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OÖ. Autoslalomcup: Pichling

Nachlese zum Saisonfinale des OÖ. Cup

Am 7. September ging in Linz/Pichling das Finale des 33. internationalen oberösterreichischen Automobilslalomcups über die Bühne.

Fotos: Harald Lindtner, autosport.at

Wie im Vorjahr handelte es sich um eine Kombiveranstaltung mit der Slalom-ÖM, erneut top organisiert von Roland Dicketmüller und Alfred Fischer mit ihrem PSV-Linz-Team. Keine Wiederholung gab es leider beim Wetter: Bis Mittag dominierten Regen und kühle Temperaturen und sorgten für rutschige Verhältnisse, was sich auch in der ungewöhnlich hohen Anzahl an Tor- und Hutfehlern widerspiegelte.

Gruppe Street

Günter Kuchta (MSC Haag) sicherte sich in der Klasse 1 bis 1.600 cm³ zum Finale einen weiteren Sieg vor Martin Eilmer (ARBÖ-Team Steyr), der wiederum Reinhard Schatzl (Triple X Racing) um 56 Hundertstel auf Rang drei verweisen konnte. In der Jahreswertung heißt die Reihung Kuchta vor Schatzl und Werner Himsl.

Hans Brei konnte in der Klasse 2 bis 2.000 cm³ den Spieß diesmal wieder umdrehen und Norbert Forster auf Platz zwei verdrängen. Jürgen Kollmann musste seinen Opel Adam leider schon nach dem Training mit Defekt abstellen. Der Gesamtsieg in der Klasse geht mit vier Siegen ebenfalls an Brei vor Forster. Matthias Lidauer gab in der Klasse 3 über 2.000 cm³ wie schon in Melk eine Solovorstellung und holte neben dem logischen Sieg in der Tages- auch jenen in der Gesamtwertung.

Der Premierensieger der Gruppe Street im OÖ. Cup heißt nach fünf Rennen Günter Kuchta, dem damit der Umstieg vom Twingo perfekt gelungen ist. Reinhard Schatzl und Werner Himsl komplettieren die Top 3.

Gruppe Sport

Cupleiter Harald Kern (MSC Pyhrn-Priel) konnte sich in der Klasse 4 bis 1.400 cm³ von Lauf zu Lauf steigern und gewann am Ende deutlich vor Martin Eilmer. Die Klassenwertung 2019 geht ebenfalls an Kern vor Eilmer und Gerhard Lainerberger (ARBÖ-Team Steyr). Obwohl ihm kein einziger fehlerfreier Lauf gelang, durfte Raphael Kapeller in der Klasse 5 bis 1.600 cm³ vom obersten Podestplatz lachen. Rang zwei ging nach einer längeren Pause an Routinier Walter Wimmer (MIC Uttendorf) vor Tobias Großalber.

In der Klasse 6 bis 2.000 cm³ war Christian Kitzler (MSC Pyhrn-Priel) anfangs im Nassen chancenlos, konnte sich dann aber bei auftrocknenden Bedingungen den Sieg holen. Martin Walcher (Rallye Club Steyr) fuhr zwar die schnellsten Zeiten, rutschte aber aufgrund eines Hutfehlers in der Wertung um eine Hundertstel hinter Erwin Heidenbauer bis auf Rang drei zurück. Gesamt lautet die Reihung Kitzler vor Walcher, auf Rang drei folgt mit Bettina Forster (FHRT/MSC Pyhrn-Priel) die schnellste Dame im OÖ. Cup.

Alexander Schwaiger lieferte sich in der Klasse 7 über 2.000 cm³ ein hartes Duell mit Jürgen Kollmann, das Kollmann am Ende für sich entscheiden konnte. Mit Rang drei sicherte sich Herbert Sommer (Oideisenfreind) seinen nächsten Stockerlplatz. In der Jahreswertung hat aber Schwaiger die Nase vorne, vor Sommer und Christian Huber (Auto Huber Enns). In der Klasse 8 (Sammelklasse) war Christian Sieghartner (PS Motorsport Kremstal) diesmal alleine unterwegs und konnte damit auch Endrang drei hinter Andreas Reithmayr und Martin Bointner fixieren.

