seinen Trainer Henry Howe geschubst und das Lenkrad aus dem Cockpit geworfen, nachdem er im Q1 des Grand Prix von Katar ausgeschieden war.

Zwar hat die FIA keine genauen Angaben gemacht, um welche Handlungen es im Detail ging. Man darf jedoch davon ausgehen, dass es dabei um Strolls Aktionen ging, die am vergangenen Freitag an der Strecke von Losail gefilmt wurden. Es ging um den allgemeinen Passus "Verruf" ("disrepute") im Internationalen Sportkodex der FIA.

Diese Regel kam im Falle von Red-Bull-Pilot Max Verstappen schon einmal zum Tragen, als er den damaligen Force-India-Fahrer Esteban Ocon im Parc Ferme von Interlagos 2018 schubste. Zuvor waren beide im Rahmen des Brasilien-Grand-Prix aneinandergeraten.

Verstappen wurde später dazu verdonnert, als Strafe für sein Verhalten in Brasilien zwei Tage gemeinnützige Arbeit zu leisten. Dazu gehörte auch der Besuch des Formel-E-Rennens 2019 in Marrakesch. Dort konnte er sich ansehen, wie die Rennkommissare bei dieser Veranstaltung das Verhalten der Fahrer beurteilen.

Strolls Team Aston Martin bemühte sich bereits, das Verhalten seines Fahrers in Katar herunterzuspielen. Teamchef Mike Krack sagte: "Man muss über diese Dinge sprechen, aber man muss sie in Relation [zu den Begleitumständen] sehen." Es ging um die Frage, wie das Team den Vorfall mit Stroll aufarbeiten würde.

"Ich denke, man kann nicht in der Hitze des Gefechts besprechen", fügte Krack hinzu. "Man muss alle eine Nacht darüber schlafen lassen. Dann schauen wir uns das an und besprechen es, und dann sieht die Welt schon wieder anders aus."

Motorsport-Total.com

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