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Binder: "Mit Gewalt geht gar nichts!"

Bei seinem Monaco-Debüt im Vorjahr fuhr Rene Binder zweimal in die Punkteränge; er verrät, wie er sich auf den Stadtkurs vorbereitet.

Fotos: ENIK, Pellegrini (GP2 Media)

Schon im Vorjahr, bei seiner Premiere in Monte Carlo, fuhr Rene Binder gleich zweimal in die Punkteränge. Wie er sich auf seine nächste Gratwanderung an der Côte d'Azur vorbereitet, und wie er sich inzwischen als GP2-Pilot weiterentwickelt hat, verrät er im folgenden Interview, das von seiner Pressestelle zur Verfügung gestellt wurde.

Was macht für Dich die Faszination Monte Carlo aus?

Am meisten fasziniert mich die Stimmung am Abend, wenn die Leute auf den Straßen Partys feiern, wo wir ein paar Stunden später wieder mit mehr als 250 Sachen unterwegs sind. Die Atmosphäre mit all den Jachten und schönen Autos ist schon einzigartig. Man findet das nur in Monaco.

Wie schwer sind die 612 PS auf den engen Straßen zu beherrschen und welche Kurve bzw. Passage ist die fahrerisch anspruchsvollste?

Es ist auf jeden Fall ein ganz anderes Rennfahren als auf einer permanenten Strecke. Man kann insbesondere im ersten, zweiten und dritten Gang nicht einfach Vollgas geben, sondern muss das Gaspedal mit viel Feingefühl behandeln. Eine einfache Passage gibt es nicht. Jede Kurve hat seine Tücken, und wenn man die Bodenwellen und Unebenheiten nicht genau kennt, hat man ein Problem.

Die Strecke verzeiht keine Fehler. Wie bereitet man sich mental auf diese Gratwanderung vor?

Ich gehe einfach locker an die Sache heran und übertreibe es vor allem in den ersten zwei Runden im freien Training nicht. Das heißt zuerst zwei, drei Runden das Gefühl für die Nähe zu den Leitschienen bekommen und erst dann richtig Gas geben. Mit Gewalt geht auf dem Kurs rein gar nichts.

Der Grand Prix von Monaco ist auch ein Schaulaufen der Superreichen, und Du bist selbst auf eine Luxusjacht geladen. Wie wohl fühlt sich ein bodenständiger Zillertaler in dieser Glitzerwelt?

Flair und Umgebung gefallen mir, und einmal im Jahr ist das schon ein tolles Erlebnis. Um eine Jacht bin ich allerdings niemandem neidisch, die würde ich mir nicht einmal zulegen, wenn ich das Geld hätte – dann schon lieber zehn Supersportwagen.

Du bist nun seit sechs Monaten bei Arden International Motorsport. In welchen Bereichen hast Du Dich als Fahrer am stärksten weiterentwickelt?

Ich hab im letzten halben Jahr viel gelernt, vor allem fahrerisch, und verstehe nach den ersten beiden Rennen viel mehr als letztes Jahr in Bezug auf die Autoabstimmung. Im Rennen war ich immer schon gut, aber in den nächsten Rennen gilt es jetzt das Fahrer-Auto-Paket noch einmal zu verbessern, damit wir auch unter die Top 10 im Qualifying kommen.

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