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Motorrad-WM: Sachsenring

Reifenprobleme für KTM in Deutschland

Pol Espargaró hatte mit einem wohl KTM-spezifischen Reifenproblem zu kämpfen, der Spanier holte aber als einziger RC16-Pilot Punkte.

Fotos: Boerner T.

KTM erlebte beim Großen Preis von Deutschland, dem letzten vor der Sommerpause, kein einfaches Rennen: Johann Zarco stürzte in der dritten Runde, und Pol Espargaró hatte mit dem Verschleiß des Hinterreifens zu kämpfen, schaffte es aber als Zwölfter ins Ziel. Um die KTM RC16 um die Kurven zu bringen, muss Espargaró stark in Schräglage fahren, was bei ihm sehr zu Lasten des Hinterreifens geht. Dazu der Spanier: "Ich wollte den Reifen wollte schonen, aber zwölf Runden vor Rennende war er verbraucht. Ich konnte nichts mehr machen und bin super enttäuscht, weil wir nicht erwartet hatten, dass er so stark abbaut."

Obwohl die zehn Linkskurven des Sachsenrings eine Reifenflanke stärker belasten, war der Verschleiß bei Espargaró auf beiden Seiten gleich. "Am Ende wurde es dann auch schon gefährlich. Für uns hat es sich angefühlt, als ob dieser Reifen nur für 15 Runden gut war", vermutete er ein Problem seitens KTM. "Zwischen Runde 15 und 20 konnte ich es verwalten, aber die Pace war nicht gut. Danach war der Reifen komplett am Ende. Das bereitet mir Sorgen, denn auch Syahrin hatte ähnliche Probleme. Wir hatten keinen normalen Reifenverbrauch. Das müssen wir analysieren. Es ist unser Problem, weil die anderen Fahrer das nicht hatten. Ich glaube, dass viele Faktoren zu diesem Problem geführt haben."

Für Zarco war es nach Assen der zweite Ausfall hintereinander. "Mein Start war recht gut, aber bei den kühleren Bedingungen bin ich stark gerutscht. Das hatte ich erwartet, weshalb ich konstant fahren und Fehler vermeiden wollte, aber in der dritten Kurve ist mir bei vielleicht etwas zu viel Schräglage das Vorderrad weggerutscht. Das ist schade, weil ich in den Punkterängen war. Das wäre das Ziel gewesen", berichtete der Franzose.

Kommt die Sommerpause für ihn zum richtigen Zeitpunkt? "Ich werde über die vergangenen sieben Monate nachdenken. Die Sommerpause ist eine Möglichkeit, mich zu neuen Limits zu treiben und Energie zu finden, damit ich stärker werde. Selbst wenn ich auf dem Motorrad nicht schneller werde, kann ich dann die Situation besser kontrollieren. Ich vertraue und hoffe auf einen Neustart in Tschechien."

Bis zum Rennen in Brünn will sich Zarco mental und physisch sammeln und neu aufstellen. "Ich habe auf dem Motorrad keine Befriedigung gefunden, denn als Rennfahrer will ich schnell sein. Das ist aber nicht der Fall. Deswegen ist es normal, dass ich traurig bin. Wenn ich mit der Situation glücklich wäre, wäre ich am falschen Ort." Hoffnung setzt Zarco auch auf Dani Pedrosa; der wieder genesene Spanier wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit Mika Kallio testen.

Zarco sieht Pedrosa quasi als Mittelsmann zwischen ihm selbst und Espargaró. "Mit seiner Erfahrung von Honda versteht er vielleicht besser als ich, was Pol beim Fahrstil gut oder schlecht macht. Das ist eine neue Methode, um KTM Informationen zu geben. Er hat die Position des Testfahrers und kann sich in diese Arbeit stärker einbringen. Ich bin auch Testfahrer, aber weil man am Rennwochenende Leistung bringen muss, steht man unter Druck."

Was das Tech3-Satellitenteam betrifft, stürzte Miguel Oliveira ebenfalls früh in Kurve drei. Der Portugiese konnte weiterfahren und kam als 18. und Letzter ins Ziel. Hafizh Syharin hatte wie Espargaró Reifenprobleme und verpasste als 16. die Punkteränge.

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