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Toyota Hilux 3.0 D-4D Automatik – im Test

Fahren & Tanken

Die meisten Fahrer, die noch nie mit einem großen Pick-Up unterwegs gewesen sind, gehen mit gewissen Ressentiments und einer Portion Respekt auf den Hilux zu. Nach den ersten Metern weicht diese Unsicherheit aber einem überlegenen Wohlgefühl.

Faktum ist: Mit leichten Abstrichen ist der Toyota genauso einfach zu fahren wie ein Golf mit Automatik. Lediglich beim Abbiegen in engen Gässchen sollte man den langen Radstand ins Manöver einkalkulieren. Ergo: Ausholen wie der Bus der Wiener Linien, dann klappts auch mit den geparkten Autos.

Die Bedienkräfte von Lenkung und Pedalerie sind angenehm gering, der Hilux lässt sich spielerisch mit dem Finger um die Kurve zirkeln. Trotz Heckantrieb bleibt er auch auf nasser Fahrbahn noch bevor das ESP mit lautem Piepsen auf seinen Einsatz aufmerksam macht lange Zeit neutral und einfach zu beherrschen. Da kann sich die Konkurrenz ein Stück abschneiden, denn die kommt bei widrigen Bedingungen nur allzu gern quer daher.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch den Allradantrieb zuschalten, muss sich dann allerdings in engen Kurven mit Verspannungen im Antriebsstrang herumschlagen.

Sportliche Naturen werden ihren Gefallen am bärenstarken, unter Last akustisch ziemlich präsenten Drei-Liter-Common-Rail Diesel haben. Mit 171 PS und 343 Nm bereits knapp über Leerlaufdrehzahl schiebt der Hilux mit Elan an. Ampelduelle gegen Vertreterlimousinen sind damit ebenso leicht für sich zu entscheiden wie Autobahnduelle auf den Berg.

Selbst bei voller Beladung ist der Vortrieb mehr als souverän. Zusammen mit der hervorragend schaltenden 5-Gang-Automatik bildet dieser Antrieb ein Dream-Team. Nahezu ruckfrei und vor allem jederzeit richtig schaltet dieser Automat und sorgt damit für entspanntes, sparsames und gleichermaßen agiles Vorankommen.

Nichteinmal beim Testverbrauch von 9,6 Litern war ein Automatikaufschlag zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil: Lässt man es ruhiger angehen, so sind selbst Werte knapp unter acht Litern möglich. Stop&Go in der Stadt wird mit elf Litern Diesel auf 100 km verrechnet.

Spielernaturen deaktivieren übrigens das ESP (nur bis 45 km/h möglich) und nutzen das bärige Drehmoment für halbwüchsige Stunteinlagen wie Burn-Outs und spektakuläre, aber leicht beherrschbare Drifts.

Profis nutzen die Untersetzung und die Sperre des Mitteldifferenzials zusammen mit den bemerkenswerten Geländeeigenschaften für Ausflüge in den Trial Park. Hier macht der Hilux sogar mit den Serienreifen eine hervorragende Figur und braucht sich nicht einmal hinter Granden wie dem langen Mercedes-G zu verstecken.

Beim Fahrkomfort müssen besonders im unbeladenen Zustand Pick-Up-immanente Abstriche gemacht werden: Zwar filtern die Dämpfer grobe Unebenheiten der Straße unaufgeregt glatt und auch kleine Fahrbahnschäden verpuffen bereits in den Ballonreifen, jedoch neigt das Fahrwerk zu katapultartigen Aufbaubewegungen, die besonders im Fond unangenehm auf den Magen schlagen. Im beladenen Zustand verschwindet diese Eigenschaft komplett.

Innenraum Innenraum Testurteil Testurteil

Toyota Hilux 3.0 D-4D Automatik – im Test

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