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VLN: 42. DMV 4h-Rennen

Land-Audi verliert Sieg auf letzten Metern

Wieder entscheidet ein Drama ein VLN-Rennen: Manthey holt sich zweiten Saisonsieg, Land Motorsport verliert sicher geglaubten Sieg.

Fotos: Jan Brucke/VLN

Die VLN-Saison 2017 ist wahrlich nichts für schwache Nerven: Auch beim zweiten Lauf der Saison begeisterte die VLN-Langstreckenmeisterschaft die Fans mit einem packenden Rennen zwischen drei Marken. Und wieder war es ein Drama, das über Sieg und Niederlage entschied: Connor de Phillippi und Christopher Mies hätten die 42. Auflage des DMV 4-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife beinahe gewonnen, doch in der letzten Runde wurde der Audi auf der Döttinger Höhe langsam!

Als erster Verdacht steht im Raum, dass sich die Mannschaft wie schon beim 6-Stunden-Rennen vergangenes Jahr erneut beim Sprit verkalkuliert hat. De Phillippi konnte das Rennen anders als damals beenden, fiel jedoch noch bis auf den fünften Platz zurück. Den Sieg erbte der Manthey-Porsche 8 von Uwe Alzen, Lance David Arnold und Maximilian Götz sowie dem WRT-Audi #49, pilotiert von Nico Müller, Marcel Fässler und Robin Frijns. Das Drama um den Land-Audi war der Höhepunkt eines packenden Rennens mit herzerfrischenden Kämpfen.

Die vier Stunden waren gezeichnet von einem packenden Kampf der vier Marken Porsche, Mercedes, Bentley und Audi. Mathieu Jaminet fuhr im Manthey-Porsche 31 (Siedler/Luhr) mit Norbert Siedler die Führung. Knapp dran waren der Haribo-Mercedes und der Schnitzer-BMW #43 (Da Costa/Scheider) mit Timo Scheider am Steuer.

Land taktiert clever, aber verzockt sich erneut

Die Führung hielt bis zum ersten Boxenstopp, da dem Mercedes von Uwe Alzen Topspeed fehlte und ein Angriff für den Nordschleifen-Draufgänger damit selbst aus dem Windschatten heraus nicht möglich war. Nach jenem Stopp übernahm der Abt-Bentley #37 (Mamerow/Verdonck/Pepper) die Spitze und stürzte sich in einen verbissenen Kampf mit dem Haribo-Mercedes, während der Manthey-Porsche sich dahinter positionierte. Die Führung wechselte zwischen Bentley und Mercedes öfters hin und her.

In der zweiten Rennhälfte schaltete sich der Manthey-Porsche aktiv ein und übernahm die Führung, während der Bentley zurückfiel. Nach dem letzten Boxenstopp lag wieder Maximilian Götz an der Spitze; dieser wurde allerdings bald von Fred Mako überholt. Erst gegen Ende des Rennens kam dann der Land-Audi auf das Radar: Mies und de Phillippi fuhren eine Offset-Strategie mit späten Boxenstopps. Weil der letzte Halt von äußerst kurzer Dauer war, kam Connor de Phillippi nur knapp hinter Götz auf Rang drei liegend wieder heraus.

Mit dem Mercedes konnte der US-Amerikaner kurzen Prozess auf der Döttinger Höhe machen und begab sich in den letzten beiden Runden auf die Jagd auf Makowiecki an der Spitze. Eingangs der letzten Runde war es bereits soweit: de Phillippi ging mit den frischeren Reifen in der Mercedes-Arena vorbei. Doch im Schwalbenschwanz änderte sich alles: Der Audi wurde urplötzlich langsam und Makowiecki fuhr den zweiten Saisonsieg für Manthey Racing ein.

Bunte Top 10, nur BMW fehlt

Ebenfalls mit einer Offset-Strategie schnappte sich der WRT-Audi kurz vor Schluss noch den Bentley im Kampf um Rang vier, der kurzerhand der Kampf um Rang drei wurde. Hinter dem bedauernswerten Land-Audi kam der Phoenix-R8 31 fuhr beim Debüt Position sieben ein; die Top 10 komplettierten die Mercedes von Black Falcon 47 (Buhk/Baumann/Sandström/Mortara) sowie der Falken-Porsche #4 (Bachler/Ammermüller).

Auffällig zurück hielt sich BMW nach dem Feuerwerk von Timo Scheider zu Beginn. Der beste M6 GT3 kam am Ende in Form des Schnitzer-Boliden #43 (da Costa/Scheider) nur auf die elfte Position.

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