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Bergrallyecup: Neudorf/Passail

Der sechste Streich von Karl Schagerl

Im Regen, erst recht aber bei auftrocknender Strecke, war gegen Karl Schagerl im VW Golf TFSI-R einmal mehr kein Kraut gewachsen.

Foto: H. Rieger

"Gegen das Wetter kannst nix machen", nahm Helmut Harrer vom Gastgeberclub KDW selbiges resignierend zur Kenntnis. Regen, Regen und noch mehr Regen – nur einem machte das nasse Geläuf nichts aus: Karl Schagerl in seinem VW Golf TFSI-R. Einmal mehr dominierte der Purgstaller die Konkurrenz, und als der Regen aufhörte und der dritte Lauf auf fast trockenem Asphalt gefahren wurde, setzte er noch eins drauf und fixierte mit 1:11,89 auch einen neue absolute Bestzeit, womit er sich mit seinem sechsten Tagessieg 2019 auch den sechsten Streckenrekord an seine Fahnen heften konnte.

Auf Platz zwei kam ein heuer in Topform agierender Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Mirage R5 Evo 2 vor dem Voralberger Lukas Boric, der seinen E2 TracKing RE 01 spektakulär den Berg hinaufpeitschte. Der Mürztaler Werner Karl bewies, dass – wenn die Technik des Audi S2R Quattro nicht verrückt spielt – er zu den schnellsten Gepfelstürmern Österreichs zählt. Trotz einer am Start zum ersten Lauf gebrochenen Antriebswelle, die man in Windeseile reparierte, fuhr Bergrallye-Evergreen Felix Pailer im Lancia Delta Integrale auf den hervorragenden fünften Gesamtrang. Mit einem ausgezeichneten sechsten Platz hält der Gleisdorfer Manuel Seidl im Porsche 997 GT3 Cup derzeit die Fahnen der Zuffenhausener Sportwagenschmiede hoch.

Bemerkenswert war der tolle siebente Rang des Salzburgers Stefan Promok im neu aufgebauten Mitsubishi Evo VIII vor Franz Probst, einem weiteren Salzburger, der im VW Golf R1170 T 4X4 als schnellster Zwei-Liter-Pilot einen sensationellen achten Gesamtrang herausfuhr. Dahinter auf Platz neun bereits der nächste Fahrer der Division E1 bis 2.000 cm³: Jürgen Halbartschlager im VW Golf 1 Type 17. Die Top 10 der Gesamtwertung komplettierte schließlich der Südsteirer Andi Marko, der im Audi A4 STW Turbo durch einen kleiner Dreher im dritten Lauf eine noch bessere Platzierung vergab.

Klassenberichte

• Spez. TW E1 über 2.000 cm³ 4WD

Der für den MSC Mühlbach startende Karl Schagerl (VW Golf TFSI-R) beeindruckte einmal mehr mit einer Topperformance und sicherte sich beim sechsten Rennen der heurigen Saison den sechsten Sieg vor einem wieder sehr stark fahrenden Stefan Wiedenhofer aus Weiz im Mitsubishi Mirage Evo 2. Auf Platz drei ein weiterhin in Bestform agierender Werner Karl aus Langenwang im Audi S2R Quattro vor dem Haslauer Felix Pailer, der vor dem ersten Rennlauf wieder mit gebrochener Antriebswelle liegenblieb, aber mit guten Zeiten in Lauf zwei und drei noch Vierter wurde. Sehr gut in Szene setzte sich mit Platz fünf der Salzburger Stefan Promok im spektakulären Mitsubishi Evo VIII vor dem Edelsgruber Ewald Scherr, der im Ford Cosworth mit guten Zeiten überzeugen konnte. Leider schon vor dem Rennen w.o. geben musste der Gratweiner Thomas Holzmann im Mitsubishi Evo VLN.

• Spez. TW E1 über 2.000 cm³ 2WD

In überzeugender Manier feierte der Gleisdorfer Manuel Seidl nach einer durch Neuaufbau bedingten Rennpause im Porsche 997 GT3 Cup seinen zweiten Sieg in Folge. Sehr guter zweiter Platz für den Lödersdorfer Karl Heinz Binder im Ford Sierra RS 500, der wieder wichtige Punkte für sein großes Ziel (Cupsieg 2019) einfuhr. Manuel Forstenlechner sicherte sich mit exzellenten Zeiten einen guten dritten Rang im VW Golf 3 G60 vor Ronald Reiß aus Lödersdorf, der mit seinem Ford Escort Turbo die Doppelführung des MSC Lödersdorf in der Klasse komplettierte. Ein Topergebnis gab es auch diesmal für den Weststeirer Karlheinz Schauperl mit Platz fünf im VW Käfer. Ein Lauf im Regen auf Zeit und zwei Läufe im Trockenen im Driftstil – das ergab am Ende Platz sechs für den Hartmannsdorfer Daniel Sailer im BMW E30. Leider schon vor dem Rennen kam das Aus für Christoph Rappold im BMW M3.

• Spez. TW E1 bis 2.000 cm³

Der Salzburger Franz Probst, dem die Strecke in Neudorf/Passail anscheinend perfekt liegt, feierte im VW Golf R 1170 T 4X4 einen knappen Sieg vor Jürgen Halbartschlager (VW Golf 1 Type 17), der sich damit bis auf zwei Punkte an den Führenden dieser Klasse heranschob. Auf Platz 3: Der Ratscher Andi Marko, der sich trotz eines kleinen Aha-Erlebnisses in Lauf drei mit seinem Audi A4 STW Turbo seiner Bestform nähert. Der Sinabelkirchner Michael Wels (VW Scirocco) behielt mit dem guten vierten Platz zwar knapp, aber doch die Führung in dieser Klasse. Der Leobener Heiko Fiausch steigerte sich im Opel Astra GSI von Lauf zu Lauf und sicherte sich damit am Ende einen feinen fünften Platz vor dem Tieschener Patrick Trammer im wunderschönen VW Golf 1 16V Evo 2.

Geradezu sensationell schlugen sich die Gaststarter aus Bosnien, wobei sich Salih Ljubjankic im Honda Civic mit Platz sieben exzellent in Szene setzte. Auf Platz acht: Der Södingberger Werner Jud im 2er-Golf, der einmal mehr voll überzeugte, vor Lokalmatador Markus Blasl aus Passail, der im Opel Kadett C Coupé trotz eines Ausrutschers in Lauf drei den guten neunten Platz herausfuhr. Die Top 10 komplettierten der Gleisdorfer Georg Stix im Renault Clio Cup und Matthias Brandl im VW Golf 2. Nach Technikproblemen leider nicht im Klassement: Johannes Pabst im Opel Kadett D.

• Spez. TW E1 bis 1.400/1.600 cm³

René Warmuth feierte im VW Polo seinen fünften Sieg in Folge und festigte damit die Klassenführung, sechs Punkte vor Dominik Rabl (VW Golf 1), der diesmal Platz zwei belegte. Auf Platz drei: Der Südsteirer Günter Strohmeier, der im Alfasud TI die Klasse für sich entschied. Guter Vierter: Gregor Hutter aus Hart im Alfa 33 vor Johann Blecha im Suzuki Swift, der Zweiter in der Klasse bis 1.400 cm³ wird.

• Division A über 2.000 cm³

Der Wiener Roland Hartl baute durch seinen Sieg im Mitsubishi Lancer Evo VI seine Tabellenführung in dieser Klasse weiter aus. Auf Platz zwei: Ein exzellent aufgelegter Andreas Perhofer, der seinen Subaru Impreza WRX sowohl im Nassen als auch im Trockenen vehement bewegte. Auf Platz drei ein Gast aus Deutschland: Gino Kruhs im Citroën DS3 R3T, der die Fans mit seinem spektakulären Fahrstil begeisterte. Rallyestar Martin Kalteis (Mitsubishi Lancer Evo VII) fuhr nach dem Motto "Quer ist mehr!" auf den guten vierten Platz; frühes Aus nach Technikproblemen hingegen für Christoph Hausleitner im Mazda 323 und Markus Stingl im Renault R11 Turbo.

