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Formel 1: News

Ecclestone entgeht weiterem Prozess

Nach seinem Formel-1-Aus hätte Bernie Ecclestone bald den nächsten Prozess am Hals gehabt, doch man einigte sich außergerichtlich.

Zuletzt hat die Zukunft von Bernie Ecclestone eher düster ausgesehen – dem Aus als Formel-1-Geschäftsführer hätte ein weiterer Gerichtsprozess im Sommer folgen können. Der 86jährige dürfte sich aber laut Financial Times bereits im Dezember außergerichtlich mit der Bayerischen Landesbank geeinigt haben. Ecclestone muss somit im Juni nun doch nicht vor dem britischen Höchstgericht erscheinen, wo ein zivilrechtlicher Prozess anberaumt war.

Das wurde bei einer Vorverhandlung am Freitag in London bekanntgegeben. Sollte es trotz aller Dementis tatsächlich stimmen, dass Ecclestone eine alternative Serie zur Formel-1-WM plant, wäre dies ein wichtiger Schritt, denn ein weiterer Gerichtsprozess hätte dem Briten nicht nur viel Energie und Zeit gekostet, sondern auch mögliche Sponsoren abgeschreckt. Worum wäre es vor dem Londoner Höchstgericht gegangen? Ursprünglich hatte Ecclestone Klage gegen die BayernLB eingereicht, um klarzustellen, dass gegenüber der Bank keine Haftungen bestünden.

Das Finanzhaus reagierte jedoch mit einer Gegenklage und forderte Schadenersatz in Sachen Formel-1-Verkauf. Man argumentierte, dass man um den eigentlichen Wert der Anteile gebracht wurde, weil Ecclestone vor zwölf Jahren den damaligen BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky damit beauftragt habe, einen Käufer nach seinem Geschmack zu finden – die Formel-1-Anteile aus der Kirch-Insolvenz wurden 2005 an CVC Capital Partners verkauft, Ecclestone blieb trotzdem Geschäftsführer.

Die Angelegenheit holte ihn aber im Jahr 2014 wieder ein, als er in München bei einem Strafprozess gegen eine Haftstrafe kämpfen musste. Die Staatsanwaltschaft warf ihm damals vor, er habe Gribkowsky im Zuge des Verkaufs von Formel-1-Anteilen der BayernLB mit 44 Millionen US-Dollar bestochen. Nach mehreren Monaten wurde das Verfahren geben eine Rekordbuße von 100 Millionen Dollar eingestellt – und Ecclestone konnte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.

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