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Rallycross-WM: News

Fatale Medikamenteneinnahme

Wegen der Einnahme von Steroiden wurden dem Schweden Johan Kristoffersson sämtliche Punkte des RX-WM-Laufs in Belgien aberkannt.

Michael Hintermayer
Fotos: Volkswagen Dealer Team KMS

Der Schwede Johan Kristoffersson, der von der Rundstrecke in die Rallycross-Weltmeisterschaft wechselte wurden wegen einer verbotenen Substanz vom internationalen Motorsport-Weltverband (FIA) sämtlich Punkte seines Sieges beim Rallycross-WM-Lauf im belgischen Mettet aberkannt.

Im Blut Johan Kristofferssons konnte Cortisol (Ein steroidhaltiges Stresshormon, welches abbauende Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen) nachgewiesen werden.

Johan Kristoffersson meinte in einer Stellungnahme: „Das ist nicht fein, ich weiß. Andererseits ist es gut, dass dieses Problem nun aus der Welt ist. Wir hatten eine Menge Stress, durch all die Reisen, das war psychisch zermürbend für uns.“

Sein Vater Tommy Kristoffersson, der selbst zu den Rallycross-Legenden Schwedens gehört, erklärte gegenüber ERC24.com wie die Substanz in das Blut des 25-jährigen gelangen konnte. Nach dessen Aussage litt sein Sohn vor dem sechsten Lauf der Rallycross-WM unter starkem Stress, was zu einer teilweisen Gesichtslähmung führte, wie auch auf dem Bild rechts unschwer zu erkennen ist. Sein Arzt verschrieb ihm daraufhin Prednisolon, ein Cortisol-Derivat, welches üblicherweise bei körperlichen Leiden aufgrund von Stress verabreicht wird.

Cortisol steht auf der „schwarzen Liste“ der FIA, deshalb wurden Kristoffersson nachträglich die Punkte aberkannt. „Es war unser Fehler, es den Offiziellen nicht mitzuteilen“, so Kristofferssons Vater. „Wahrscheinlich hätten sie, wenn sie die Umstände der Medikamenteneinnahme gekannt hätten, dem zugestimmt.“

Kristoffersson muss auch das erhaltene Preisgeld zurückzahlen. Doch wer kennt schon die Inhaltsstoffe seiner Medikamente, die er vom Arzt verabreicht bekommt?

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