• Division A bis 2.000 cm³

Einen vielumjubelten Sieg in dieser Division feierte Gastgeber und Lokalmatador Helmut Harrer auf seiner Hausstrecke vor einem weiteren stark fahrenden 'local hero', Chris-André Mayer (beide Honda Civic Type R); auf Platz drei schließlich mit guten Zeiten der Oberösterreicher Kurt Ritzberger im Peugeot 306 Gti.

• Division N über 2.000 cm³

Sieg – und damit sein bisher größter Erfolg – für Kemal Hasic im Subaru Impreza WRX STI, der mit einer tadellosen Leistung beeindruckte. Platz zwei – und damit ein Riesenschritt Richtung Titel – für den Kärntner André Würcher, ebenfalls Subaru WRX STI. Auf Platz drei: Debütant Andreas Kampichler (Mitsubishi Lancer Evo IX) – tolle Vorstellung und auch gleich das große Lob von Teamchef Martin Kalteis.

• Division N bis 2.000 cm³

Wenn mit Helmut Harrer der Chef auf dem obersten Treppchen steht, möchte der Teamkollege dem um nichts nachstehen. Markus Raith machte mit seinem Sieg die Titelvergabe wieder spannend. Platz zwei für den Breitenauer Wolfgang Schutting, der im Renault Clio Williams die Führung verteidigte. Eine Topperformance lieferte Bernhard Riedl im Renault Clio Sport mit Rang drei ab. Mit einer tollen Leistung fuhr ein weiterer Gast aus Bosnien, Farudin Dolic, auf einen sehenswerten vierten Platz vor der einzigen Amazone im Feld, Birgit Huber aus Kärnten im Renault Clio Sport. Auf Platz fünf eine perfekte Leistung des jungen Markus Klausberger im Suzuki Swift Sport. Nach technischen Problemen konnte der Fladnitzer Michael Auer nur einen Lauf absolvieren und kann deshalb nicht in die Wertung.

• Historisch über 2.500 cm³

Mit dem fünften Sieg der heurigen Saison eroberte der Hatzendorfer Harald Neuherz im soundstarken Audi S1 Quattro erneut die Führung zurück. Platz zwei für den Burgenländer Herbert Neubauer (Lancia Delta Integrale), der jetzt auch wieder gute Chancen auf Gesamtplatz zwei hat.

• Historisch bis 2.500 cm³

Der Lödersdorfer Mario Krenn (Ford Escort RS 2000) baute mit seinem fünften Sieg der heurigen Saison die Führung weiter aus, aber mit seinem zweiten Platz bleibt ihm der Fernitzer August Gratzer im Lancia Beta Montecarlo weiter an der Stoßstange kleben. Manfred Zöchling wurde im VW Golf GTI guter Dritter.

• Historisch bis 1.300/1.600 cm³

Als 1600er-Solist gewann Oliver Obermoser im Alfa Romeo Sprint mit sehr guten Zeiten vor dem Gleisdorfer Dominik Neumann (Mini Cooper BMC), der damit auch die 1300er-Klasse für sich entschied und weiter auf Titelkurs bleibt. Platz drei, und damit Zweiter in der Klasse bis 1.300 cm³, wurde der Weizer Erwin Mandl im NSU TT, der die Titelvergabe mit nur zehn Punkten Rückstand auf Neumann weiter spannend macht. Leider schon vor den Rennläufen w.o. geben musste Stefan Grabner im Opel Corsa GSI.

• Division E2 - SH

Der Voralberger Lukas Boric begeisterte mit seinem außergewöhnlichen TracKing RE 01 mit Mercedes-Silhouette nicht nur die Fans, sondern beeindruckte auch mit einer Topleistung. Sieg in der Klasse und Gesamtplatz drei sprechen eine deutliche Sprache. Mit einer tadellosen Vorstellung auf Platz zwei: Der Fladnitzer René Auer im VW Scirocco GTR. Leider im Rennen nicht am Start: Patrick Wendolsky im VW Polo R1.

Nach der Sommerpause findet der nächste Lauf zum Bergrallyecup am Sonntag, dem 18. August 2019, in Hofstätten a. d. Raab in der Nähe von Gleisdorf statt. Veranstalter ist der MSC Gleisdorf rund um Michael Wels.

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