MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
DTM: Valencia

„Ghostracing“ – als ob sie nie gefahren wären…

David Coulthard und Renger van der Zande starteten nach einem Ausschluss nach dem Qualifying unter Berufung, jetzt verlieren sie ihre Rennplätze.

Renger van der Zandes Befürchtung hat sich bewahrheitet. Der Niederländer, der beim DTM-Lauf in Valencia als bester Mercedes-Pilot die Ziellinie als Fünfter überquert hatte, konnte sich nach dem Rennen nicht sicher sein, dass er auch tatsächlich auf Platz fünf gewertet würde. "Bisher war es nur 'Ghostracing'", sagte van der Zande.

Hintergrund: Bei den beiden Mercedes von van der Zande und David Coulthard waren bei der technischen Abnahme am Samstagabend Unregelmäßigkeiten am Heckflügel aufgefallen.

Beide Piloten wurden aus der Wertung genommen, durften nach einer Berufung durch Mercedes jedoch ihre Startplätze drei und vier im Rennen einnehmen. Coulthard landete hinter van der Zande als Sechster im Ziel.

Dieses Resultat hatte aber zunächst nur provisorischen Charakter, denn gewertet wurden die beiden Mercedes-Fahrer aber bis auf weiteres nicht. Erst wenn Mercedes seine Berufung gegen den Wertungsausschluss auch schriftlich begründet, kann eine Entscheidung vor einem spanischen Sportgericht fallen. Jedoch hat es Mercedes offenbar versäumt, diese schriftliche Begründung fristgerecht einzureichen...

Somit kommt es nicht zum befürchteten wochenlangen Hickhack, das womöglich erst nach dem Saisonfinale in Hockenheim ein Ende gefunden hätte. Coulthard und van der Zande finden in der Wertung des Valencia-Rennens keine Berücksichtigung - so als seien sie nie gefahren. Das ist für die beiden "Geisterfahrer" besonders bitter, schließlich wären die Plätze fünf und sechs die jeweils besten Resultate ihrer bisherigen DTM-Karriere gewesen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

DTM: Valencia

Weitere Artikel:

Hyperpole 24h Le Mans 2026

Caddy-Bestzeit gestrichen - BMW auf Pole!

Jack Aitken verliert die Hyperpole bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 wegen Boxenvergehen - LMDh in der Startaufstellung vorn - Aston-Pole in LMGT3

GP von Monaco: Qualifying

Antonelli holt Monaco-Pole!

So lief das Qualifying in Monte Carlo: Max Verstappen griff nach Platz 1, Lewis Hamilton mischte voll mit - aber am Ende setzte sich wieder Kimi Antonelli durch

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.