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DTM: Zandvoort

Jamie Green siegt – Mercedes trauert

Audi-Pilot Jamie Green gewinnt das Sonntagsrennen der DTM in Zandvoort vor Gary Paffett und Edoardo Mortara – Drama um Robert Wickens und Christian Vietoris.

Jamie Green hat sich im Titelkampf zurückgemeldet! Der Brite gewann das zweite Rennen in Zandvoort von der Pole-Position aus und liegt nun mit 98 Punkten auf dem zweiten Platz in der Meisterschaft hinter BMW-Pilot Marco Wittmann (105 Punkte), der das Rennen auf Rang vier beendete. Neben Green standen Gary Paffett (ART-Mercedes) und Edoardo Mortara (Abt-Audi) auf dem Podium. Großes Pech hatte Samstagssieger Robert Wickens (HWA-Mercedes), der lange Zeit auf dem zweiten Platz lag.

"Im ersten Stint waren Robert und Gary da, sie waren ganz groß in meinem Rückspiegel", berichtet Green, der in den ersten 20 Minuten des Rennens mächtig unter Druck stand. Wickens zeigte sich sogar einmal neben Green, doch der Audi-Pilot machte sich breit und konnte die Führung behalten. "Ich habe mir gedacht, dass es heute hart wird, den Sieg zu holen", gesteht Green.

"Aber nach dem Boxenstopp waren meine Reifen und meine Pace besser. Ich habe den Vorsprung kontrolliert, die Lücke war immer konstant", so der Brite, der im Ziel fast zehn Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Paffett hatte. "Es war für mich das bisher beste Wochenende des Jahres. Mein Team hat einen großartigen Job gemacht, das Auto war perfekt", freut sich der Mercedes-Pilot.

Mortara profitiert von Mercedes-Drama

Ein Drama spielte sich um Wickens und seinen Markenkollegen Christian Vietoris ab. In der Schlussphase des Rennens, als alle Piloten ihre Positionen eigentlich schon bezogen hatten und Wickens auf Rang zwei lag, rutschte der Kanadier mit einer Reifenpanne ins Gras. Er musste ein zweites Mal an die Box kommen und beendete das Rennen durch den unfreiwilligen Stopp nur auf Rang 16.

Kurios: Kurze Zeit später wurde auch Vietoris langsam - ebenfalls aufgrund einer Reifenpanne. Der Deutsche lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei und steuerte auf seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes zu. Nutznießer war Mortara, der durch die Mercedes-Probleme von Rang fünf noch bis auf das Podium nach vorne gespült wurde. In der Meisterschaft liegt der Italiener mit 88 Punkten auf Rang drei weiterhin in Schlagdistanz.

"Heute hatten wir etwas Glück", gesteht Mortara und ergänzt: "Aber du brauchst natürlich auch ein Auto, das gut mit den Reifen umgeht. Ich glaube, dass wir vielleicht etwas mehr Spielraum hatten als die Mercedes vorne. Sie waren superschnell. Gestern hatten wir Pech mit der Strafe, aber heute hatten wir Glück. Insgesamt war es ein positives Wochenende." Spitzenreiter Wittmann erbte durch die Probleme am Ende Rang vier.

Kollisionen im Mittelfeld

Dahinter sortierten sich Nico Müller (Abt-Audi), Timo Glock (RMG-BMW) und Mattias Ekström (Abt-Audi) ein. Die Top 10 komplettierten Paul di Resta (HWA-Mercedes), Lucas Auer (Mücke-Mercedes) und Tom Blomqvist (RBM-BMW). Pech für Martin Tomczyk (Schnitzer-BMW): Er kämpfte lange um Punkte, ging als Elfter aber am Ende leer aus. Daniel Juncadella (HWA-Mercedes) musste aus der Box starten und kämpfte sich noch bis auf Rang zwölf nach vorne.

Augusto Farfus (MTEK-BMW) wurde 13. Er bekam zu Beginn des Rennens eine Durchfahrtsstrafe, weil er Timo Scheider (Phoenix-Audi) von der Strecke gedrückt hatte. Neben Scheider und Vietoris sahen auch Maxime Martin (RBM-BMW), Maximilian Götz (HWA-Mercedes) und Miguel Molina (Abt-Audi) die Zielflagge nicht. Der Spanier schied nach einer Berührung mit Antonio Felix da Costa (Schnitzer-BMW) aus, der zuvor auch schon mit Esteban Ocon (ART-Mercedes) kollidiert war.

Rookie Rene Rast (Rosberg-Audi) beendete das Rennen auf dem 19. und letzten Platz. Zu Beginn mussten alle Piloten kurzzeitig auf das DRS verzichten, weil es ein technisches Problem mit dem System gab. Die Zeitnahme übermittelte die Abstände zwischen den Fahrzeugen nicht. Die DTM geht nun in eine Sommerpause und meldet sich am 20. und 21. August mit den beiden Rennen in Moskau zurück.

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