MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: Analyse

Dovizioso heuer der lachende Dritte?

Die klare Rollenverteilung bei Ducati könnte Andrea Dovizioso bevorzugen, falls die Honda-Rivalen mit sich selbst beschäftigt sind.

Bildquelle: Ducati Corse

Nach zwei Vizetiteln in Folge wird Ducati-Pilot Andrea Dovizioso in der MotoGP-WM 2019 erneut versuchen, Weltmeister Marc Márquez vom Thron zu stürzen. Durch die Verpflichtung von Jorge Lorenzo steht Márquez bei Honda stärker unter Druck als in den Vorjahren. Wird Dovizioso unter Ducati-Teamchef Luigi Dall'Igna in der neuen Saison der lachende Dritte sein, wenn zwischen Lorenzo und Márquez Zwietracht herrschen sollte?

Mit Danilo Petrucci hat Dovizioso einen neuen Teamkollegen, der vor der Saison als klarer Nummer-zwei-Fahrer gilt. "Ducati hat das beste Motorrad und einen Dovizioso, der einen Schritt [nach vorne; Anm.] gemacht hat. Zudem haben sie Petrucci, der vor der Chance seines Lebens steht. Das alles könnte das Endergebnis beeinflussen", analysiert Fahrermanager Carlo Pernat die Ausgangslage für GPOne.

"Heutzutage ist die Ducati die Referenz. Das ist auf Dall'Igna zurückzuführen. Bis vor drei Jahren wollte jeder eine Yamaha. In Borgo Panigale musste viel Geld in die Hand genommen werden, um Lorenzo zu verpflichten. Nun liegt die Last auf Doviziosos Schultern. Er kann die Konkurrenzfähigkeit der Maschine nicht mehr [als Ausrede; Anm.] vorschieben", erklärt Pernat.

"Dall'Igna war clever, als er die Entscheidung traf, die Japaner nicht auf deren Gebiet schlagen zu wollen", merkt er an. "Gigi war gerissen, im Bereich der Aerodynamik gegen sie zu kämpfen. Das war etwas, von dem sie keine Ahnung hatten; sie wollten seine Bemühungen sogar boykottieren. Nun ist es so, dass die Japaner Ducati folgen. Das ist die wichtigste Schlacht, die Dall'Igna gewonnen hat."

Das Honda-Teamduell verspricht Spannung. Pernat erwartet Konflikte: "Marc ist ein Mensch, der auch dann lacht, wenn er schmutzige Tricks auspackt. Jorge ist leichter reizbar. Es fällt ihm schwerer, ruhig zu bleiben, doch wenn er das schafft, ist er der ausgeglichenste Fahrer von allen. Wenn ihm das nicht gelingt, gibt es Höhen und Tiefen – sowohl auf der Maschine als auch bei seinen Äußerungen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorrad-WM: Analyse

Weitere Artikel:

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

Marc Marquez (Ducati) feiert seinen achten MotoGP-Sieg im MotorLand Aragon - Pedro Acosta (KTM) und Marco Bezzecchi (Aprilia) müssen sich geschlagen geben

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt