MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Bergrennen Kohlreith

Bis zuletzt spannend

Die fünfte Auflage des Kohlreith Bergrennens in Neulengbach war an Spannung kaum zu überbieten, Manfred Aflenzer gewann vor „Koksi“ Kogler.

Leopold Freistätter

Trotz Regenschauer und Sturmböen war das Publikum zahlreich erschienen und sorgte bis zum Schluss für tolle Stimmung. Die anspruchsvolle Strecke und der einzigartige Mix im Starterfeld machen den Reiz dieser Veranstaltung aus.

Rallye-, Rallycross- und Rundstreckenpiloten stemmen sich alle Jahre wieder gegen die Übermacht der Bergspezialisten.

Alois Forstenlechner (diesmal im Lancia Integrale) und Gottfried Kogler sind auf dem Kohlreith immer für eine Überraschung gut, denn sie waren vom Anfang an mit dabei. Gemeinsam mit Manfred Aflenzer (VW Polo), Adi Hochecker und Hermann Blasl (beide Opel Kadett C) zählten sie auch zum engsten Favoritenkreis.

Der Wind trocknete zwar den ersten Teil der Strecke zwischendurch immer wieder auf, der im Wald liegende Zielbereich blieb aber sehr rutschig. Schon im Training gab es daher einige Ausrutscher die aber alle ohne gröbere Blessuren abgingen.

Alois Forstenlechner nutzte den Traktionsvorteil seines Lancias voll aus und setzte die erste Bestzeit vor Manfred Aflenzer der auf fünf Hunderstel herankam. Als Dritter war Gottfried Kogler der letzte der schon im ersten Lauf die Minuten-Marke unterbieten konnte.

Die Division 2 war geprägt vom Duell der Tourenwagenpiloten Herbert Karrer und Roman Hoffmann. Im ersten Lauf musste sich der ÖTC-Führende Karrer knapp geschlagen geben und Hoffmann die Bestzeit überlassen. Stilo Cup-Pilot Andy Hulak schrieb im unterlegenen Fiat die dritte Zeit auf sein Konto.

Im zweiten Lauf wandelte sich das Bild völlig. In der Division 1 langte Aflenzer mit einer Zeit von 55,58 kräftig zu und nahm dem zweitplatzierten Adi Hochecker fast zwei Sekunden ab. Gottfried Kogler und Alois Forstenlechner erwischten keinen optimalen Lauf und konnten nicht mithalten.

In der Division 2 knallte Herbert Karrer mit dem Ibiza TDI die fünfte Gesamtzeit auf die Bahn und legte Hoffmann einiges vor. Auf der Jagd nach Karrers Fabelzeit verlor Hoffmann den Honda Integra kurz aus der Kontrolle und verlor vier Sekunden.

Sowohl Aflenzer als auch Karrer ließen sich dann im dritten Lauf die Führung nicht mehr abnehmen. Mit einem weiteren Traumlauf trägt sich Manfred Aflenzer in die ewige Bestenliste des Kohlreith-Bergrennens auf Rang zwei bei den zweiradgetriebenen Tourenwagen ein. Mit einem starken dritten Lauf holte sich Gottfried Kogler noch den zweiten Rang in der Gesamtwertung vor Adi Hochecker.

Auch Dieselpionier Herbert Karrer schrieb Geschichte. Mit einer Zeit von 58,69 unterbot er den Gruppe N-Rekord von Manfred Beck aus dem Jahr 1998 um zwei Hundertstel. Hinter Roman Hoffmann landete Ex-Rallycrosser Franz Leitner bei seinem Comebackrennen einen tollen Erfolg. Eine Riesenüberraschung war der vierte Rang in der Gruppe N des 20jährigen Neulengbachers Mario Drexler, der ein tolles Renndebüt ablieferte.
Das Feld der historischen Fahrzeuge war heuer etwas dünn besetzt. Kein Grund für Christian Schallenberg im BMW 2002tii nicht hemmungslos Gas zu geben und mit Respektabstand auf Anton Jakob-Käferle (Ford Escort RS2000) seinen Vorjahressieg zu wiederholen.

Fotos finden Sie in der rechten Navigation!

News aus anderen Motorline-Channels:

Bergrennen Kohlreith

- special features -

Weitere Artikel:

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben