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Super-Sprint-Challenge: Brünn

Turbulente Rennen auf dem Masarykring

Den 6.Lauf zur SCC auf dem Grand Prix-Kurs in Brünn werden die Piloten der Sprintserie für Sport- und Formelwagen nicht so schnell vergessen.

Mit 31 Piloten aus 7 Ländern Europas stellte die SSC wie schon so oft in dieser Saison ein Klassefeld. Das Rennen am Samstagmittag begann mit einer ausgefallenen Startampel. Den Piloten war es zu verdanken, dass der Start trotzdem ohne größere Nervosität über die Bühne ging.

Diese kam allerdings eine Minute später auf. Noch in der ersten Runde produzierte Wolfgang Dietmann (A) in seinem Argo-Alfa einen fatalen Dreher. Formel König Pilot Marcel Baierle konnte nicht mehr ausweichen und krachte in den Sportwagen. Beide Piloten blieben, Gott sei Dank, unverletzt. Die Fahrzeuge zeigten sich allerdings arg in Mitleidenschaft gezogen. Da der Argo-Alfa eine große Menge Benzin verlor, entschied die Rennleitung auf Abbruch.

Nach ca. 20 Minuten wurde neu gestartet. Erneut machten die Formel 3000- Piloten Arnold Wagner und Peter Milavec die Pace. Emanuel Pedrazza blieb im bärenstarken PRC- Ford in Schlagdistanz. Drei Runden danach strandete Pedrazza mit seinem Sportwagen am Streckenrand und veranlasste die Rennleitung zur erneuten Safety-Car-Phase. Ein Kabelbruch und kleinere Rauchschwaden zwangen Emanuel Pedrazza zur Aufgabe. Eine halbe Stunde nach der Bergung des PRC-Ford stellte sich heraus, dass der Sportwagen an diesen Wochenende nicht mehr zu reparieren ist.

Zum Re-Start Nummer zwei erkämpfte sich Arnold Wagner wiederum die Führung und gab diese über die auf 7 Runden verkürzte Renndistanz nicht mehr ab. Peter Milavec blieb Wagner zwar dicht auf den Fersen, doch mehr als Rang zwei war nicht drin.

Bei den Sportwagen der Division 1 sorgte der Brite Tony Sinclair (Jade-Chrysler) mit seinem Sieg für eine Überraschung und bestätigte seine gute Verfassung beim letzten Lauf in Most (CZ).

Pudelwohl fühlte sich Berg-Spezialist Otokar Kramsky (CZ), der zusammen mit seinem Landsmann Milan Stejskal im Sportwagen eine gute Figur abgab und auf Anhieb Platz zwei vor Michael Dolak einfuhr. Wolfgang Payr (A) verspielte seine Siegchance, als er unglücklich von Tony Sinclair touchiert wurde und kurz von der Piste rutschte. Bei diesem Fight lag mit Sicherheit keine Absicht seitens des Briten vor.

In der Sport-Cars-Light-Kategorie gewann „Tessitore“ im PRC-Opel vor Dauerkonkurrent Burkhard Stricker (beide PRC-Opel). Damit wahrte „Burli“ Stricker seine Chance auf den Gesamtsieg bei den Sportwagen. Gerhard Münch wurde Dritter.

Die formelfreien 2,0 Liter Rennwagen dominierte Bernd Rübig im Formel VW in souveräner Manier. Edita Praskova (Chevron-BMW) wurde Zweite vor Heinz Baltensperger (Dallara-Opel). Manfred Kuhn kam auf Grund einer defekten Wasserpumpe am Reynard-BMW nicht zum Fahren. Ein ähnliches Schicksal ereilte Helmut Rokitta und Klaus Tanzmann, die beide am Freitag Motorschäden beklagten.

Ohne die vom Ausfall- und Technikpech betroffenen Fahrer wie Emanuel Pedrazza, Wolfgang Dietmann, Hans-Peter Voigt, Helmut Rokitta, Klaus Tanzmann, Mike Roberts und Mario Mühle ging das Feld der Sport- und Formelwagen am Sonntag auf die zehn Runden-Reise.

