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Motorrad-WM: Assen

Lorenzos Knochen mit Titanplatte fixiert

Keine 48 Stunden nach seinem Schlüsselbeinbruch sitzt Jorge Lorenzo im Warmup der Dutch TT wieder auf seiner Yamaha und dreht elf Runden.

Fotos: motogp.com

Am Samstagmorgen waren in Assen alle Augen auf die Yamaha-Box gerichtet: Jorge Lorenzo stellte sich um 8:00 Uhr in der Früh einem medizinischen Check und bestand.

Die Ärzte gaben dem Weltmeister grünes Licht für die Teilnahme am Warmup, allerdings muss er sich nach dem Aufwärmtraining erneut untersuchen lassen. Erst dann wird über eine Startfreigabe entschieden.

Am Donnerstag hatte sich Lorenzo bei einem Hochgeschwindigkeitssturz das linke Schlüsselbein gebrochen.

In der Nacht auf Freitag wurde der Knochen mit einer Titanplatte und acht Schrauben fixiert. Freitagnachmittag war er zurück in Assen und am Samstag saß er wieder auf seiner Yamaha. Und Lorenzo fuhr, als wenn nichts gewesen wäre. Er drehte elf Runden und reihte sich an der achten Position ein. Sein Rückstand auf Teamkollege Valentino Rossi, der in 1:35,803 Minuten die Bestzeit aufstellte, betrug 0,711 Sekunden. Wenn Lorenzo nun den nächsten Check der Ärzte besteht, dann warten am Nachmittag 26 Runden auf den Spanier.

Hinter Rossi reihte sich Marc Marquez als Zweiter ein. Auch der Honda-Werksfahrer fährt nach seinem Sturz am Freitagvormittag mit einem gebrochenen kleinen Finger der rechten Hand und einer gebrochenen großen Zehe am rechten Fuß. Der Rookie war lediglich um eine Tausendstelsekunde langsamer als Rossi. Auf dem dritten Platz reihte sich Pole-Setter Cal Crutchow (Tech-3-Yamaha/+0,033 Sekunden) ein.

Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda/+0,547) startete den Renntag mit der fünftschnellsten Zeit. Er war einen Tick langsamer als Dani Pedrosa (Honda/+0,491), der Vierter wurde. Hinter Bradl folgt Aleix Espargaro (Aspar/+0,576), der mit der CRT-Aprilia erneut eine starke Leistung zeigte. Die Top 10 rundeten Nicky Hayden (Ducati/+0,668), Lorenzo, Alvaro Bautista (Gresini-Honda/+0,753) und Karel Abraham (Cardion/+1,063) ab. Andrea Dovizioso wurde mit der zweiten Werks-Ducati Zwölfter.

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