Der Cupsieger 2019 in der Gruppe Sport hieß am Ende Christian Kitzler. Alexander Schwaiger konnte sich trotz seines Unfalls in Steyr im letzten Moment noch Rang zwei holen, Bronze ging an Martin Walcher.

Gruppe Race

Gerhard Nell (ARBÖ-Team Steyr) war der schnellste Mann in der Klasse 9 bis 1.400 cm³ und verwies Martin Dall (RC Auto Eder) und Alfred Feldhofer (ARBÖ-Team Steyr) auf die Ehrenplätze. Mit diesem Ergebnis war ihm der Sieg in der Jahreswertung vor Gerhard Millauer nicht zu nehmen, der sich seinerseits um 0,88 Punkte gegen David Madlmayr durchsetzen konnte.

Einen Doppelsieg für das Junior Racing Team gab es in der Klasse 10 bis 1.600 cm³ durch Philipp Raab und Philipp Gärtner, in der Gesamtwertung darf man sich mit dem Teamkollegen Thomas Holzinger sogar über einen Dreifacherfolg freuen. Christian Irlinger (MSC Schönau am Königssee) ließ seinen Opel Kadett so richtig fliegen und holte sich den Sieg 57 Hundertstel vor Erwin Flicker. Nach langer Pause war Georg Schlader (MSC Pyhrn-Priel) endlich wieder mit dabei, und gleich gab es einen Stockerlplatz als Dritter. Die Endwertung geht an Irlingers Clubkollegen Stefan Senoner vor Martin Walcher und Christian Fesl (Triple X Racing) in seiner ersten Saison mit dem Cup-Clio.

Kurios das Ergebnis in der Klasse 12 über 2.000 cm³: Hannes Huemer gewann mit Hutfehler in der Wertung vor Edi Kronsteiner und seinem Bruder Patrick, dem allerdings trotz Torfehlers in der Wertung nur 30 Hundertstel auf Kronsteiner (plus sechs Strafsekunden) fehlten. Am Ende war der Ärger darüber aber wieder verflogen, wurde er doch im Rahmen der Siegerehrung von Charly Keindlstorfer als Florianpreisträger 2019 geehrt. Am Doppelsieg der Huemer-Brüder im Jahresklassement ändert das ohnehin nichts, den letzten Stockerlplatz schnappt sich Alexander Schwaiger.

Florian Mauhart (MC Laakirchen) vor Christian Kellermayr (KC Motorsport) lautete das Ergebnis in der Klasse 13 (Sammelklasse). Patrick Stingl (PS Racing Team) konnte zwar aufgrund von Technikproblemen den letzten Rennlauf nicht mehr bestreiten, klassierte sich aber trotzdem als Dritter.

In der Endabrechnung hatte Kellermayr seinen Gesamtsieg schon in Wolfern fixiert, Rang zwei geht an Stingl, Rang drei an Mauhart. Gerhard Nell feiert somit nach 2011 und 2015 seinen dritten Gesamtsieg in der Kategorie der Rennfahrzeuge und seinen siebenten insgesamt. Als sein bislang größter Erfolg ging der Vizetitel an Hannes Huemer, Platz drei sicherte sich Christian Kellermayr nur 0,85 Punkte vor Patrick Huemer.

Bleibt noch der Twingo Cup, in dem Mario Perner (FTP Team Steyr) dank zweier fehlerfreier Läufe Markus Rötzer den Sieg wegschnappen konnte. Rang drei ging an Gerhard Hirnschrodt. Den Gesamtsieg 2019 holt sich im vierten Anlauf Mario Perner vor Hirnschrodt und Rötzer.

Die 33. Auflage des internationalen oberösterreichischen Automobilslalomcups ist somit entschieden, die Preisträger werden im Rahmen der Gesamtsiegerehrung geehrt. Bevor aber die FahrerInnen endgültig in die Winterpause gehen, wird am 6. Oktober noch ein Team die Farben des OÖ. Cups bei der vierten Slalom Trophy in Greinbach vertreten.

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