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Slalom-ÖM: Steyr

Nachlese zum zweiten Lauf der Slalom-ÖM

Auch die Ausgabe 2019 des Slaloms wurde seinem Ruf wieder gerecht. Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die Aktiven heiße Kämpfe.

Bildquelle: slalom-oem.at

Obmann Alfred Feldhofer und Gerhard Nell lieferten mit ihrem Team wieder eine Topveranstaltung ab und ließen sich mit einer "Flower Ceremony" für die drei Schnellsten inklusive Hymne, Lorbeerkranz und Sektdusche auch wieder etwas Besonderes einfallen. Rennleiter Alfred Fischer hatte wie immer alles souverän im Griff, und die Moderation von Ady "Atcy" Janacek sorgte den ganzen Tag für beste Unterhaltung. Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die Aktiven auch auf der Strecke heiße Kämpfe, und so musste mit Sicherheit keiner, der das "Monte Carlo" des Slalomsports einem Besuch im Freibad vorzog, die Entscheidung bereuen.

Martin Eilmer war in der Klasse bis 1.400 cm³ der Gruppe "Street" erneut ohne Gegner, was ihn aber nicht hinderte, vor Heimpublikum ordentlich aufs Gas zu drücken und Zeiten zu fahren, mit denen er auch eine Klasse höher nicht schlecht ausgesehen hätte. Dort konnte Hans Werner im Duell mit Gerhard Schauppenlehner auf 1:1 stellen und sich 32 Hundertstel vor diesem den Sieg in der Klasse bis 1.600 cm³ sichern. Um Rang drei kämpften Manfred Pronneg und Günter Kuchta, wobei am Ende Pronneg um sechs Zehntel die Nase vorne hatte.

Jürgen Kollmann vor Wolfgang Luttenberger lautete wie schon in Teesdorf die Reihung in der Klasse bis 2.000 cm³. Philipp Michael Neubauer und Franz Kollmann holten die Ränge drei und vier vor Hans Brei, womit gleich vier Steirer an der Spitze lagen. Marcus Stanzel bewegte seine Renault Alpine in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD wieder souverän zum Sieg und gewann vor Emanuel Scheitter und Stefan Damberger. Thomas Fröhlich wuchs auf dem anspruchsvollen Kurs förmlich über sich hinaus, konnte Topfavorit Mathias Lidauer den Sieg in der Klasse über 2.000 cm³ 4WD um winzige sechs Hundertstel wegschnappen und sich auch die Tagesbestzeit in der Gruppe "Street" sichern. Rang drei ging an Dietmar Schwab.

In der Klasse "Sport" bis 1.400 cm³ teilte Michael Weingartmann das Schicksal von Martin Eilmer als "Alleinunterhalter", konnte aber ebenfalls tolle Zeiten auf die Strecke zaubern. Daniel Buxbaum feierte einen überlegenen Sieg in der Klasse bis 1.600 cm³ – die Überraschung war aber der dritte Rang von ÖM-Neuling Tobias Großalber, der Paul Preisser bis auf 56 Hundertstel auf den Pelz rücken konnte. Rang vier holte sich mit 33 Hundertstel Vorsprung Alfons Nothdurfter im Tiroler-Duell vor Thomas Ram.

Über Saisonsieg Nummer zwei durfte sich Christian Kitzler in der Klasse bis 2.000 cm³ freuen. Erwin Heidenbauer holte sich Rang zwei vor Martin Walcher und Bernhard Gassler und konnte so das Oberösterreicher-Trio sprengen. Die Top 5 komplettierte Werner Schmidmayr. Markus Huber konnte in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD ebenfalls seinen Auftaktsieg wiederholen und gewann vor Herbert Sommer. Georg Schlader schnappte mit einer tollen Zeit im dritten Lauf Jürgen Kollmann den letzten Podestplatz noch um fünf Hundertstel weg. Sascha Nitsch musste diesmal mit Rang fünf vorliebnehmen, dem seinerseits ein stark fahrender Erich Hammerler bis auf 36 Hundertstel nahe kam.