Arnold Wagner gewann erneut das Startduell gegen Peter Milavec. Die Rennleitung erkannte allerdings einen Frühstart des Interserie-Champions. Die daraus resultierende Durchfahrtsstrafe durch die Rennleitung missachtete Arnold Wagner und bekam zu guter Letzt die schwarze Flagge gezeigt.

Peter Milavec, der lange Zeit hinter Wagner lag, profitierte natürlich im Nachhinein von diesem Zwischenfall und führte das Feld die letzten Runden bis ins Ziel an. Zweiter bei den Formel-3000-Boliden wurde Jean-Claude Monbaron.

Die Division 1 der Sports Cars diktierte Wolfgang Payr mit einem stets kontrollierten Rennen. Der Österreicher ließ sich nicht wie am Vortag von Tony Sinclair überraschen und kam zu vollen Punkten. Sinclair bot zusammen mit Otokar Kramsky eine tolle Show und holte sich im Jade-Chrysler Platz zwei vor dem tschechischen Bergprofi. Rang vier holte Gerd Beisel, der sich das ganze Wochenende mit technischen Problemen an seinem PRC-Mugen herumärgern musste.

Wie am Vortag dominierte „Tessitore“ vor Burkhard Stricker die Sport Cars Light Klasse. Beide kamen rundenlang wie aufgefädelt daher: „Ich wollte es aber nicht mit der Brechstange versuchen“, so Stricker nach dem Rennen. Dritter wurde erneut Gerhard Münch.

Mit Gesamtplatz acht und dem Sieg in der formelfreien 2,0 Liter Kategorie wiederholte Bernd Rübig seine tolle Vorstellung vom Samstag. Manfred Kuhn wurde für seinen stundenlangen Reparatureinsatz am Reynard- BMW mit Platz zwei belohnt. Heinz Baltensperger holte mit Rang drei einen Podestplatz. Ebenso konnte Marcel Baierle wieder strahlen. In einer sehr aufwendigen und langen Reparaturphase von Samstag zu Sonntag wurde sein Formel König unter Mithilfe von vielen Freunden wieder flott gemacht.

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Ergebnis 1.Lauf:

1. A. Wagner (D) Reynard-Cosworth 14:42.618 Minuten
2. P. Milavec (A) Lola-Cosworth + 3,276 Sekunden
3. T. Sinclair (GB) Jade-Chrysler + 30,429
4. O. Kramsky (CZ) Osella-BMW + 34,880
5. M. Dolak (CZ) PRC-BMW + 35,578
6. W. Payr (A) PRC-BMW + 41,732
7. M. Roberts (GB) Jade-Nissan + 42,453
8. J.-Cl. Monbaron (CH) Reynard–Judd + 47,786
9. M.Stejskal (CZ) Lucchini-BMW + 1:08,314 Minuten
10. “Tessitore “ (SLO) PRC-Opel + 1:09,003

Schnellste Runde: A. Wagner in 1:51,771 min = 174,024 km/h

Ergebnis 2.Lauf:

1. P. Milavec (A) Lola-Cosworth 19:58,708 Minuten
2. W. Payr (A) PRC-BMW + 43,483 Sekunden
3. T. Sinclair (GB) Jade - Chrysler + 46,945
4. O. Kramsky (CZ) Osella–BMW + 1:02,574 Minuten
5. J.-Cl. Monbaron (CH) Reynard–Judd + 1.08,164
6. G. Beisel (D) PRC-Mugen + 1:13,093
7. M. Stejskal (CZ) Lucchini–BMW + 1:25,190
8. B. Rübig (A) Formel VW + 1:26,024
9. “Tessitore“ (SLO) PRC-Opel + 1:58,884
10. B. Stricker (CH) PRC-Opel + 2:01,325

Schnellste Runde: P. Milavec in 1:56,731 min = 166,629 km/h

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