MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Carrera Cup Deutschland: Nürburgring

Ammermüller siegt in der Eifel

Der Meisterschaftskampf im Carrera-Cup Deutschland spitzt sich zu: Michael Ammermüller siegt, Engelhart macht Punkte gut – Rettenbacher Zehnter.

Fotos: Porsche

Im Porsche Carrera Cup Deutschland wird es drei Läufe vor Saisonende nochmal richtig spannend. Am Samstag siegte der Deutsche Michael Ammermüller vor Christian Engelhart und Nicholas Yelloly auf dem Nürburgring. Der Meisterschaftsführende Sven Müller belegte nach zehn Siegen in den vergangenen Rennen nur Platz acht. Damit liegt der Porsche-Junior in der Gesamtwertung nur noch 14 Punkte vor Engelhart.

Ammermüller, der an diesem Wochenende erstmals im 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup für das KÜS Team75 Bernhard an den Start ging, zeigte sich zufrieden: "Das Rennen ist perfekt gelaufen. In den ersten Runden musste ich extrem aufpassen, dass ich keinen Fehler mache. Am Ende war der Abstand größer und dank eines guten Setups wurde mein Auto immer schneller. Teameigner Timo Bernhard ist Le-Mans-Gewinner und da dachte ich mir schon, dass mein Auto super ist", sagte Ammermüller mit einem Schmunzeln.

Das Qualifying am Samstagmorgen entwickelte sich zum Krimi für das Team von Konrad Motorsport. Müller fuhr sowohl für das Samstags- als auch für das Sonntagsrennen die schnellste Rundenzeit, doch sein Fahrzeug wurde beim anschließenden Routinecheck als nicht reglementkonform befunden. Damit muss der 24-jährige Konrad-Pilot in beiden Rennen vom letzten Platz starten.

Am Samstagnachmittag ging deshalb Ammermüller von der Pole-Position ins Rennen und münzte diesen Vorteil in eine souveräne Führung um. Nach einem gelungenen Start setzte sich der Bayer über 17 Runden kontinuierlich von seinen Verfolgern Engelhart und Yelloly ab, um die Ziellinie mit einem Vorsprung von sechs Sekunden zu überqueren. "In den ersten Runden war ich an Michael noch dran, doch dann ist er weggezogen und ich musste mich nach hinten verteidigen. In der Meisterschaft habe ich entscheidenden Boden gut gemacht. Im Sonntagsrennen wird es garantiert spannend", sagte Engelhart.

Der Brite Yelloly stand im Porsche Carrera Cup Deutschland erstmals auf dem Podium und freute sich über Platz drei: "Das war ein aufregendes Rennen für mich. Aber ich muss sagen, dass die Zweikämpfe total fair abliefen und ich am Ende froh bin, dass ich Platz drei so gut verteidigen konnte." Als Vierter sicherte sich der Schweizer Jeffrey Schmidt wichtige Punkte und lieferte sich auf den letzten Metern ein sehenswertes Duell mit dem Australier Nick Foster, der mit einem Abstand von 15 Tausendstel Platz fünf belegte.

David Kolkmann beendete das Rennen auf Rang sechs vor Porsche-Junior Dennis Olsen. "Das Rennen verlief für mich nicht optimal und mit dem Resultat bin ich nicht ganz zufrieden. Mein Ziel ist es, mir die Rookiemeisterschaft zu sichern und mit dem Team Lechner Huber Racing die Teamwertung zu gewinnen. Daran arbeite ich", sagte Olsen, der am Sonntag nur noch einen Punkt benötigt, um Rookie-Champion zu werden.

Hinter Olsen platzierte sich Müller, dem eine Aufholjagd von Platz 16 auf Position acht gelang. "Auf der Strecke konnte ich alle negativen Gedanken ausblenden und mir ein paar gute Zweikämpfe liefern. Ich musste allerdings in den ersten Runden aufpassen, dass ich in keine Kollisionen verwickelt werde. Auch wenn ich lieber volle Punktzahl mitgenommen hätte, muss ich mich mit der Situation abfinden. Für Zuschauer und Fans kommt es in Hockenheim zum Showdown. Ich hoffe, dass ich am Ende die Nase vorn habe", sagte Müller. In der Gesamtwertung liegt Müller nach 13 von 16 Läufen mit 229 Punkten auf Platz eins. Engelhart folgt dahinter mit 215 Zählern. Olsen hat 191 Punkte auf seinem Konto.

Der 14. Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland wird am Sonntag um 11.40 Uhr ausgetragen.

Rennergebnis 13. Lauf:
1. Michael Ammermüller (D/KÜS Team75 Bernhard)
2. Christian Engelhart (D/MRS GT-Racing)
3. Nicholas Yelloly (GB/Rookie Team Deutsche Post by Project 1)
4. Jeffrey Schmidt (CH/Team Lechner Huber Racing)
5. Nick Foster (AUS/Konrad Motorsport)
6. David Kolkmann (D/Rookie Team Deutsche Post by Project 1)
7. Dennis Olsen (N/Team Lechner Huber Racing)
8. Sven Müller (D/Konrad Motorsport) 
9. Nico Menzel (D/Rookie Team Deutsche Post by Project 1)
10. Luca Rettenbacher (A/Konrad Motorsport)
11. Philip Morin (S/Team Lechner Huber Racing)
12. Wolf Nathan (NL/Team Huber Lechner Racing)
13. Wolfgang Triller (D/Team Huber Lechner Racing)
14. Dylan Pereira (LUX/MRS GT-Racing)
15. Marek Böckmann (D/KÜS Team75 Bernhard)
16. Richy Müller (D/Rookie Team Deutsche Post by Project 1)

Rookie-Wertung
1. Dennis Olsen (N/Team Lechner Huber Racing), 191 Punkte
2. Luca Rettenbacher (A/Konrad Motorsport), 131 Punkte
3. David Kolkmann (D/Rookie Team Deutsche Post by Project 1), 125 Punkte

News aus anderen Motorline-Channels:

Carrera Cup Deutschland: Nürburgring

Weitere Artikel:

Horner über F1-Comeback

Horner liebäugelt mit Ferrari

Eigentlich will Christian Horner nur noch als Anteilseigner in die Formel 1 zurückkehren, bei Ferrari würde der 52-Jährige aber eine Ausnahme machen

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs

Offiziell: Hadjar bleibt

Isack Hadjar verlängert bei Red Bull

Red Bull schafft Klarheit für 2027: Isack Hadjar bleibt Teamkollege von Max Verstappen - Teamchef Laurent Mekies erklärt die Entscheidung

Antonelli-Express rollt weiter

Glücklicher Sieg bei Madrids F1-Premiere

Weil ein unglückliches Boxenstopp-Timing bei McLaren Lando Norris den Sieg kostet, triumphiert Kimi Antonelli beim Grand Prix von Spanien 2026

GP von Aserbaidschan: Qualifying

Nach Antonelli-Crash: Russell holt Baku-Pole

Während Max Verstappen und Kimi Antonelli auslassen, nutzt George Russell im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2026 die Gunst der Stunde

Abrechnung mit Marko & Jos

"Musste ständig Scheiße aufwischen"

Christian Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko und Jos Verstappen ab - Ralf Schumacher kritisiert das scharf: "Man kartet nicht so nach"