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GP von Monaco: Qualifying Kimi Antonelli eroberte die erste Monaco-Pole seiner noch jungen Karriere
LAT Images

Antonelli holt Monaco-Pole!

So lief das Qualifying in Monte Carlo: Max Verstappen griff nach Platz 1, Lewis Hamilton mischte voll mit - aber am Ende setzte sich wieder Kimi Antonelli durch

Kimi Antonelli hat sich am Samstagnachmittag die Poleposition für den Grand Prix von Monaco 2026 gesichert. Nachdem Ferrari das Freitagstraining diktiert hatte, schlug der WM-Leader auf Mercedes am vielleicht wichtigsten Qualifying-Tag des gesamten Formel-1-Jahres mit einer Bestzeit von 1:12.051 Minuten zurück und verwies Max Verstappen (Red Bull) auf Platz 2.

Schon nach dem ersten Run hatte sich ein spannendes Q3-Finale abgezeichnet. Antonelli führte eine Tausendstelsekunde (!) vor Verstappen. Und Lokalmatador Charles Leclerc (Ferrari) war nach einem Rutscher bei Massenet nur Zehnter und Letzter.

Entsprechend ging Leclerc als Erster ein zweites Mal auf die Strecke, um möglichst keinen Verkehr zu riskieren. Die zweite Runde war dann besser: Der Monegasse steigerte sich auf 1:12.351 Minuten und ging zwischenzeitlich in Führung.

Doch diese Führung sollte nur kurz halten. Zunächst setzte sich Verstappen an die Spitze, und für einen Moment roch es nach seiner ersten Pole in dieser Saison. Danach biss sich Lewis Hamilton (Ferrari) nach starken Zwischenzeiten um zwei Zehntelsekunden an Verstappen die Zähne aus - und dann kam in letzter Sekunde auch noch Antonelli und wies die Altstars mit einem herausragenden Mittelsektor in die Schranken.

Hamilton wurde Dritter und gewann das Ferrari-Stallduell. Ein Ergebnis, das Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur übrigens nicht live an der Strecke miterleben konnte. Er befindet sich derzeit im Krankenhaus. Ferrari hatte dafür am Samstagmorgen lediglich gesundheitliche Gründe angegeben, ohne diese näher zu spezifizieren.

Fünfter wurde Isack Hadjar (Red Bull/+0,383), vor George Russell (Mercedes/+0,394), der Mercedes-intern den gesamten Samstag hindurch das Nachsehen gegen Antonelli hatte. Oscar Piastri, Lando Norris (beide McLaren), Pierre Gasly (Alpine) und Liam Lawson (Racing Bulls) rundeten die Top 10 ab.

Nico Hülkenberg (Audi) wurde 13.

Q1: Gab es das befürchtete Chaos?

Q1 wurde im Vorfeld heiß diskutiert. Wegen des Neueinstiegs von Cadillac waren nämlich 22 statt der gewohnten 20 Autos gleichzeitig auf der Strecke. In Monaco wegen des notorischen Risikos für Verkehr und Behinderungen eine besondere Herausforderung.

Den ersten Crash des Qualifyings produzierte dann Gabriel Bortoleto (Audi) - das hatte aber nichts mit einer Behinderung zu tun. Der Brasilianer lenkte in der Hafenschikane zu ambitioniert ein und traf mit dem linken Vorderrad innen die Leitplanke. Dem hielt die Radaufhängung aber nicht stand. Bortoleto (zu dem Zeitpunkt 14., am Ende von Q1 15.) war damit für den Rest des Tages raus, und die rote Flagge kam mit 2:11 Minuten Restzeit.

Vor dem finalen Showdown lagen erwartungsgemäß die beiden Aston-Martin- und Cadillac-Fahrer außerhalb des Cuts; dazu auch noch Oliver Bearman (Haas) und Carlos Sainz (Williams) als 18. und 19. Die großen Pole-Favoriten hatten ihre Schäfchen schon längst ins Trockene gebracht und waren sicher durch.

Abgesehen davon blieb das befürchtete Chaos in Q1 im Großen und Ganzen aus. In den letzten beiden Minuten schaffte Bearman dann keine entscheidende Steigerung mehr. Er wurde 19. Sainz hingegen katapultierte sich mit seiner letzten Runde noch auf P10. Für ihn rutschte mit Esteban Ocon auch noch der zweite Haas-Pilot ins Aus.

Ocon fehlten am Ende 0,037 Sekunden auf Arvid Lindblad (Racing Bulls). Er ärgert sich: "Es ist verrückt, und ich sage das schon fast nach jedem Qualifying. Ich hatte Verkehr auf meiner schnellsten Runde. Das hatte nichts mit den 22 Autos zu tun - das ist in der Formel 3 ja auch nicht anders. Aber ich hatte danach einfach keine Runde mehr. Ist halt Pech."

Die Q1-Bestzeit sicherte sich Leclerc vor Verstappen und Antonelli. Hülkenberg belegte überraschend den sechsten Platz.

Q2: Hülkenberg kämpft gegen den Fluch von Platz 11

In Abwesenheit von Bortoleto kämpften in Q2 15 Fahrer um die Plätze im Top-10-Finale. Bereits im ersten Run zeichnete sich ab, dass womöglich alle vier Topteams um die Pole fighten können. Die jeweils schnellsten Autos von Mercedes, Ferrari, Red Bull und McLaren lagen - in dieser Reihenfolge - innerhalb von 0,215 Sekunden. Auffällig aber, dass Russell weiterhin große Probleme hatte, die Pace von Antonelli zu replizieren.

Hülkenberg, in den Qualifyings 2026 gefühlt mit einem P11-Abo ausgestattet, hatte im ersten Versuch in 1:13.902 die zehntbeste Zeit aufgestellt, 0,034 Sekunden vor Sainz. Seinen zweiten Versuch legte er vom Timing her früher an als seine direkten Konkurrenten. Letztendlich gelang es ihm nicht, seine Zeit zu verbessern - und er rutschte noch auf Rang 13 ab, 1,403 Sekunden hinter der Bestzeit von Verstappen.

Gemeinsam mit Hülkenberg schieden in Q2 auch Alexander Albon, Sainz (beide Williams), Franco Colapinto (Alpine), Lindblad und Bortoleto aus. Albon verpasste P10 gegen Gasly hauchdünn, um 0,025 Sekunden.

Motorsport-Total.com

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