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BMW-Triumph auf dem Ardennenkurs

BMW feiert jeweils Doppelsiege bei zwei spannenden Rennen in Spa-Francorchamps, die Namensvetter Dirk und Jörg Müller waren erfolgreich.

Die Fahrer des BMW Team Deutschland, Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller, feierten bei den Läufen der FIA European Touring Car Championship (ETCC) in Spa-Francorchamps je einen Sieg und einen zweiten Platz.

Dirk Müller gewann das erste Rennen, sein Teamkollege überquerte im zweiten Lauf des Tages als Sieger die Ziellinie. Mit Ausnahme von Jordi Gené (Seat), der in Rennen eins auf den dritten Rang fuhr, platzierten sich ausschließlich BMW-Piloten auf dem Podest. Antonio Garcia (BMW) komplettierte im zweiten Lauf als Dritter das Podium.

Fahrer und Zuschauer waren sich einig, dass die Rennen auf der 6,947 Kilometer langen Strecke in den Ardennen zu den spannendsten in der Geschichte der FIA ETCC gehörten. Die BMW-Fahrer konnten ihr Punktekonto dabei erheblich aufbessern.

Dirk Müller hat mit 86 Zählern wieder die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Jörg Müller folgt mit 83 Punkten auf dem zweiten Platz. Andy Priaulx (BMW, 81 Punkte) ist auf Rang drei der Gesamtwertung zurückgefallen. In der Markenwertung hat BMW seinen Vorsprung auf Alfa Romeo weiter ausgebaut und liegt nun mit 212 Punkten an der Spitze. Alfa Romeo (134) und Seat (54) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Dirk Müller war mit dem Verlauf des Spa-Wochenendes zufrieden. „Ich bin wirklich glücklich. Nachdem Jörg im Qualifying gestern eine so starke Leistung gezeigt hat, habe ich nicht damit gerechnet, ihn im ersten Rennen in Schach halten zu können. Mein Auto lag in der ersten Rennhälfte hervorragend, also habe ich richtig gepusht. Das hat mir bei meinem Sieg geholfen. Es ging hart, aber fair, zur Sache. Ich denke, dass dies eines der besten Tourenwagen-Rennen war, an dem ich je teilgenommen habe.“

Auch Jörg Müller hatte Spaß auf der Strecke, wenngleich er nicht darüber erfreut war, die Führung im ersten Lauf an seinen Teamkollegen abgeben zu müssen. „Dirk saß mir in Rennen eins ein wenig zu sehr im Nacken. Ich beging einen Fehler, so dass er mich überholen konnte. Im zweiten Lauf hatten die Alfas offenbar beim Bremsen Probleme, so konnte ich Tarquini passieren. Anschließend hatte ich einen ungewöhnlich harten Kampf mit Farfus, der schließlich auch mit einer ,Drive-Through-Strafe' belegt wurde.“

Rennen 1:

Jörg Müller erwischte von der Pole-Position einen perfekten Start und ging als Führender in die erste Runde, gefolgt von Dirk Müller und Priaulx auf den Plätzen zwei und drei, die an Seat-Pilot Jordi Gené hatten vorbeigehen können.

Dahinter brach jedoch das Chaos aus. Unmittelbar nach dem Start wurde Alex Zanardi (BMW) von Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo) getroffen und in die Streckenbegrenzung gedrückt. „Sie haben mir keinen Millimeter Platz gelassen“, meinte Zanardi anschließend.

Auch der Seat von Rickard Rydell musste nach dem Unfall stark beschädigt die Box ansteuern. Die Rennleitung stufte Kurt Mollekens (BMW) als Auslöser des Zwischenfalls ein und belegte den Belgier mit einer ,Drive-Through-Strafe'. Mollekens verteidigte sich damit, dass ihn mehrere Autos von hinten angeschoben hätten.

In der zweiten Runde wechselte die Führung, als Dirk Müller seinen Teamkollegen überholte. Der 28jährige verteidigte seine Position bis zum Schluss des Rennens. Auch Priaulx lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Jörg Müller, bei dem er kurzzeitig ins Gras ausweichen musste. Die ersten vier Fahrer blieben fortan eng beieinander, zu jedem Zeitpunkt nur um wenige Sekundebruchteile voneinander getrennt.

Rennen 2:

Alfa-Romeo-Pilot Augusto Farfus Jr. startete von der Pole-Position in den zweiten Lauf. Vom ersten Moment an stand der Brasilianer im Blickpunkt – allerdings aus den falschen Gründen. Am Start drängte er Garcia ins Gras und wurde dafür von der Rennleitung mit der schwarz-weißen Flagge verwarnt.

Als er später auch Jörg Müller von der Strecke schob, musste Farfus die Box ansteuern, um eine ,Drive-Through-Strafe' abzusitzen. Damit übernahm Jörg Müller am Ende der vierten Runde die Führung. Dirk Müller arbeitete sich vom siebten Startrang durch das Feld. Nach fünf Runden sorgte er schließlich für eine Doppelführung des BMW Team Deutschland.

Auch Garcia zeigte eine beeindruckende Leistung, indem er sich bis auf den dritten Rang nach vorn arbeitete. Nach dem Rennen sagte der Spanier, dass sein Auto heute durchaus auch für den Sieg gut gewesen wäre. Priaulx gelang ein guter Start, später fiel der Engländer jedoch wegen eines Reifenschadens zurück.

13. Lauf zur FIA Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC):

1. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 18:08,742 min
2. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 18:09,050 min
3. Jordi Gené (ESP/SEAT) 18:10,215 min
4. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 18:10,517 min
5. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 18:10,677 min
6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 18:17,024 min
7.Frank Diefenbacher (DEU/SEAT) 18:17,841 min
8. Augusto Farfus Jr. (BRA/Alfa Romeo) 18:17,924 min

14. Lauf zur FIA Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC):

1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 20:48,010 min
2. Dirk Müller (DEU/BMW 320i) 20:49,441 min
3. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) 20:50,481 min
4. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 20:51,606 min
5 Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) 20:52,886 min
6. Tom Coronel (NLD/BMW 320i) 20:55,516 min
7. Kurt Mollekens (BEL/BMW 320i) 20:55,895 min
8. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) 20:56,369 min

Stand nach 14 von 20 Läufen, Fahrer:

1. Dirk Müller 86 Punkte
2. Jörg Müller 83
3. Andy Priaulx 81
4. Gabriele Tarquini 66
5. Fabrizio Giovanardi 46
6. Antonio Garcia 43
7. Augusto Farfus 29
8. Jordi Gené 23
9. Frank Diefenbacher 19
10. Tom Coronel 19

Stand nach 14 von 20 Läufen, Hersteller:

1. BMW 212
2. Alfa Romeo 134
3. Seat 54

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