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Honda HR-V Sport - erster Test Honda HR-V Sport

Anti-Langweiler

Honda schickt mit dem H-RV Sport eine verschärfte Version des kompakten SUV auf die Straße. Hält deren Technik, was die sportliche Optik verspricht?

mid/Mst

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Der Honda HR-V Sport wurde mit neuen Schürzen und zahlreichen Teilen in Hochglanz-Schwarz wie Seitenschweller und Chromspangen vorn und hinten auf dynamisch getrimmt. Dazu gibt's Voll-LED-Licht serienmäßig.

Und das Aussehen täuscht nicht: Die Landstraßen rund um Lissabon laden dazu ein, das Gaspedal etwas kräftiger zu betätigen. Sofort fällt das direkte Ansprechverhalten des neuen 1,5-Liter VTEC-Turbobenziners auf. Zusammen mit dem überarbeiteten Fahrwerk mit der mechanischen Dämpferregelung "Synaptic Damping Control" (SDC), die ein besseres Handling gewährleistet.

Zusätzlich ist der HR-V Sport mit speziellen Karosserie-Dämpfern ausgerüstet, die ebenfalls für mehr Steifigkeit und Fahrstabilität sorgen sollen - "Performance Damper"-Technologie heißt dies bei Honda. Das manuelle Sechsganggetriebe lässt sich präzise schalten und passt gut zu dem sportlichen SUV. Etwas besser als das ordentliche 7-Gang-CVT-Getriebe, das gegen 1.300 Euro Aufpreis zu haben ist. Honda erwartet, dass sich 70 Prozent der Kundschaft für den Handschalter entscheiden werden.

Mit dem 1,5 Liter großen Turbobenziner unter der Haube, der 134 kW/182 PS leistet, sind HR-V-Fahrer jedenfalls bestens gerüstet für alle Lebenslagen und für jede Strecke, auf der Fahrspaß und nicht die reine Fortbewegung im Mittelpunkt stehen soll. Die direkte Lenkung und das Fahrwerk, das einen prima Kompromiss zwischen Komfort und straffer Auslegung bietet, sind dafür die richtigen Zutaten.

Gewöhnungsbedürftig ist lediglich das per Soundgenerator optimierte Motorengeräusch, das bei hohen Drehzahlen unangenehm ist. Die Geräuschdämmung mit Verbesserungen unter anderem in den Türen und den Radhäusern zeigt wiederum Wirkung: Bei Tempo 130 auf der Autobahn erweist sich der Neue als Flüsterer.

Der Innenraum ist viel weniger verspielt als man es von Honda erwarten könnte. Wer sich für Lederausstattung entscheidet, bekommt ein schwarz-rotes Interieur, das zum sportlichen Anspruch passt. Pluspunkte sammelt der Honda bei Materialqualität und -verarbeitung. Der japanische Autobauer hat hier sehr gute Arbeit geleistet. Manko ist das Navi, das nicht immer seinen Dienst zufriedenstellend verrichtet. Hier sollte Honda den HR-V technisch aufrüsten.

Mit 470 Liter Kofferraumvolumen bei hochgeklappten und 1.103 Liter bei umgeklappten Rücksitzen ist der HR-V auch ohne Abstriche Langstrecken- und reisetauglich. Zudem sind die "Magic Seats" an Bord: so lässt sich sogar sperrige Ladung hinter den Vordersitzen verstauen.

Wie das funktioniert? Die Sitzflächen der Rückbank sind komplett nach oben klappbar und werden dort mit einem Handgriff verriegelt. Der Verbrauch von 7,9 Litern bei zügiger Gangart auf kurvigen und bergigen Landstraßen und einem kurzen Ausflug auf die Autobahn ist nicht zu beanstanden. Mit Mäßigung lassen sich bestimmt problemlos 1,0 bis 1,5 Liter einsparen. Doch will man sich in einem sportlichen SUV mäßigen? Der neue HR-V Sport macht es einem diesbezüglich nicht leicht.

Preislich ist er mit 29.990 Euro knapp unterhalb der 30.000-Euro-Marke erhältlich, jedenfalls in Deutschland. Der Österreich-Preis ist noch nicht bekannt, wird aber wie gewohnt etwas darüber liegen.

Fünftüriges und fünfsitziges Kompakt-SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.346/1.790/1.605/2.610 mm, Leergewicht: 1.349 kg, Zuladung: 441 kg, Kofferraumvolumen: 448-1.043 l, max. Anhängelast ungebremst/gebremst: 700/1.400 kg.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbobenziner, Hubraum: 1.498 ccm, Leistung: 134 kW/182 PS bei 5.500 U/min, max. Drehmoment: 240 Nm bei 1.900-5.000 U/min, 0-100 km/h: 7,8 s, Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h, manuelles Sechsganggetriebe, Vorderradantrieb, Normverbrauch: 5,9 l Diesel/100km, CO2-Ausstoß: 135 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp.
Preis: ab 29.990 Euro.

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