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GT1-WM: Spa-Francorchamps

Lamborghini gewinnt in Spa

Ricardo Zonta und Frank Kechele (Lamborghini) haben das Hauptrennen in Spa-Francorchamps gewonnen, Karl Wendlinger (Nissan) landete auf dem zwölften Platz.

In einem turbulenten Rennen feierte das Reiter-Duo Ricardo Zonta und Frank Kechele (Lamborghini) einen hart erkämpften Sieg in Spa-Francorchamps. Altfried Heger und Alex Müller sicherten Rang zwei für Maserati. Mit einer guten Strategie kletterten Richard Westbrook und Thomas Mutsch als Dritte auf das Podium.

Beim fliegenden Start überrumpelte Zonta gleich Xavier Maassen (Corvette) und ging in Führung. Dahinter blieb der zweite Reiter-Lamborgini in Schlagdistanz. Die Corvette wirkte etwas schneller und setzte den Lamborghini von Zonta unter Druck. In Runde fünf klappte das Überholmanöver, und Maassen übernahm die Führung. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn ein Reifenschaden rechts hinten zwang den Niederländer zur Aufgabe.

Damit gab es eine Dreifachführung für Lamborghini. Die nächsten Positionsverschiebungen passierten erst bei den Boxenstopps inklusive Fahrerwechsel. Der größte Gewinner war die Startnummer 5 des Matech-Teams. Mutsch übernahm den Ford GT40 von Westbrook und kam schließlich in Führung liegend wieder auf die Strecke zurück.

Der Kampf um die Positionen wurde durch eine Safety-Car-Phase 22 Minuten vor dem Ende unterbrochen. Die Strecke musste von ausgelaufenem Öl und herumliegenden Teilen gereinigt werden. In langsamer Fahrt schob sich das Feld hinter dem Führungsfahrzeug zusammen. Christopher Haase fiel aus der Spitzengruppe und stellte seinen Lamborghini mit technischem Defekt am Streckenrand ab.

Die Reihenfolge beim Neustart lautete: Mutsch vor Kechele und Peter Dumbreck. Kechele übte sofort großen Druck auf Mutsch aus und konnte ihn in Runde 21 schließlich überholen. Auch Dumbeck schnappte sich den Ford. Zwei Minuten vor dem Ziel war der Tag für den Nissan aber gelaufen. Dumbreck rollte mit rauchendem Motor aus.

Damit feierte das Duo Zonta/Kechele den ersten Saisonsieg für Lamborghini in einem Hauptrennen. Platz zwei ging an den Maserati von Müller/Heger. Das Podium komplettierten Mutsch/Westbrook. Für den Briten ein toller Erfolg bei seinem GT1-Debüt. Der Österreicher Karl Wendlinger und sein Partner Henri Moser konnten sich nach dem verpatzten Qualifying noch auf Rang zwölf nach vorne arbeiten, das Duo Romain Grosjean und Neel Jani kam über Platz 14 nicht hinaus.

Wendlinger: Trotz allem zufrieden

Karl Wendlinger landete mit seinem Partner Henri Moser mit dem Nissan GT-R im Championship-Race auf Rang 12 – am Ende fehlten nur vier Zehntel auf einen Platz in den Punkterängen . Das „Halbzeit-Rennen“ in den Ardennen bescherte damit dem Swiss Racing Team zwar abermals keine WM-Punkte, in punkto Renn-Performance hat man aber einen großen Schritt nach vorne getan.

Speziell Karl Wendlinger zeigte alte Stärken und war im Rennen mit seinen Zeiten bei der Spitze dabei. As half aber, wie gesagt, nicht viel – denn die Crew musste ja von Position 17 ins Rennen gehen.

Beinahe hätte es aber trotzdem geklappt: Wendlinger fuhr im seinem Stint von 17 vor auf 12 und übergab mit gutem Boxenstop an Henri Moser, der kurzzeitig mit P 10 auf Punkte-Kurs war. Nach einer Safety-Car-Phase bekam der Schweizer aber die Reifen nicht mehr warm und verlor noch zwei Ränge.

Karl Wendlinger: „Wir wollten hier in den freien Trainings Detail-Abstimmungen vornehmen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Regen verhinderte unsere Vorhaben. Dementsprechend enttäuschend war dann auch das Ergebnis im Qualifikationsrennen. Aber mit dem heutigen Tag bin ich sehr zufrieden. Denn erstmals in dieser Saison waren wir wirklich konkurrenzfähig. Jetzt hoffe ich, dass wir vor dem nächsten Rennen Ende August auf dem Nürburgring noch einen Testtag einlegen können. Der wäre in dieser Phase jetzt ganz wichtig.“

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