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Motorrad-WM: Analyse

Dovizioso heuer der lachende Dritte?

Die klare Rollenverteilung bei Ducati könnte Andrea Dovizioso bevorzugen, falls die Honda-Rivalen mit sich selbst beschäftigt sind.

Bildquelle: Ducati Corse

Nach zwei Vizetiteln in Folge wird Ducati-Pilot Andrea Dovizioso in der MotoGP-WM 2019 erneut versuchen, Weltmeister Marc Márquez vom Thron zu stürzen. Durch die Verpflichtung von Jorge Lorenzo steht Márquez bei Honda stärker unter Druck als in den Vorjahren. Wird Dovizioso unter Ducati-Teamchef Luigi Dall'Igna in der neuen Saison der lachende Dritte sein, wenn zwischen Lorenzo und Márquez Zwietracht herrschen sollte?

Mit Danilo Petrucci hat Dovizioso einen neuen Teamkollegen, der vor der Saison als klarer Nummer-zwei-Fahrer gilt. "Ducati hat das beste Motorrad und einen Dovizioso, der einen Schritt [nach vorne; Anm.] gemacht hat. Zudem haben sie Petrucci, der vor der Chance seines Lebens steht. Das alles könnte das Endergebnis beeinflussen", analysiert Fahrermanager Carlo Pernat die Ausgangslage für GPOne.

"Heutzutage ist die Ducati die Referenz. Das ist auf Dall'Igna zurückzuführen. Bis vor drei Jahren wollte jeder eine Yamaha. In Borgo Panigale musste viel Geld in die Hand genommen werden, um Lorenzo zu verpflichten. Nun liegt die Last auf Doviziosos Schultern. Er kann die Konkurrenzfähigkeit der Maschine nicht mehr [als Ausrede; Anm.] vorschieben", erklärt Pernat.

"Dall'Igna war clever, als er die Entscheidung traf, die Japaner nicht auf deren Gebiet schlagen zu wollen", merkt er an. "Gigi war gerissen, im Bereich der Aerodynamik gegen sie zu kämpfen. Das war etwas, von dem sie keine Ahnung hatten; sie wollten seine Bemühungen sogar boykottieren. Nun ist es so, dass die Japaner Ducati folgen. Das ist die wichtigste Schlacht, die Dall'Igna gewonnen hat."

Das Honda-Teamduell verspricht Spannung. Pernat erwartet Konflikte: "Marc ist ein Mensch, der auch dann lacht, wenn er schmutzige Tricks auspackt. Jorge ist leichter reizbar. Es fällt ihm schwerer, ruhig zu bleiben, doch wenn er das schafft, ist er der ausgeglichenste Fahrer von allen. Wenn ihm das nicht gelingt, gibt es Höhen und Tiefen – sowohl auf der Maschine als auch bei seinen Äußerungen."

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