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WSBK: Katar

Davies gewinnt - Rea ist Weltmeister

Jonathan Rea reicht ein zweiter Platz in Katar, um sich zum zweiten Mal in Folge zum WSBK-Champion zu krönen - Davies baut Siegesserie weiter aus.

Foto: Twitter

Jonathan Rea ist Superbike-Weltmeister 2016! Der Brite, dem beim ersten Rennen in Katar lediglich noch zwei Punkte zum vorzeitigen Titelgewinn fehlten, beendete den vorletzten WM-Lauf des Jahres auf dem Losail International Circuit auf dem zweiten Platz und ist damit zum zweiten Mal in seiner Karriere Weltmeister. Zudem ist er der erste Pilot seit Carl Fogarty im Jahr 1999, der seinen Titel in der Superbike-WM (WSBK) erfolgreich verteidigen konnte. Der Sieg ging derweil an Chaz Davies (Ducati).

"Jonathan hat in den ersten Runden Druck gemacht", berichtet Davies und ergänzt: "Die Pace war unglaublich. Wir fuhren tiefe und mittlere 57er-Zeiten. Das ist hier auf einem Superbike sehr schnell! Da war ich schon ziemlich überrascht. Außerdem war ich mir nicht sicher, wie sich diese schnellen Runden später auf die Reifen auswirken. Aber ich habe es nach Hause gebracht."

Theoretisch hätte Rea sich im Samstagsrennen sogar einen Ausfall leisten können, weil sein WM-Rivale und Teamkollege Tom Sykes nicht über Platz vier hinauskam. Der Champion von 2013 hätte jedoch auf jeden Fall gewinnen müssen, um seine Chancen auf den Titel aufrechtzuerhalten. Nun muss der Brite sich sogar Sorgen um den Vizetitel machen, denn Seriensieger Davies rückte bis auf sieben Punkte an ihn heran.

Für den Ducati-Piloten war es bereits der fünfte Sieg in Folge. Er startete von Platz drei und schoss direkt beim Start an die Spitze des Feldes. Anschließend konnte lediglich Rea mit ihm mithalten, doch der alte und neue Weltmeister kam nicht vorbei und ließ den Kontakt wenige Runden vor Ende schließlich abreißen. Der letzte Platz auf dem Podest ging dahinter an Sylvain Guintoli, der Yamaha damit den ersten Podiumsplatz in diesem Jahr bescherte.

"Es war ein schwieriges Jahr, ganz besonders für mich", erklärt Guintoli, der 2016 mehrere Rennen wegen einer Verletzung verpasste. "Ich musste mich die meiste Zeit des Jahres erholen. Es dauerte, bis ich meinen Speed und Rhythmus wiederfinden konnten. Heute fühlte es sich gut an, ich hatte eine Menge Spaß. Es war ein gutes Rennen. Nach diesem Jahr ist das erste Podium für Yamaha symbolisch und sehr wichtig für mich."

Der Franzose setzte sich im Kampf um Rang drei gegen Nicky Hayden (Honda) durch, der seinen zweiten Startplatz nicht in ein Top-3-Ergebnis verwandeln konnte und am Ende sogar noch von Sykes überholt wurde. Die Top 10 komplettierten dahinter Xavi Fores (Barni-Ducati), Alex Lowes (Yamaha), Jordi Torres (Althea-BMW), Michael van der Mark (Honda) und Lorenzo Savadori (Ioda-Aprilia).

Markus Reiterberger (Althea-BMW) sah die Zielflagge ebenso wie Davide Giugliano (Ducati) nicht. Die weiteren Punkte gingen auf den Plätzen elf bis 15 währenddessen an Leon Haslam (Pedercini-Kawasaki), Raffaele de Rosa (Althea-BMW), Alex de Angelis (Ioda-Aprilia), Roman Ramos (Kawasaki) und Joshua Brookes (Milwaukee-BMW). Das letzte Rennen der WSBK-Saison 2016 startet am Sonntag um 9:00 Uhr MEZ (21:00 Uhr Ortszeit).

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