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Bortolotti auf dem Podium (182 Fotos!)

Bei extremen Wetterbedingungen wird der Wiener im Audi R8 Zweiter. Auch sonst gibt es viele weitere Top-Platzierungen für Österreicher zu vermelden – trotz 9,5 Stunden Renn-Unterbrechung wegen Aquaplaning.

Bernhard Schoke

Die Vorhersagen der Meteorologen bewahrheiteten sich: Bei der 48. Auflage des Langstrecken-Klassikers auf dem Nürburgring waren Regen und tiefe Temperaturen prognostiziert. Nahezu das gesamte gefahrene Rennen wurde mit profilierten Regenreifen absolviert. Erst gegen Sonntagmittag – quasi für das Finale – trocknete der rund 20 Kilometer lange Kurs langsam ab.

Vorausgegangen war – nach unfahrbaren Bedingungen in der Grünen Hölle – eine rund 9,5-stündige Unterbrechung. Aquaplaning und Abläufe, die das ablaufende Wasser nicht mehr ableiten konnten, waren die Ursache für die rote Flagge, mit der das Rennen gegen 22.30 Uhr unterbrochen wurde. Erst am frühen Sonntagmorgen – um 8.00 Uhr wurde das Rennen neu gestartet. Zuvor standen die Reifen im Mittelpunkt. Und zu Rennbeginn die Frage – trocknet die Strecke ab oder nicht – Regenpneus oder leicht profilierte Slicks. Aber nicht nur das: Die Frage nach dem richtigen Luftdruck, mit dem das schwarze Gold auf optimale Temperatur kommen sollte, bestimmte das Geschehen. Poker pur - auch in den Teams mit österreichischen Piloten.

Allen voran Klaus Bachler (Unzmark) und Martin Ragginger (Wals) im Falken Porsche ebenso wie Philipp Eng (Salzburg) und Lucas Auer (Kufstein) im BMW M6. Auch für René Rast (Bregenz) und Mirko Bortolotti (Wien - beide Audi R8) sowie Dominik Baumann (Rum) im AMG Mercedes und Norbert Siedler (Wildschönau/Porsche) waren dies die entscheidenden Fragen, die aber nicht nur die Piloten in den Top-GT3-Boliden beschäftigten, sondern auch in den weiteren Klassen. Dementsprechend wechselten die Platzierungen.

Am frühen Sonntagmorgen rutschte beispielsweise der Kirchberger Simon Reicher im Audi R8 aus den Top 20 der Gesamtwertung. Der Mödlinger Michael Fischer im Hofor BMW MT GT4 führte dagegen in seiner Klasse SP 10 ebenso wie Reinhard Kofler (Bad Kleinkirchheim/KTM X-Bow GT4) in der Klasse SP-X und David Griessner (Saalfelden/BMW 240i Racing) in der Klasse Cup. So auch am Ende der in diesem Jahr verkürzten Hatz auf der legendären Nordschleife.

Laura Kraihamer (Salzburg/KTM-X-Bow) und Torsten Kratz (Pellendorf-BMW 330i) waren Zweite in den Klassen V3T und V2T – sie sahen als Dritte bzw. Zweiter die schwarz-weiß-karierte Zielflagge.

Großer Gewinner aus österreichischer Sicht war am Sonntagnachmittag aber der Wiener Mirko Bortolotti. Vorausgegangen war am Sonntagmorgen nach Re-Start und bei ganz langsam abtrocknender Ideal-Linie der Strecke, ein erneuter Reifen-Poker – können schon „Intermediates“ oder müssen noch die „Wet’s“ aufgezogen werden. Dabei hatte „sein“ Team ausgesprochenes Pech. Der erneut einsetzende Regen in der Final-Phase brachte das Audi Team um Bortolotti mit Renn-, sprich Boxenstopp-Pech um den ganz großen Triumph. Der Wiener meinte dazu anschließend in einem ersten Resümeé:

„Wir waren bei einsetzendem Regen gerade an der Box vorbei und haben dadurch viel Zeit verloren. Wir haben zwar noch mal wirklich alles probiert, um doch noch zu gewinnen, am Ende fehlten durch dieses ganz kleine Detail – der eine Runde verspätete vorletzte Pitstop – rund 15 Sekunden, dennoch für mich und das ganze Team ein nahezu perfektes Debüt.“

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