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WEC: Shanghai

Wurz enttäuscht

Alex Wurz ist nach dem zweiten Platz in Shanghai enttäuscht – jetzt bleibe ihm und Toyota noch ein Lauf, um endlich den Sieg zu holen.

Toyota sah beim Sechs-Stunden-Rennen der WEC in China lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Zunächst konnten sich Lapierre/Wurz an der Spitze ein gutes Polster verschaffen, später fuhren Buemi/Sarrazin/Davidson lange Zeit an der Spitze. Mit einem Sieg wurde es allerdings nichts. Das Fahrzeug mit der Startnummer 8 fiel nach einem Aufhängungsschaden aus, das Schwesterauto verlor den Kampf um den Rennerfolg wegen eines platten Reifens.

"Wir haben lange darauf gewartet, aber heute war es soweit: Wir konnten endlich unsere Performance mit dem neuen Aerodynamikpaket unter Beweis stellen", rückt Teampräsident Yoshiaki Kinoshita die positiven Aspekte in den Vordergrund. "Der Plattfuß kam zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Wenn so etwas zu Beginn des Rennens passiert, dann kann man strategisch noch darauf reagieren. Wenn es spät passiert, dann kann man nur noch Schadenbegrenzung betreiben."

"Das Rennen war enttäuschend", sagt Alexander Wurz. "Im letzten Stint mussten wir wegen des Plattfußes die falschen Reifen aufziehen, weil wir einen Satz mehr brauchten als geplant. Es war mir schon klar, dass es dann schwierig würde. Ich hatte gehofft, dass die Strecke schneller abkühlt. Ich konnte das Auto mit der Startnummer 1 nicht hinter mir halten. Wir sind zum Ende der Saison in guter Form. Ein Rennen bleibt uns noch, um noch einen Sieg zu holen."

"Zu Beginn war alles gut. Wir waren schnell, hatten einen guten Vorsprung und waren in Sachen Strategie perfekt aufgestellt", blickt Nicolas Lapierre nach Rang zwei zurück. "Dann gab es den Reifenschaden, der ausgerechnet zu Beginn einer Runde auftrat. Es hat viel Zeit gekostet, das Auto an die Box zu bringen. So ist es manchmal im Rennsport. In Sachen Performance war es wohl unser bisher stärkstes Wochenende, aber wir haben nicht gesiegt. Es bleibt noch die Chance in Bahrain."

Das Schwesterauto war zu Beginn des letzten Renndrittels in Führung liegend plötzlich zur Box gekrochen. "Wir hatten es unter Kontrolle, ich bin konservativ gefahren. Beim Anbremsen der sechsten Kurve brach irgendetwas an der Aufhängung. Ich habe es zurück zur Box geschafft, aber es war leider nicht reparabel. Es ist eine große Enttäuschung. Wir hätten hier einen sauberen Sieg holen können. Manchmal trifft es einen wirklich hart. Es sollte heute wohl nicht sein", sagt Davidson.

"Wir haben bis zu unserem Problem die meiste Zeit geführt. Die Performance war gut und zeigt, dass wir schöne Fortschritte gemacht haben", kommentiert Sebastien Buemi. "Wir hätten hier ohne Probleme gewinnen können. Ich bin enttäuscht, aber solche Dinge können passieren. Hoffentlich können wir in Bahrain einen schönen Abschluss feiern." Der Schaden wird derzeit von Toyota untersucht. Möglicherweise war der Bruch der Aufhängung eine Folge eines Kontaktes mit einem Konkurrenten in der Frühphase des Rennens.

"Es war ein großartiges Wochenende, wenn man mal von den letzten 90 Minuten absieht", meint Stephane Sarrazin. "Im Qualifying war es gut, wir hatten ein richtig gutes Tempo. Im Vergleich zu Audi haben wir uns seit Jahresbeginn erheblich gesteigert. Das Rennen anzuführen, war klasse. Es ist schade, dass später das Problem auftrat. Das Team hat einen guten Job gemacht. Das Auto war schnell, meine Kollegen bestens unterwegs. Leider haben wir den verdienten Sieg nicht bekommen."

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