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FIA-Präsident beschwichtigt Auch die Formel-1-Saison 2026 soll wieder in Abu Dhabi enden
LAT Images

Warum die Formel-1-Rennen in Katar und Abu Dhabi stattfinden sollen

Laut FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem kann die Formel 1 nach aktuellem Stand problemlos ihre letzten beiden Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi fahren

Neben der Formel 1 selbst plant auch der Automobil-Weltverband (FIA) weiter mit der planmäßigen Austragung der Großen Preise von Katar und Abu Dhabi am Ende der Formel-1-Saison 2026. FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem betont, dass die Lage in der Region aktuell "sicher" sei.

"Eine Sache möchte ich sagen: Meine Kinder sind dort. Glaubt ihr, ich würde sie sonst dort lassen und jetzt hier bei euch sein?", so Sulayem, der in Dubai geboren wurde und selbst in der Region lebt. "Man muss in dieser Sache vernünftig sein", betont er.

"Was man in den Medien liest, ist tatsächlich anders als das, was wir dort haben", sagt er und deutet damit an, dass die Lage im Nahen Osten zumindest aktuell deutlich entspannter sei, als es die Nachrichten teilweise vermitteln.

"Warum sollte sonst ich dort bleiben? Warum sollte ich meine Familie zurücklassen?", fragt Sulayem, der zwar einräumt, dass er "nicht vorhersagen" könne, ob der Konflikt zwischen den USA und Iran in der Region sich in den kommenden Wochen noch einmal verschärfen werde.

"Ich kann heute nur sagen, dass es nichts gibt und dass die beiden Rennen stattfinden werden", stellt er klar und ergänzt: "Wir haben hier auch den gesunden Menschenverstand, dass wir unsere Mitarbeiter, Fahrer oder Offizielle niemals an einen Ort schicken werden, an dem wir das Risiko als zu hoch empfinden."

Bundesregierung rät von Katar-Reisen ab

Die Pläne von FIA und Formel 1 decken sich mit denen der MotoGP, die wie die Formel 1 ebenfalls zu Liberty Media gehört. Dort soll der Große Preis von Katar bereits am 8. November nachgeholt werden, die Formel 1 will drei Wochen später dort fahren.

Tatsächlich standen Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zuletzt weniger im Fokus der internationalen Berichterstattung als Nachbarland Saudi-Arabien. Ein Raketenangriff auf den King Khalid International Airport in Riad forderte jüngst mehrere Todesopfer.

Von der deutschen Bundesregierung gibt es aktuell nur für Saudi-Arabien eine Reisewarnung, während von Reisen nach Katar und in die Emirate lediglich mit dem Hinweis abgeraten wird, dass die Sicherheitslage in der Region "volatil" sei.

"Es kommt trotz der im Juni 2026 zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzung wieder vermehrt zu militärischen Schlägen gegen Ziele in der Region", heißt es vom Auswärtigen Amt.

"Das Risiko der Ausweitung der Kampfhandlungen sowie Sperrungen des Flugverkehrs bleibt bestehen, auch für Katar. Zudem besteht eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge unvermindert fort", heißt es weiter.

FIA hat Notfallpläne in der Hinterhand

Auch bei Formel 1 und FIA ist man sich bewusst, dass sich die Lage in der Region schnell ändern kann. Deshalb ist Plan B hinter den Kulissen weiterhin ein "Ersatzfinale" in Imola im Dezember, falls die Rennen in Katar und Abu Dhabi doch nicht stattfinden können.

Zudem ist man bei der FIA darauf vorbereitet, dass es durch die Situation im Nahen Osten möglicherweise Probleme bei der Anreise einiger Mitarbeiter geben könnte. Sulayem erklärt dazu, dass die FIA für die beiden Rennen bereits Ersatzpersonal für den Notfall bereithalte.

Zwar bewertet man selbst die Lage als sicher, "aber vielleicht sagen einige Regierungen: Ihr dürft nicht reisen", so der FIA-Präsident. "Wenn alle dort sind, die Teams da sind und die FOM die Veranstaltung durchführt, und plötzlich sagen wir: Oh, wir können unseren Rennleiter nicht haben, wir können unsere Stewards nicht haben."

"Man muss bereit sein und ein weiteres Team bereithalten, falls es nötig ist", so Sulayem. Der Große Preis von Katar ist für den 29. November angesetzt, das Saisonfinale in Abu Dhabi eine Woche später am 6. Dezember.

Motorsport-Total.com

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