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Geheimtest von Audi Der Audi R26 bei Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya
YouTube-Kanal F1 A TODO GAS/Jake Boxall-Legge

Geheimtest von Audi: Das verrät das Video aus Barcelona

Der Audi R26 testet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya - Erste Seh- und Hörprobe der neuen Formel-1-Fahrzeuggeneration 2026!

Ein erster Vorgeschmack auf die Formel-1-Saison 2026 macht in den sozialen Medien die Runde. Auf YouTube und Instagram ist Videomaterial vom Shakedown des neuen Audi in Barcelona aufgetaucht.

Der Bolide, der unter dem Namen R26 an den Start gehen wird, absolvierte im Rahmen eines Filmtags eine Handvoll Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Damit ist der deutsche Newcomer das erste Team, das sein neues Auto noch vor dem offiziellen (und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden) Test Ende Januar auf die Strecke geschickt hat.

Sowohl Nico Hülkenberg als auch Gabriel Bortoleto sollten im Rahmen des Filmtags zum Einsatz gekommen sein. Dabei ging es vor allem darum, Audis allerersten F1-Antriebsstrang unter realen Bedingungen zu testen, während sich das ehemalige Sauber-Team mit seiner neuen Identität vertraut macht.

Technik-Check: Was das Video verrät

Während im Netz zuvor einige Fake-Bilder kursierten - offensichtlich KI-generiert und mit Weichzeichner getarnt -, zeigt das Videomaterial des YouTube-Kanals F1 A TODO GAS den echten R26 in Action. Die Aufnahmen entstanden zwar aus der Ferne hinter Kurve 13, liefern aber dennoch spannende Details.

Proportionen & Front: Die 2026er-Autos sind 100 mm schmaler, was optisch sofort auffällt. Man erkennt eine leicht angehobene Nase und einen "Inwash"-Frontflügel. Die Endplatten besitzen Footplates und Aufbauten, um die Luftverwirbelungen an den Vorderrädern besser zu kontrollieren.

Aufhängung: Die größte Überraschung ist der Wechsel auf eine Push-Rod-Vorderaufhängung. Sauber hatte 2024 noch auf das Pull-Rod-Design von Red Bull und McLaren gesetzt. Nun verläuft die Spurstange von der Oberseite des Chassis zum unteren Teil des Radträgers.

Hintergrund: Unter den alten Regeln galt Pull-Rod als ideal für die "Anti-Dive"-Kinematik, die ein Eintauchen des Fahrzeugs beim Bremsen verhindern sollte, damit der Luftstrom an den Kanälen im Unterboden nicht abriss.

Da die neuen Unterböden jedoch weniger empfindlich auf Fahrhöhenänderungen reagieren und die Federraten wohl weicher gewählt werden, scheint die Rückkehr zu Push-Rod effizienter zu sein. Auch am Heck deutet vieles auf ein Push-Rod-Layout hin.

Seitenkästen: Interessanterweise setzt Audi nicht auf das klassische "Downwash"-Konzept von Red Bull, sondern auf eine Inwash-Lösung. Das war das ursprüngliche, von der FIA für die Saison 2022 vorgesehene Konzept, bevor Mercedes mit den Zero-Pods und Red Bull mit der Downwash-Lösung ganz andere Wege gingen.

Hierbei wird der Luftstrom so um die Seitenkästen geleitet, dass die Effektivität des Flaschenhals-Bereichs am Heck maximiert wird. Solange die Strömung anliegt, verbessert dies den Durchfluss im Zentrum, statt die Hinterreifen unnötigen Verwirbelungen auszusetzen.

Sound und Heckpartie

Was den Sound angeht: Der neue Motor klingt gar nicht so unähnlich wie die aktuelle Generation, wirkt beim Beschleunigen aber fast ein Stück kraftvoller und kerniger.

Am Heck fällt zudem der Flügel auf: Statt einer einzelnen Schwanenhals-Halterung am DRS-Aktor nutzt Audi eine Doppel-Halterung, die an der Unterseite des Hauptblatts befestigt ist.

Motorsport-Total.com

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