MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
GP2: Sotschi

„Ab sofort wieder volle Konzentration auf die GP2 in Sotchi!“

Nach seinem erfolgreichen Gaststart in der Renault Word Series am Nürburgring richtet der 23-jährige Tiroler seinen Fokus nun wieder auf die GP2 und Sotchi.

Fotos: Pellegrini

Hinter Rene Binder liegen zwei erfolgreiche Wochenenden auf historischen Rennstrecken. Nach dem starken Einstand bei MP Motorsport im königlichen Park von Monza (P10/P8) legte der 23-jährige Zillertaler am Nürburgring gleich noch einen 8. Platz bei seinem Gaststart in der Renault World Series nach.

Frage: Wie hast Du dieses Rennwochenende am Nürburgring in der Konkurrenzserie der GP2 erlebt?

Rene: „Die Unterschiede zwischen den Autos sind wesentlich größer als ich erwartet hatte, was in erster Linie an den Reifen liegt. Ich kann hier nicht auf Details eingehen, aber das World Series Fahrzeug erfordert einen komplett anderen Fahrstil, wobei das GP2 Auto durch die enorme Motorleistung körperlich doch etwas anspruchsvoller ist. Für mich war dieser Gaststart für Pons Racing, wo ich F1 Fahrer, Roberto Merhi, ersetzt habe, auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und ich denke, dass wir mit dem achten Platz auch alle zufrieden sein können.“

Frage: Was alle überrascht hat, war Deine starke Pace im Regen

Rene Binder: „Es war ein sehr schwieriges Rennen, in dem es zuerst einmal darum ging, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich war am Anfang auf den falschen Reifen unterwegs (Anm. Regenreifen), habe dann aber zum perfekten Zeitpunkt den Boxenstopp eingelegt und in den letzten Runden auf Slicks im leichten Regen ähnliche Rundenzeiten fahren können wie die Topleute. Ich glaube, unser Auto war im Nassen auch grundsätzlich besser als im Trockenen.“

Frage: Es sind trotz typischen Eifelwetters sehr viele Zuschauer an den Nürburgring gekommen und haben dort wieder Motorsport zum Anfassen erlebt

Rene Binder: „Die World Series hat einiges zu bieten, von dem wir uns in der GP2 eine Scheibe abschneiden könnten. Wenn ich daran denke, dass wir im Schnitt nur 6 Gäste ins Paddock holen können, ist der freie Fahrerlagerzugang bei den World Series Events natürlich eine tolle Sache. Trotzdem heißt es für mich ab sofort wieder volle Konzentration auf die nächsten GP2 Rennen in Sotchi, wo ich mit MP Motorsport an die Ergebnisse von Monza anknüpfen möchte.“

Frage: Was kann man aus dem Autodromo Nazionale in den Olympiapark mitnehmen?

Rene Binder: „Die Rennstrecken sind grundverschieden. Monza ein Highspeed-Kurs und Sotchi eine sehr technische Strecke, die mir grundsätzlich aber genauso liegt. Wir arbeiten einfach ruhig und konzentriert weiter.“

Stichwort Zukunft: Man hört, dass Renault aus der World Series aussteigt und in Zukunft offizieller Motorenpartner einer Formel 2 wird, die wiederum aus der GP2 hervorgehen soll. Wäre das eine Option für Dich?

Rene: „Die ‚Marke‘ Formel 2 hat natürlich einen ganz anderen Bekanntheitsgrad und wenn das Gesamtpaket stimmt, könnte ich mir das sicher vorstellen. Warten wir einmal ab, was die nächsten Monate bringen. Früher oder später werde ich vielleicht auch einmal ein FIA WEC Rennen in einem Prototypen bestreiten.“

News aus anderen Motorline-Channels:

GP2: Sotschi

Weitere Artikel:

Bei sommerlichen Temperaturen behält George Russell einen kühlen Kopf und siegt erstmals seit dem Saisonauftakt - Aufholjagd von Max Verstappen reicht nicht

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

Paukenschlag: Messfehler offiziell bekannt

Messfehler: FIA lässt Alpine-Antrag zu

Alpine hat im Kampf gegen die Monaco-Strafen den ersten Etappensieg erzielt: Der Antrag auf Überprüfung ist genehmigt - FOM gibt sogar schon eine Ungenauigkeit zu

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

Toyota bricht den Fluch und holt den ersehnten sechsten Le-Mans-Sieg gegen große Werke - BMW und Cadillac machen es bis zum Schluss spannend