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Lexus RX 450h Facelift - erster Test

Zum Jubiläum

Lexus feiert gerade 30-jährige Bestehen der Marke. Und pünktlich zu diesem Ereignis gibt es auch ein neues Modell: den frisch gelifteten Lexus RX.

mid/brie

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Der Lexus RX, Modell 2020, unterscheidet sich zwar optisch kaum vom bisherigen, gerät jedoch wegen tiefer Eingriffe in die Karosseriestruktur und der Technik fast schon zur fünften Generation.

Von der Seite betrachtet setzt der ausschließlich als RX 450h erhältlich Luxus-SUV mit der farblich unterbrochenen C-Säule, die den Eindruck eines im Heckbereich schwebenden Daches vermittelt, die Design-Tradition die RX-Linie fort.

Der unten leicht angehobene "Diabolo"-Kühlergrill zeigt sich jetzt mit einer neuartigen Gitternetzstruktur, während die Heckleuchten einen breiteren hinteren Abschluss vermitteln. Im Armaturenbrett fällt sofort das großzügig dimensionierte, 12,3 Zoll große Multifunktionsdisplay (F-Sport und Luxury Line) auf, das mit seiner Touchscreen-Technik auf das neue Bedienkonzept hinweist.

Zu den technischen Leckerbissen zählen das weiter entwickelte adaptive Variable Fahrwerk (AVS), die frisch abgestimmte elektromechanische Lenkung, der aktive Kurvenassistent und ein ganz spezielles adaptives Fernlicht. Der aktive Kurvenassistent arbeitet sehr eng mit der Lenkung zusammen, um die Untersteuer-Tendenz beim starken Beschleunigen aus dem Scheitelpunkt der Kurve heraus zu eliminieren.

Beim Fernlicht-Assistenten ist Lexus besonders auf die neue "Bladescan"-Technik stolz. Das ausgeklügelte System, in dem im Scheinwerfer ein klingenförmiger Spiegel mit 6.000 Umdrehungen pro Minute rotiert, ermöglicht eine sehr feine Lichtverteilung, um an vorausfahrenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen vorbei zu leuchten und damit jede Blendung zuverlässig auszuschließen.

Unter der Motorhaube arbeiten ein 3.5-Liter-V6-Saug-Benziner und ein Elektromotor zusammen, mit einem zweiten E-Motor auf der Hinterachse bescheren sie dem RX 450h eine Systemleistung von 313 PS und sorgen für brauchbare Fahrleistungen. Wegen des stufenlosen CVT-Getriebes dreht der Motor beim spontanen Beschleunigen zwar hörbar an die Spitzendrehzahl heran, allerdings spielt sich Vorgang deutlich eleganter ab als bei den kleineren Lexus-Modellen mit den Vierzylindern.

Beim eher gleichmäßigen Fahren mit Landstraßentempo stellt sich ein angenehmer Schwebezustand ein, der durch die komfortable Federung und die ausgefeilte Geräuschdämpfung ganz klar unterstützt wird. Genau so wird der Luxus spürbar, den Lexus für sich als Premiummarke seit ihrem Beginn vor 30 Jahren reklamiert.

Einen weiteren Beitrag für diese Anmutung leisten die Materialwahl im Innenraum sowie die akkurate Verarbeitung, die beim japanischen Autobauer unter der Überschrift "Takumi-Handwerkskunst" läuft. Alles wirkt so, als würde der Großmeister persönlich nach dem Zusammenbau des Autos noch einmal sein prüfendes Auge auf jedes Detail werfen.

Für den Erwerb des neuen Lexus RX 450h muss man mindestens 61.350 Euro bereithalten. Weil sich allerdings nur ein Prozent der Kunden für die Basisversion entscheidet, wird es wohl etwas teurer werden: 66.850 Euro für die Executive Line (Kundenanteil 42 Prozent) oder 77.550 Euro (30 Prozent) für die Luxury Line oder 79.150 Euro für den F Sport. Soll es gar die um zehn Zentimeter längere Version mit dritter Sitzreihe sein, dann fakturiert der Lexus-Händler zwischen 3.150 und 6.550 Euro zusätzlich. Alle Preise gelten für Deutschland, die Österreich-Preise stehen noch nicht fest.

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