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WEC: Austin

Audi mit Rekordrunde im Abschlusstraining

Loic Duval fährt in Austin einen neuen LMP1-Rekord und untermauert die Favoritenstellung von Audi – Aston Martin meldet sich in der GTE-Pro.

Audi behält am Rennwochenende der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Austin eine weiße Weste. Die Ingolstädter, die sich bereits am Freitag in den Trainings bei Sonne und Hitze sowie im zweiten Durchgang bei Dunkelheit die Bestzeiten geholt hatten, waren auch bei wolkig-warmen Bedingungen am Freitagmittag am schnellsten. Loic Duval fuhr im R18 mit der Startnummer 8 in 1:45.719 Minuten einen neuen LMP1-Rekord auf dem Circuit of The Americas (CoTA).

Für alle Teams stand in der einstündigen Session die Vorbereitung des Qualifyings im Vordergrund. Entsprechend wurden die Piloten von der Leine gelassen. Duval nutzte in der Frühphase des Trainings eine freie Runde für die Fahrt an die Spitze. Der Vorsprung hielt sich aber - wie schon am Donnerstag - in Grenzen. Über eine Runde sind die beiden Volkswagen-Marken Audi und Porsche nahezu gleichauf.

Mit geringen Rückständen kamen die beiden Porsche 919 von Brendon Hartley (2./+ 0,332) und Romain Dumas (3./+ 0,361) auf die Ränge zwei und drei, dahinter konnte Andre Lotterer (4./+ 0,573) den Anschluss halten. Der Audi mit der Startnummer 7 stand im Zentrum der einzig ungewöhnlichen Situation der Session. In einem schnellen Streckenabschnitt geriet Benoit Treluyer ins Gehege der Larbre-Corvette. Nach einem seitlichen Kontakt endete das GTE-Am-Auto in einem Dreher.

Toyota wird wohl auch in Austin kaum Chancen auf die Pole-Position haben. Die beiden TS050 der Japaner kamen mit einem Rückstand von gut einer Sekunde auf die Plätze fünf und sechs. Toyota setzt wieder auf das üblich gute Renntempo. Auf den Longsruns im Training war man gut unterwegs. "Der Schlüssel wird sein, zur richtigen Zeit auf den richtigen Reifen zu setzen", sagt Technikchef Pascal Vasselon. Lächelnd fügt er an: "Wir haben da schon ein sehr konkretes Bild und werden gut aufgestellt sein."

Die privaten LMP1-Teams von Rebellion und ByKolles sehen auf der Aero-lastigen Strecke in Austin kein Land. Mit einem Rückstand von rund sieben Sekunden konnten sich die Schweizer gegen die Mannschaft aus Greding (8,5 Sekunden zurück) durchsetzen. In der LMP2-Klasse war Roberto Merhi (Manor-Oreca) einen Hauch schneller als Bruno Senna (RGR-Ligier) und Rene Rast (G-Drive-Oreca).

In der GTE-Szene hat Aston Martin nun doch noch einmal den Hammer ausgepackt. In 2:03.368 Minuten war Nicki Thiim fast eine Sekunde schneller als der Rest der Welt. Es scheint, das die veränderte Einstufung (der Vantage hat einen 0,4 Millimeter kleineren Restriktor) kaum Auswirkungen hat. Man darf allerdings gespannt sein, wie viel die Turboautos von Ford und Ferrari zum Qualifying noch zulegen können. In der Amateurklasse markierte Kevin Estre (Proton-Porsche) die Bestzeit.

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