Dieter Lapusch fuhr als einziger seiner Klasse Zeiten unter einer Minute und gewann damit überlegen die Klasse über 2.000 cm³ 4WD. Thomas Becker vor Thomas Krisch und Alexander Nagy lautete die weitere Reihung. Nach dem Ausfall von Alexander Schwaiger war Reinhard Frühwald in der Sammelklasse der Division II alleine unterwegs und konnte mit Topzeiten aufzeigen, blieb aber nur einmal fehlerfrei und musste sich daher in der Gesamtwertung mit Rang zwei hinter Lapusch begnügen.

Lokalmatador Gerhard Nell ließ in der Klasse "Race" bis 1.400 cm³ nichts anbrennen und holte sich den Sieg vor Martin Dall. Bruder Franz fuhr im dritten Lauf nochmals volle Attacke, musste aber trotzdem Alfred Feldhofer den letzten Podestplatz überlassen. Rang fünf ging mit einer erneut sehr starken Leistung an David Madlmayr. Gerhard Kronsteiner durfte sich in der Klasse bis 1.600 cm³ ebenfalls über einen Sieg vor heimischem Publikum freuen. Florian und Michael Pyringer lieferten sich ein sehenswertes Duell um die weiteren Stockerlplätze, das am Ende Florian für sich entschied. Die Wiederholung des Tiroler Duells Nothdurfter vs. Ram um Platz vier ging in dieser Klasse zugunsten von Thomas Ram aus.

Großes Pech hatte leider Jürgen Wendolsky, der nach Teesdorf einen erneuten Motorschaden zu beklagen hatte. Wie nahe Sieg und Niederlage beisammen liegen können, musste an diesem Tag Patrick Mayer erfahren. Nach Bestzeit im ersten Rennlauf brach bei den Vorbereitungen zum zweiten ein Radbolzen links vorne. Nach eiliger Reparatur konnte er doch noch am Lauf teilnehmen, ehe das Spiel im dritten Durchgang auf der rechten Seite nochmals von vorne losging. Mayer behielt aber die Nerven und bedankte sich bei seiner Crew mit dem Sieg in der Klasse bis 2.000 cm³ und dem lange ersehnten Tagessieg in Steyr. "Heimkehrer" Anton Hinterplattner holte sich Rang zwei, neun Hundertstel vor Erwin Flicker. Andreas Miletich schrammte als Vierter um eine lächerliche Hundertstel am Podium vorbei, Rang fünf ging an Thomas Kroupa.

Robert Aichlseder vor Manuel Forstenlechner hieß die Reihung in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD. Alfons Nothdurfter konnte Roman Steinbauer um 37 Hundertstel auf Rang vier verweisen, Platz fünf sicherte sich Markus Mauracher. Wolfgang Leitner holte mit Topzeiten den Sieg in der Klasse über 2.000 cm³ 4WD vor Alexander Masin und behielt damit seine weiße Weste. Patrick Wendolsky konnte in der Sammelklasse der Gruppe "Race" das sympathische Vater-Sohn-Gespann Christian und Mario Mayr sprengen und holte sich Rang zwei. Rang vier ging an Franz Wirleitner vor Alexander Peterseil bei dessen ÖM-Premiere im neu aufgebauten Fiat Ritmo.

Ihre Premiere erlebte die Klasse Histo bis 1.300 cm³ mit Roland Dicketmüller, der einen wunderschönen Renault 5 TS elf Cup an den Start brachte und damit nicht nur das Herz des Streckensprechers höher schlagen ließ. Markus Mauracher holte sich in seinem wunderschönen Ford Escort MkII den Sieg in der Klasse bis 2.000 cm³ vor Wolfgang Erwin Huber und Stella Ochabauer. Damit holte er den Gesamtsiegerpokal der Gruppe "Histo" nach Tirol. Für die Aktiven geht es am 7. Juli in Melk weiter, wo parallel zum dritten ÖM-Lauf auch ein Rennen zum OÖ. Cup ausgetragen wird. Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs und des zu erwartenden großen Starterfeldes darf man sich bereits jetzt auf qualitativ hochwertigen Slalomsport freuen.

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