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IMSA: Petit Le Mans

Castroneves holt Pole-Position für Penske

Beim vorgezogenen IMSA-Einstand von Penske erobert Helio Castroneves mit dem Oreca die Pole-Position zum Saisonfinale - Qualifying-Krimi in der GTLM-Klasse.

Fotos: LAT

Mit der 20. Auflage des Petit Le Mans auf der Rennstrecke Road Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geht an diesem Wochenende die IMSA-Saison 2017 zu Ende. Neben der Titelentscheidung in diversen Klassen gibt das mit 39 Autos besetzte Rennen auch einen ersten kleinen Vorgeschmack auf die Saison 2018, denn das Penske-Team gibt ein vorgezogenes Debüt beziehungsweise Comeback.

Nachdem Penske zuletzt in der Saison 2008 der American Le Mans Series (ALMS) im US-Langstreckenstreckensport aktiv war und damals den Porsche RS Spyder einsetzte, setzt man in der IMSA-Saison 2018 auf den brandneuen Acura ARX-05 DPi.

In Vorbereitung auf das Vollzeitprogramm mit einem Zwei-Wagen-Team schickt Penske ein Auto bereits an diesem Wochenende ins Rennen. Dabei handelt es sich allerdings noch nicht um den Acura DPi, sondern um ein LMP2-Auto: den Oreca 07, auf dem der Acura ARX-05 basiert. Am Steuer des #6 Penske-Oreca sitzen beim Petit Le Mans die IndyCar-Haudegen Helio Castroneves, Juan Pablo Montoya und Simon Pagenaud. Castroneves und Montoya werden 2018 zwei der vier Penske-Stammfahrer in der IMSA sein.

Pole-Position für Penske dank "Spiderman"

Im Petit-Le-Mans-Qualifying am Freitag legte Castroneves am Steuer des #6 Penske-Oreca sofort den Bestwert in der mit insgesamt zehn DPi- und LMP2-Boliden besetzten Prototypen-Klasse hin. Der "Spiderman" umrundete den 4,088 Kilometer langen Kurs in 1:11,314 Minuten und holte damit für sich, Montoya und Pagenaud die Pole-Position.

Neben dem 22 Nissan DPi von ESM aus der ersten Startreihe. Pipo Derani, der sich das Auto mit Bruno Senna und Johannes van Overbeek teilt, war im Qualifying 0,161 Sekunden langsamer als Castroneves. Die zweite Startreihe wird gebildet vom #2 Nissan DPi von ESM (Sharp/Dalziel/Hartley) und vom Oreca von Rebellion (Beche/Heidfeld/Menezes).

Die Tabellenführer Jordan Taylor und Ricky Taylor starten zusammen mit Ryan Hunter-Reay im #10 Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing nur von Startplatz sieben und somit aus der vierten Reihe.

GTLM: Fünf Autos in 0,071 Sekunden!

Die Pole-Position im neun Autos starken Feld der GTLM-Klasse ging knapp an Ferrari. Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Alessandro Pier Guidi starten im 488 von Risi dank einer von Vilander gefahrenen Rundenzeit von 1:17,660 Minuten von ganz vorn.

Doch auch für vier andere Fahrertrios hätte es beinahe zur Klassen-Pole gereicht, denn die Top 5 im GTLM-Qualifying lagen allesamt innerhalb von gerade mal 0,071 Sekunden! Hinter dem Risi-Ferrari reihen sich der 3 Corvette der Tabellenführer Magnussen/Garcia, die mit Mike Rockenfeller fahren, sowie der 25 BMW M6 von RLL (Auberlen/Sims/Wittmer) ein.

GTD: Abermals Pole-Position für Ferrari

In der mit 17 GT3-Autos besetzten GTD-Klasse setzte sich der Scuderia-Corsa-Ferrari von Christina Nielsen, Alessandro Balzan und Matteo Cressoni durch. Cressoni fuhr das Auto kurz vor Ablauf der Zeit in 1:20,661 Minuten für sich und die Tabellenführer Nielsen/Balzan auf die Pole-Position. Die Verfolger werden beim Start angeführt vom 15 Lexus RCF von 3GT (Hawksworth/Pruett/Cindric).

In der mit nur drei Autos extrem dünn besetzten Prototype-Challenge-Klasse (PC), die in dieser Form ihre Abschiedsvorstellung gibt, fuhr James French im Oreca FLM09 von Performance Tech mit 1,1 Sekunden Vorsprung überlegen auf die Pole. French steht zusammen mit Patricio O'Ward bereits als Titelträger der PC-Klasse fest. Die beiden Champions werden an diesem Wochenende von Kyle Masson unterstützt.

Der Start zum 20. Petit Le Mans erfolgt am Samstag um 11:05 Uhr Ortszeit (17:05 Uhr MESZ). Die Renndistanz beträgt zehn Stunden.

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