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24h-Series: Paul Ricard

Vater und Sohn Steffny gemeinsam am Stockerl

Beim 24-Stunden-Rennen in Paul Ricard nehmen die Steffnys einige Pokale mit nach Hause. Eigentlich war der Einsatz von Michael nicht geplant...

Fotos: Steffny

Ist der Sohn im Pech, springt ganz einfach der Herr Papa ein – nach diesem Motto holten Michael und Georg Steffny beim 24-Stunden-Rennen von Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet gleich zwei Stockerlplätze in ihrer Klasse. Während der BMW M235i Racing Cup des österreichischen Teams Mission Possible mit dem 27-jährigen Salzburger Georg Steffny nach langer Klassenführung durch eine Zeitstrafe und einen nächtlichen Unfall auf Rang drei zurückgeworfen wurde, holte stattdessen das Schwesterauto des Teams Sorg Rennsport den Sieg in der Cup 1-Klasse. Wie gut, dass mit Vater Michael auch hier ein Steffny hinterm Steuer saß. Dabei war der Renneinsatz des Histo Cup-Erfinders erst kurzfristig und ungeplant zustande gekommen. 

Unverhofft kommt oft: Eigentlich war Histo Cup-Organisator Michael Steffny „nur" als Unterstützung seines Sohnemanns Georg mit nach Le Castellet in Südfrankreich gereist. Als Mitglied des rot-weiß-roten Teams „Mission Possible" nahm dieser auf dem berühmten Circuit Paul Ricard am international besetzten 24-Stunden-Rennen teil. Der 27-jährige amtierende Champion der heimischen BMW 325 Challenge teilte sich das Cockpit des nagelneuen BMW M235i Racing Cup mit der Startnummer 67 mit dem im Rollstuhl sitzenden Gustav Engljähringer, Martin Niedertscheider, Gerald Gaitzenauer und dem jungen Polen Matej Deszler.

Doch dann fiel im Schwesterauto mit der Startnummer 70 – einem baugleichen BMW M235i Racing Cup – ungeplant ein Fahrer aus. Diese Gelegenheit ließ der erfahrene Racer Michael Steffny natürlich nicht ungenützt verstreichen und sprang spontan als Fahrer für das Team Sorg Rennsport ein.

Es folgte Motorsport auf höchstem Niveau: In den ersten Rennstunden setzten sich die Pole Setter von Team Mission Possible in der Cup 1-Klasse auf Anhieb in Führung und verteidigten diese auch mehrere Stunden. Doch dann folgte zunächst eine Zeitstrafe wegen Überschreitens des Tanklimits. Zusätzlich sorgte eine Kollision während eines Nachtstints für eine lange Reparatur-Pause an der Box. Gegen Rennende konnte das Team mit der Startnummer 67 noch viel der verlorenen Zeit aufholen, am Ende reichte es für Rang drei in der Klasse bzw. Gesamtplatz 34.

Stattdessen sprang das Team Sorg Rennsport mit Daniel Sorg, Felix Stephan, Nicolas Griebner, Thomas Müller und Michael Steffny am Steuer ein: Nach exakt 500 Runden bzw. 24 Stunden holte der BMW M235i Racing Cup mit der Startnummer 70 den Klassensieg sowie Gesamtplatz 25 – und sorgten damit in Person von Michael Steffny für einen österreichischen Klassensieger beim Langstrecken-Klassiker in Südfrankreich.

„Die Mannschaften beider Autos haben einen sensationellen Job gemacht, doch die wahren Sieger sind bei einem Langstreckenrennen immer die Mechaniker, ohne die wir kaum die Zielflagge gesehen hätten", freute sich Michael Steffny über das unverhofft erfolgreiche Langstrecken-Abenteuer in Südfrankreich.

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