"Eingerostet"? | 05.04.2026
"Eingerostet"? Sergio Perez reagiert überraschend deutlich auf Andretti
Mario Andretti nennt ihn "eingerostet", doch Sergio Perez widerspricht: Der Mexikaner erklärt, warum er trotz Rückstand zufrieden mit sich ist
Sergio Perez ist nach einem Jahr Pause 2026 in die Formel 1 zurückgekehrt. Kritik von Mario Andretti, er wirke nach der Pause "einfach ein bisschen eingerostet", weist der Mexikaner nun entschieden zurück und betont, dass er bereits wieder voll in Form sei. "Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass wir auf einem sehr hohen Niveau performt haben", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Sieger am Rande des Rennens in Japan.
Nach einer enttäuschenden Saison 2024 wurde Sergio Perez Ende des Jahres von Red Bull entlassen. Nach einer einjährigen Auszeit unterschrieb er für die Saison 2026 beim Formel-1-Debütanten Cadillac. Der Start in die neue Ära verlief jedoch schwierig. In den ersten drei Saisonrennen blieb Perez ohne Punkte, was angesichts der Erwartungshaltung an das US-Team als Nachzügler jedoch nicht überraschend kam.
Der Cadillac MAC-26 liegt derzeit etwa zwei bis drei Sekunden hinter der Spitze und kämpft regelmäßig mit technischen Defekten. Ein kleiner Lichtblick bleibt die Tatsache, dass man in der Weltmeisterschaft aktuell vor Aston Martin platziert ist.
Dennoch äußerte sich Mario Andretti kritisch über die Fahrerpaarung. Neben Perez kehrte auch Valtteri Bottas nach seinem Aus bei Sauber Ende 2024 in ein festes Cockpit zurück. "Um ehrlich zu sein, denke ich, dass beide einfach ein bisschen eingerostet sind", erklärte der Weltmeister von 1978, der als Namensgeber für das Chassis fungiert, im Drive to Wynn-Podcast.
Perez verteidigt seine Form
Sergio Perez widerspricht dieser Darstellung deutlich. "Ich war sehr zufrieden mit meinem Wochenende in Melbourne und mit meinem ersten Qualifying. Im Rennen hatten wir verschiedene Szenarien und viele Beschädigungen. Es war also nicht unkompliziert. Auch Shanghai war kein einfaches Wochenende, ich hatte im Rennen viele Schäden."
Er ist der Meinung, dass er und Bottas das Maximum aus dem Material herausholen, dem es schlicht an Grundspeed fehlt. Perez ergänzte: "Ich hatte bisher noch kein komplettes Wochenende, aber was meine Leistung angeht, bin ich ziemlich zufrieden. Ich war nach meiner Rückkehr innerhalb weniger Tage sofort wieder im Rhythmus. Ich glaube, dass ich fahrerisch an einem guten Punkt bin."
Aufwärtstrend in Suzuka macht Hoffnung
Nach dem Rennen in Suzuka zeigte sich der Mexikaner noch optimistischer. Erstmals in der Saison 2026 beendete er ein Rennen in der gleichen Runde wie der Führende. Zudem verringerte er den Rückstand in Q1 deutlich: Während er in Melbourne noch 3,098 Sekunden und in Shanghai 3,601 Sekunden zurücklag, waren es in Japan nur noch 2,171 Sekunden.
"Es war ziemlich interessant. Als ich hinter dem Williams und dem Alpine herfuhr, konnte ich sehen, dass sie nicht allzu weit weg sind. Sie sind nur in der Lage, konstant immer mehr Tempo zu finden", analysierte Perez.
Die Formel 1 geht nun in eine Pause im April, da die Grands Prix von Saudi-Arabien und Bahrain aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten abgesagt wurden. Das vierte Rennen findet nächsten Monat in Miami statt. "Es ist klar, dass wir jetzt eine Pause brauchen, und ich hoffe wirklich, dass wir ein großes Upgrade nach Miami bringen", so Perez weiter.
"Ich denke, das wird der größte Test für das Team sein. Wir haben uns bei jedem Grand Prix gesteigert. Dies war das erste Wochenende, an dem mehr oder weniger alles glatt lief, abgesehen von den Problemen mit der Energiebereitstellung gestern. Ich hoffe wirklich, dass wir diesen Schritt machen können, um im Mittelfeld mitzumischen."

















