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GT Sprint Series: Baku

Toller zweiter Platz von Soucek

Vanthoor/Ramos gewinnen das hoch dotierte Finale, Soucek/Adam belegen Platz zwei, Mayr-Melnhof/Winkelhock auf P3, Ragginer/Holzer werden Fünfte.

Fotos: Blancpain Sprint Series, Photo4

In nur zwei Rennen haben der Austro-Spanier Andy Soucek und Aston Martin Racing den Sprung vom Debütanten in den Blancpain Sprint Series zu einem Podestplatz beim großen Saisonfinale in Baku (Aserbaidschan) geschafft.

Vom ersten freien Training am Samstag vormittag stellten Soucek und sein Teamkollege Jonathan Adam klar, dass die Resultate von Zolder vor zwei Wochen kein Zufall waren, und dass der Aston Martin Vantage es mit den besten Autos der Meisterschaft aufnehmen kann. Im Qualifying fuhr Soucek die Bestzeit seiner Gruppe, und in der darauffolgenden „Superpole“ war er fünftschnellster.

Beim Qualifying-Rennen am Sonntag früh schoss Soucek von Startplatz fünf auf den ersten Metern bereits einen Platz nach vorne, aber nach nur einer halben Runde wurde nach einem Unfall das Safety Car auf die Piste gelassen. 15 Minuten lang war das Rennen somit neutralisiert, was Souceks vielversprechende Aufholjagd für seinen Teil des Rennens erstmal beendete. Glücklicherweise wählte das Team eine gute Boxenstrategie, und als Jonathan Adam von Soucek übernahm und aus der Boxengasse fuhr, reihte er sich auf Platz drei ein. Adam machte einen tollen „Stint“ und hielt sich stets in Schlagdistanz zum vor ihm fahrenden Lamborghini auf, dessen Position er schliesslich übernahm um als Zweiter hinter Vanthoor/Ramos ins Ziel zu kommen.

Für das Hauptrennen am Sonntag Nachmittag ging Jonathan Adam von Startplatz zwei ins Rennen. Er kämpfte in den ersten Runden bravourös und war kurz davor, den Führenden zu überholen. Die Rundenzeiten der beiden Führenden waren nahezu identisch, und die dahinter liegenden Fahrer konnten nicht mithalten, weshalb die Boxenstrategie diesmal entscheidend für den Rennsieg sein würde. Diesmal blieb eine Überraschung allerdings aus, und Soucek kam mit einem Rückstand von sieben Sekunden aus der Boxengasse. Er riskierte alles um sich wieder herankämpfen zu können, und schaffte es, den Rückstand auf den Gesamtsieger der Blancpain Endurance Series, Laurens Vanthoor (Belgien), auf weniger als drei Sekunden zu verkürzen.

Als Soucek als Zweitplatzierter in diesem prestigeträchtigen Rennen die Zielflagge sah, war der Jubel beim Team Beechdean Aston Martin groß. Die gewagte Entscheidung, nur für die letzten beiden Saisonrennen in die Serie einzusteigen, hatte sich mit einem Podestplatz ausgezahlt gemacht.

Soucek kommentiert das Resultat: “Das Wochenende lief perfekt für uns, darauf sind wir sehr stolz. Ich habe nur Worte des Dankes für Beechdean und Aston Martin Racing weil sie so ernsthaft darauf gesetzt haben, in dieser Serie anzutreten. Als Debütanten war unser Auto von Anfang an in puncto Leistung und Handhabung den besten Wagen der Serie mindestens ebenbürtig."

"Mein Teamkollege und ich haben stets alles gegeben, und mit diesem Podestplatz haben wir unsere Arbeit von Zolder zu Ende bringen können, wo wir in einigen Momenten des Wochenendes Pech hatten und das Podest deshalb ausser Reichweite blieb. Dieses Auto kann mit dem Rückhalt dieses Teams auch in Zukunft noch viel Grund zur Freude bieten.“

Die weiteren Österreicher

Auf Platz drei landete mit Niki Mayr-Melnhof ein weiterer Österreicher, der gemeinsam mit dem früheren Formel 1-Piloten Markus Winkelhock einen Audi R8 LMS Ultra des Phoenix Racing Teams pilotierte.

Der Salzburger Martin Ragginger konnte mit Marco Holzer den Porsche 997 GT3 R von Schütz Motorsport auf Platz fünf pilotieren.

Die Piloten des österreichischen Grasser Racing Teams, der Österreicher Hari Proczyk und Jeroen Bleekemolen, sahen keine Zielflagge, da der Lamborghini Gallardo den Belastungen des Straßenkurses von Baku nicht standhielt. Proczyk und Bleekemolen mussten sich somit mit dem zweiten Platz der Wertung hinter Buhk/Götz zufrieden geben.

Das gleiche Schicksal ereilte Norbert Siedler und Richard Westbrook im Trackspeed Porsche, Dominik Baumann wurde schon in der ersten Runde des Qualifying-Rennens in eine Kollision verwickelt, der BMW des Schuberth-Teams wurde dabei massiv in Mitleidenschaft gezogen.

Das Ergebnis des Hauptrennens in Baku finden Sie im Menü rechts oben.

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