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F3-EM: Pau

Auer Zweiter hinter Ocon

Der Formel 3-Tabellenführende und Lokalmatador Esteban Ocon gewann den ersten Lauf in Pau, der Lucas Auer belegte vor Max Verstappen Platz zwei.

Foto: fiaf3europe.com

Mit einem klaren Triumph in den Straßen von Pau baut Rookie Esteban Ocon (Prema) seine Führung in der Gesamtwertung der Formel-3-EM aus. Auf dem 2,7 Kilometer langen Stadtkurs setzte sich der Lotus-Junior vom Start weg in Führung und brachte diesen Vorteil trotz zweier Safety-Car-Phasen sicher ins Ziel.

Lucas Auer (Mücke) sah die Zielflagge als Zweiter vor Max Verstappen (Van Amersfoort), dem zweitbesten Rookie im Klassement. Für Ocon war es im siebten Saisonrennen bereits der dritte Sieg. FIA-Präsident Jean Todt überreichte den Siegerpokal persönlich.

Nachdem Ocon am Tag zuvor bereits die Pole-Position erobert hatte, nutzte er diese bei seinem ersten Auftritt in Pau, um sich am Start direkt an die Spitze zu setzen. In den folgenden Runden konnte sich der Formel-3-Neuling vom Feld absetzen, während sich seine beiden Verfolger Auer und Verstappen starke Duelle um die zweite Position lieferten. Schließlich setzte sich der routinierte Auer gegen den 16-jährigen Rookie Verstappen durch.

Hinter den ersten drei Fahrern verlor Jake Dennis (Carlin) schnell den Anschluss. Der drittbeste Rookie im Feld musste sich vielmehr gegen seinen Teamkollegen Jordan King (Carlin) verteidigen. Als Belohnung sicherte sich Dennis Platz vier in seinem ersten Formel-3-Rennen in Pau. Felix Serralles (West-Tec) holte mit dem sechsten Rang das bisher beste Ergebnis seines Newcomer-Teams. Er verwies Antonio Giovinazzi (Carlin), Edward Jones (Carlin), Richard Goddard (T-Sport) und Sean Gelael (Carlin) auf die folgenden Positionen. Der 17-jährige Indonesier Gelael holte seinen ersten Punkt in der Formel-3-EM.

Zweimal Safety-Car in Pau

Das Rennen wurde insgesamt zweimal mit dem Safety-Car neutralisiert. Bereits in der ersten Runde sorgte ein Überschlag von Alexander Toril (T-Sport), in den auch Geburtstagskind Mitch Gilbert (Fortec Mtorsports) verwickelt war, für gelbe Flaggen. Der ausrollende Italiener Michele Beretta (Eurointernational) sorgte für die zweite Safety-Car-Phase.

"Ich freue mich riesig, bei meinem Heimrennen in Frankreich ein Rennen gewonnen zu haben", sagt Ocon. "Den Start habe ich etwas verpatzt, konnte aber trotzdem in Führung gehen. Nach den beiden Restarts konnte ich Platz eins behalten und habe versucht, mir sofort einen kleinen Vorsprung aufzubauen. Diesen habe ich dann kontrolliert. Meine Erfahrung, die ich im vergangenen Jahr in Macao gemacht habe, hat mir natürlich geholfen, wenngleich die beiden Strecken natürlich nicht gleich sind."

Auer: "Tolles Duell mit Verstappen!"

Auch Auer, Zweiter hinter Ocon, zeigt sich zufrieden: "Mein Start war zwar gut, aber nicht gut genug, um die Führung zu übernehmen. Zu Beginn des Rennens war ich noch nicht so schnell, sodass Max mir folgen konnte. Das Duell mit ihm war toll und wir haben uns glücklicherweise dafür entschieden, uns gegenseitig genügend Platz zu lassen."

"Auch mir hat der Kampf mit Lucas viel Spaß gemacht", meint Verstappen, Sohn des früheren Formel-1-Piloten Jos Verstappen. "Ich wollte an ihm vorbei und musste irgendetwas probieren. Als ich in der folgenden Kurve aber auf der Außenseite der Strecke war, habe ich zurückgesteckt. Ich wollte auf keinen Fall einen Unfall riskieren, denn auch Rang drei ist ein super Ergebnis und bringt gute Punkte."

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