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Ganz in Schwarz Cadillac-Fahrer Sergio Perez verlässt die Boxengasse in Imola im schwarzen Ferrari SF-23
Jacopo Rava

Warum bei Cadillacs Formel-1-Premiere ein Ferrari die Hauptrolle spielt

Der neue Formel-1-Rennstall Cadillac beginnt seine Arbeit auf der Strecke - mit einem Leih-Ferrari und klaren Prioritäten für den Aufbau der eigenen Mannschaft

Das neue Formel-1-Team Cadillac fährt! Am Donnerstag (13. November) verließ Sergio Perez in Imola erstmals als Cadillac-Fahrer die Boxengasse - aber nicht in einem Cadillac-Eigenbau, sondern in einem Ferrari SF-23, den der US-Rennstall von seinem Antriebspartner zur Verfügung gestellt bekam. Anders als Ferrari setzt Cadillac den SF-23 jedoch komplett in Schwarz und ohne Sponsorenaufkleber ein .

Bereits am Vortag hatten rund 30 Ferrari-Mitarbeiter und 20 Cadillac-Mitarbeiter gemeinsam die Boxen 16 und 17 am Autodromo Enzo e Dino Ferrari für die zweitägigen Probefahrten vorbereitet - zunächst noch in neutraler Kleidung. Die Tarnung flog jedoch bald auf: Seither machen die Teams keinen Hehl mehr daraus, wer in Imola vor Ort ist - zumal die Cadillac-Tests lange angekündigt waren.

Ebenso klar war bereits im Vorfeld, dass nur Perez fahren würde: Sein Cadillac-Teamkollege Valtteri Bottas steht noch bis zum Jahresende als Test- und Ersatzfahrer bei Mercedes unter Vertrag und kann deshalb noch nicht für Cadillac ins Lenkrad greifen.

Was Cadillac in Imola genau vor hat

Verantwortlich für die Testfahrten in Imola ist Cadillac-Teammanager Peter Crolla, der bis 2024 in gleicher Funktion bei Formel-1-Team Haas gearbeitet hat. Er hat die Aufgabe, seine Mannschaft rennbereit zu machen, nachdem Cadillac in den vergangenen Monaten bereits virtuell komplette Rennwochenenden simuliert hat. Nun folgt der erste Einsatz an der echten Rennstrecke.

Cadillac profitiert hierbei von seiner Ferrari-Partnerschaft: Das Traditionsteam aus Maranello überließ dem US-Neueinsteiger nicht nur zwei seiner Testtage in Vorjahresautos, sondern in der Vorbereitung nichts dem Zufall: Am Dienstag testete Ferrari-Nachwuchsmann Arthur Leclerc - der Bruder von Ferrari-Stammfahrer Charles Leclerc - den schwarzen SF-23 in Fiorano, bevor das Auto nach Imola geschafft wurde.

Doch nicht der SF-23 steht im Mittelpunkt der Cadillac-Testfahrten, wie Teamchef Graeme Lowdon wiederholt betont hat: "Wir testen nicht das Auto, sondern unsere Leute. Wir wollen, dass unser Team die gleichen Erfahrungen macht wie die Leute, die täglich in der Formel-1-Boxengasse stehen."

Motorsport-Total.com

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