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Was FIA-Präsident verraten hat Fotomontage: FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem mit einem V8-Antrieb
Getty Images (KI-bearbeitet)

Neue F1-Antriebe schon 2030? Was der FIA-Präsident jetzt verraten hat

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Laut FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem ist die Einführung eines neuen Antriebsformats zur Formel-1-Saison 2030 beschlossene Sache. Das erklärte bin Sulayem anlässlich der Vorstellung des Grand Prix von Afrika auf einer Pressekonferenz in Ruanda. Er sagte: "2030 wird der neue V8 eingeführt. Ruanda wird also bei seinem ersten Rennen diesen Antrieb erleben."

Er habe die Unterstützung des Formel-1-Managements (FOM) und der Hersteller, betonte bin Sulayem. "Der Antrieb wird also eingeführt werden. Davon bin ich überzeugt", sagte er.

Damit legte sich der Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) erstmals konkret auf das neue Antriebsformat der Formel 1 fest: Schon vor der Einführung des aktuellen Antriebsformats zur Saison 2026 hatte bin Sulayem die Rückkehr zu größeren Verbrennungsmotoren gefordert und dabei neben einem V8- auch einen V10-Antrieb in Aussicht gestellt. Selbst Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali dachte wiederholt laut darüber nach.

Offen war jedoch bis zuletzt, wann genau das neue Antriebsformat eingeführt werden soll: Vom ursprünglichen Plan 2031, nach dann fünf Saisons unter dem aktuellen Antriebsformat zu wechseln, ist man offenbar abgekommen. Laut bin Sulayems Aussagen werden die derzeitigen Formel-1-Antriebe bereits nach nur vier Jahren durch neue Antriebe ersetzt.

Die Vorteile der neuen Antriebsgeneration

Dieses neue Antriebsformat biete große Vorteile, sagte bin Sulayem: "Die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für den Antrieb werden um mindestens 50 Prozent niedriger sein." Das mache das Formel-1-Programm insgesamt "nachhaltiger".

Gleichzeitig soll der neue Antrieb weniger stark ins Gewicht fallen: "Aus Fahrersicht brauchen wir leichtere Autos. Sie werden ungefähr 80 Kilogramm leichter sein", sagte bin Sulayem. Bei aktuell 768 Kilogramm Mindestgewicht könnten die Formel-1-Autos der Zukunft also erstmals seit Jahren wieder unter die Schwelle von 700 Kilogramm fallen.

Doch bin Sulayem bringt noch eine weitere Dimension ins Spiel: "Es geht um die Fans. Es geht um Klang, nicht um Lärm." Das deutet darauf hin, dass die neue Antriebsgeneration wieder einen präsenteren Motorsound bieten könnte als die aktuellen Antriebe - etwas, das sich viele Beobachter schon seit Jahren wünschen und an der derzeitigen Formel 1 kritisieren.

Kommt es wirklich so - oder doch ganz anders?

Oder kommt es doch alles ganz anders? Ein weiterer Satz von bin Sulayem in der Pressekonferenz ließ aufhorchen. Er sagte: "Vielleicht sollte ich das jetzt noch gar nicht vor der Presse sagen." Denn außer seinen Worten gab es bislang keine offizielle Bestätigung seitens der FIA, des FOM oder der Hersteller, dass ab 2030 mit V8-Antrieben gefahren wird.

Die Formel 1 setzt bereits seit 2014 auf V6-Turbo-Hybridantriebe mit 1,6 Litern Hubraum, die über die Jahre mehrfach modifiziert wurden. Die bislang umstrittenste Regeländerung erfolgte zur Saison 2026 mit einer deutlichen Aufwertung der elektrischen Leistung, die annähernd der Leistung des Verbrennungsmotors entsprechen soll. Dieser Schritt rief viel Kritik hervor, auch aus den Reihen der Fahrer. Deshalb wird für 2027 und 2028 nachgebessert.

Motorsport-Total.com

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