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Subaru Forester und XV e-Boxer - erster Test

Elektrisiert

Mit dem rundum erneuerten Forester und dem XV läutet der japanische Allradexperte Subaru das Zeitalter der Hybridisierung, genannt e-Boxer, ein.

mid/asg

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Das Auto der Zukunft ist eines mit - zusätzlichem - elektrischem Antrieb. Mit dem rundum erneuerten Forester und dem XV läutet der japanische Allradexperte Subaru jetzt auch für sich das neue Zeitalter ein. In der neuen, der fünften Generation des "Försters" und im Bestseller XV sorgt ab dem Beginn des nächsten Jahres neben dem traditionellen Boxer-Motor auch ein Elektromotor für Fortkommen.

Den 16,7 PS starken Helfer haben die Japaner im Gehäuse ihrer ebenfalls traditionell stufenlosen CVT-Automatik platziert. Gespeist wird der E-Antrieb über einen Lithium-Ionen-Akku mit 13,5 kWh über der Hinterachse. Der Stromantrieb hilft dem überarbeiteten, 150 PS starken Triebwerk in den unteren Drehzahlbereichen, ein weiterer Einsatzzweck ist es, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Rein elektrisch sind bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h Distanzen bis zu 1,6 Kilometer drin.

Auf einem abgesperrten Geländekurs in der Nähe der lettischen Hauptstadt Riga mit anspruchsvollen Waldstücken samt tiefen sandigen Furchen, steilen steinigen Auf- und Abstiegen und einer kleinen Rennstrecke konnten wir uns ein Bild von den elektrisierten Japanern machen.

Der neue Forester, der nach seiner US-Premiere vor mehr als einem Jahr jetzt endlich auch in Europa bestellbar ist und zum Anfang des kommenden Jahres vorfahren wird, startet gleich mit dem e-Boxer. Der SUV-Pionier unterscheidet sich schon optisch deutlich vom Vorgänger. Der Grill mit zwei silbern umrandeten Lufteinlässen ist größer, die seitliche Fensterlinie steigt stärker nach hinten an. Ebenfalls neu sind die LED-Scheinwerfer und die schwarzen Planken aus Kunststoff, die Radkästen und Seitenschweller zieren. Die Türen zum Fond öffnen weiter, der Einstieg dorthin wird bequemer. Den Kontakt zur Straße übernehmen Räder mit einer Größe von bis zu 18 Zoll.

Dank des um drei Zentimeter verlängerten Radstands verbessern sich im Forester, der wie der kleinere XV II (Bild ganz unten links) auf der neuen Subaru Global Plattform aufbaut, vor allem die Beinfreiheit der Passagiere in der zweiten Reihe und die Größe des Kofferraums. Der fasst anstelle 505 Litern jetzt 509 Liter. Die Batterie unter dem Kofferraumboden schmälert also in keiner Weise das Ladevolumen.

Das serienmäßige Fahrerassistenzsystem ,,Eyesight" punktet jetzt mit dem "Driver Monitoring System", das den Fahrer, wenn er abgelenkt ist, akustisch warnt. Zusätzlicher Nutzen: Das System merkt sich bis zu fünf Fahrer und stellt nach deren Einsteigen automatisch die genutzte Sitzposition, Seitenspiegel und Klimaanlage ein. Das Notbremssystem schützt jetzt auch beim Rückwärtsfahren vor Kollisionen.

Im Gelände macht sich der Mildhybrid-Antrieb deutlich bemerkbar. Bei vorsichtiger Fahrt über die von Wurzeln tückisch durchzogene Waldstrecke sorgt die Assistenz des e-Motors sowohl beim schwereren Forester, als auch beim XV für genügend Durchzug. Er steht sofort parat, noch ehe der Benziner seine Kraft aufgebaut hat.

Auf der Rennstrecke - in der Realität eher weniger das Revier der beiden Subarus - spricht der e-Boxer einen Lidschlag schneller als der konventionelle Boxer-Motor auf den Gasbefehl an. Im Stadtverkehr mit häufigem Bremsen und Beschleunigen kann sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu elf Prozent im Vergleich zum bisher angebotenen Boxermotor verringern. Als Normverbrauch notiert Subaru für XV mit e-Boxer 6,5 l/100 km, für den neuen Forester e-Boxer 6,7 l/100 km.

Auf den ausgiebigen Testfahrten über Autobahn, Landstraße und durch das Gelände zeigte der Bordcomputer im Forester einen Verbrauch von 8,6 Litern an, im XV waren es 7,7 Liter. Der neue Forester startet in Österreich zu Preisen ab 36.990 Euro (Deutschland: 34.990 Euro), der XV mit dem neuen Mild-Hybrid-System kostet ab 31.990 Euro (D: 30.690 Euro).

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