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Alpine mit Mercedes-Power Der Alpine A526 für die Saison 2026
Alpine

Neue Zeitrechnung: Alpine zeigt Design des A526 mit Mercedes-Power

Alpine hat seine Farben für die Formel-1-Saison 2026 präsentiert - Gelingt mit dem A526 und dem neuen Mercedes-Antrieb der erhoffte Sprung nach vorne im Feld?

Alpine hat am Freitag sein Autodesign für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt. Für die Franzosen bricht mit dem A526 eine neue Zeitrechnung an, denn nachdem das eigene Renault-Motorenprogramm 2025 eingestellt wurde, geht man in diesem Jahr mit Motoren von Mercedes an den Start.

Sportlich geht Alpine mit dieser Entscheidung kein Risiko ein, denn die Saison 2025 beendete man auf dem zehnten und letzten WM-Platz. Dementsprechend hat das Team aus Enstone, das in der Vergangenheit unter anderem Namen bereits mehrere WM-Titel gewann, 2026 nichts zu verlieren.

Für die Präsentation ließ sich Alpine in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen. Diese fand an Bord eines Kreuzfahrtschiffs von Teampartner MSC Cruises statt. Anders als Ferrari eine Stunde zuvor setzte man damit auf einen "klassischen" Launch auf einer Bühne, bei dem auch die beiden Fahrer und Flavio Briatore zu Wort kamen.

"Heute beginnt ein neues Kapitel für Alpine", so Teamboss Briatore, der erklärt: "Es waren ein paar harte Monate im Werk in Enstone, in denen wir uns auf die Saison vorbereitet und den A526 entwickelt und gebaut haben, zusammen mit Mercedes, die ab dieser Saison den neuen Motor und das Getriebe liefern werden."

Alpine will es "Schritt für Schritt" angehen

"Solche großen Veränderungen sind in unserem Sport eher selten und haben das Potenzial, die Wettbewerbsordnung durcheinander zu bringen", sagt Briatore über die neuen Regeln und erklärt: "Wir gehen Schritt für Schritt vor. Wir wissen nicht, wo wir beim ersten Rennen stehen werden, geschweige denn beim letzten."

"Die Entwicklung wird entscheidend sein, und das Erlernen und Verstehen, wie wir das Paket auf jeder Rennstrecke optimal nutzen können, wird einen großen Unterschied für unseren Erfolg ausmachen. Wir wissen, dass dies ein langer Weg ist, und wir freuen uns darauf, ihn zu gehen", so der Italiener.

Am Design des Autos hat sich für 2026 derweil nicht übermäßig viel geändert. Blau ist erneut die dominierende Farbe, ergänzt durch das bekannte Rosa von Partner BWT.

Obwohl Alpine am Freitag offiziell nur die Lackierung des A526 präsentierte, hat das neue Auto bereits seine ersten Kilometer auf der Rennstrecke absolviert. Bereits zwei Tage zuvor drehte Pierre Gasly bei einem Shakedown in Silverstone die ersten Runden im neuen Auto.

Gasly und Colapinto freuen sich auf neue Regeln

Während man in Enstone in diesem Jahr auf einen neuen Motorenpartner setzt, sitzen im Cockpit des neuen Boliden weiterhin Gasly und Franco Colapinto. Der Franzose geht in seine bereits vierte Saison mit Alpine, Colapinto erst in seine zweite.

Während Gasly 2020 mit AlphaTauri in Monza schon einen Grand Prix gewann, konnte sein Teamkollege viele Experten bislang noch nicht überzeugen. Colapinto ersetzte im vergangenen Jahr Jack Doohan nach den ersten sechs Rennen, blieb allerdings in der kompletten Saison ohne WM-Punkt.

"Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass das gesamte Auto so bedeutende Veränderungen erfahren hat", betont Gasly und erklärt: "Natürlich begibt sich jeder auf unbekanntes Terrain, aber als Fahrer finde ich das sehr spannend."

"Es war ein langer Weg für das Team, bis wir diesen Punkt erreicht haben. Wir haben im letzten Jahr hart am Simulator gearbeitet, um uns auf diese neuen Regeln vorzubereiten, und ich weiß, dass alle in Enstone extrem hart daran gearbeitet haben, das bestmögliche Paket zu entwickeln", so Gasly.

"Ich setze mir selbst keine Erwartungen. Es wird darum gehen, mit dem Team wirklich hart daran zu arbeiten, die Bereiche zu verstehen, in denen wir uns verbessern müssen, und wir werden jeden Tag aufs Neue versuchen, so wettbewerbsfähig wie möglich zu sein", erklärt der Franzose.

Kann Alpine den Abwärtstrend stoppen?

"Natürlich bin ich begeistert und optimistisch, aber in meinen Ambitionen sehr realistisch", betont Gasly. Teamkollege Colapinto ergänzt: "Zum ersten Mal in meiner Karriere hatte ich einen richtigen Winter, um mich auf ein volles Jahr vorzubereiten, angefangen bei den Tests bis hin zum ersten Rennen."

"Für mich ist das wirklich wichtig, weil ich mich als Teil des Projekts fühle und so von Anfang an mit allen im Team hart arbeiten kann", erklärt er und fügt hinzu: "Natürlich unterscheidet es sich sehr von allem, was ich bisher erlebt habe, und ich denke, das gilt für die meisten Fahrer in der Startaufstellung."

"Es gibt neue Tricks und neue Herausforderungen, die man lernen muss, um das Beste aus dem Paket herauszuholen, und ich sehe das als eine wirklich großartige Herausforderung", sagt der Argentinier über das neue Formel-1-Reglement in diesem Jahr.

In den vergangenen Jahren war bei Alpine ein klarer Abwärtstrend bei den Ergebnissen erkennbar. Beendete man das erste Ground-Effect-Jahr 2022 noch auf einem guten vierten WM-Platz, wurde man in den folgenden beiden Jahren jeweils nur noch Sechster.

2025 folgte der Absturz auf den letzten Rang in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Mit dem A526 und der neuen Mercedes-Power-Unit soll in der Formel-1-Saison 2026 ein deutlicher Sprung nach vorne gelingen.

Motorsport-Total.com

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