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Motorrad-WM: Sepang

Valentino Rossi sichert sich Vize-WM

Valentino Rossi freut sich über die Vizeweltmeisterschaft - Aber der Superstar blickt auch kritisch auf seine Saison zurück: „Nicht ganz zufrieden“.

Fotos: Twitter

Valentino Rossi kämpfte beim Regenrennen in Malaysia wie ein junger Löwe. Während Fahrer wie Andrea Iannone, Marc Marquez oder Cal Crutchlow stürzten, versuchte der Altmeister alles, um wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren. Schließlich musste er sich Landsmann Andrea Dovizioso (Ducati) geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz sicherte Rossi dennoch Rang zwei in der Weltmeisterschaft gegen seinen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo ab.

"Es ist ein gutes Ergebnis, ich bin recht zufrieden", lacht der 37-Jährige. "Wenn man ich einen Fehler gemacht hätte, dann wäre Jorge heute Zweiter geworden. In Valencia ist er immer sehr schnell." Somit ist das Stallduell entschieden. Lorenzo hatte im Regen keine Chance, ganz vorne um den Sieg mitzukämpfen und fuhr als Dritter ins Ziel. Nur direkt nach dem Start lag der Spanier vorne.

Dann übernahm Rossi die Spitze und lieferte sich ein enges Duell mit Iannone. "Ich denke, dass es vor allem zu Beginn ein gutes Rennen war", blickt Rossi auf die spannende Anfangsphase. "Ich machte mir vor dem Start Sorgen, weil viel Wasser auf der Strecke war. Sobald es zu regnen aufhörte, war es ein normales Regenrennen. Ich versuchte vorne zu bleiben, aber ich hatte ein enges Duell mit Iannone."

Duell mit Iannone: Ducati schwierig zu überholen

Das Duell gegen die Ducati mit der Startnummer 29 prägte die erste Rennhälfte. Immer wieder attackierte Rossi, aber Iannone nutzte auf den beiden langen Geraden den Power-Vorteil der Ducati aus. "Es war schwierig, ihn zu überholen. Er war schnell und ist gut gefahren", lobt Rossi seinen Konkurrenten. "Ich wollte vor ihm bleiben, weil meine Handschuhe komplett durchnässt waren. Iannone hat mich aber immer zurück überholt."

Dann fiel Iannone hinter Rossi und Dovizioso zurück und verabschiedete sich durch Sturz. Als auch Marquez und Crutchlow ausrutschten, war es nur noch ein italienisches Duell um den Sieg. "Als ich dann vorne war, fühlte ich mich gut und ich konnte mir einen kleinen Vorsprung herausholen." Aber dann wendete sich das Blatt. Dovizioso überholte und schüttelte Rossi ab. Der Yamaha-Star konnte nicht mithalten.

Duell mit Dovizioso: Reifen lassen nach

Als Grund nennt Rossi die Reifen: "Als die Strecke dann immer mehr abtrocknete, bekam ich Probleme mit den Reifen. Ich machte einen kleinen Fehler und konnte die Pace nicht halten. Andrea war schneller. In Rechtskurven hatte ich zweimal einen brenzligen Moment. Ich wollte nicht stürzen, also wurden es 20 Punkte. Schade, weil ich gewinnen wollte." Das klappte nicht, aber Rossi gratulierte Dovizioso und feierte mit seinem Landsmann auf dem Podium.

Insgesamt war es Rossis zehnter Podestplatz in der laufenden Saison. "Ganz zufrieden bin ich aber nicht, weil ich eigentlich nie im WM-Rennen dabei war. Ich machte zu viele Fehler und habe zu viele Punkte verloren", blickt Rossi den Tatsachen ins Auge. "Ich wollte um die WM kämpfen, aber Marc hatte einen zu großen Vorsprung." Zwei Saisonsiege waren unter dem Strich auch zu wenig.

Nun wartet nur noch das Saisonfinale in Valencia, bevor es in die Winterpause geht. "Valencia ist immer eine besondere Strecke, weil ich dort immer Mühe habe. Das war in meiner ganzen Karriere der Fall. Deswegen will ich dort stark sein und kämpfen", nimmt sich Rossi noch einen Angriff auf den Sieg vor. "Momentan bin ich mit meiner Saison zufrieden. Ich war oft auf dem Podium, hätte aber gerne öfter gewonnen. Aber so ist es eben. Mein Speed war auch recht konkurrenzfähig."

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