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Citroen C5 Aircross PureTech 180 EAT8 - im Test Citroen C5 Aircross 2019

Topmodel

Bezahlbar, aber ein bisschen extravagant: Mit dem C5 Aircross hat die Citroen einen weiteren Kandidaten für Frankreichs nächstes Topmodel.

Mit einem breiten Grinsen kommt der fesche Franzose daher, als wolle er klarmachen: Mit mir ist zu rechnen, wenn es darum geht, Spaß zu haben. Wer sich für die ausprobierte Top-Ausstattung "Shine" entscheidet, und wenn unter der hoch angesetzten, nahezu waagerecht verlaufenden Motorhaube der Turbobenziner mit 133 kW/181 PS in Kombination mit der Achtstufenautomatik steckt, was bei Citroen etwas verschränkt als PureTech 180 S&S EAT8 bezeichnet wird, dann hält die Optik, was sie verspricht.

Das SUV bietet ein Höchstmaß an Komfort und dank des kräftigen Motors samt sanft schaltender Automatik so viel Agilität, dass sich problemlos alle Anforderungsprofile abdecken lassen. Heißt: Wer es etwas sportiver angehen möchte, wird feststellen, dass das 4,50 Meter lange SUV keine Probleme mit dieser Gangart hat. Sogar SUV-typische Wankbewegungen der Karosserie - etwa in schnell gefahrenen Kurven - konnten die Ingenieure weitestgehend eliminieren, was bei den beliebten Hochbeinern dieser Größenordnung nicht bei allen Marken der Fall ist. Chapeau! Und auch 7,5 Liter als Durchschnittsverbrauch sind dann akzeptabel.

 Citroen C5 Aircross 2019

All jenen, die es beim Autofahren gerne gemütlich und vielleicht sogar entspannt angehen, sei versichert: Der C5 Aircross mit "Advanced Comfort Federung" kann ein echter Leisetreter sein, ein ganz ruhiger Begleiter für alle Lebenslagen - und wenn dann auch noch die nicht ganz günstige Massagefunktion an Bord ist, wird das SUV zum rollenden Wellness-Tempel.

1.100 Euro kostet das Komfort-Gestühl beim C5 Aircross Shine zusätzlich, dann allerdings auch mit schickem mehrfarbigen Lederbezug. Dazu kommt ein Höchstmaß an Flexibilität dank der drei längsverstellbaren und Einzelsitze in der zweiten Reihe, die sich zudem neigen lassen. Viel besser geht es in dieser Fahrzeugklasse wohl nicht.

Das gilt auch für die Optik des Citroen, die zwar polarisiert, aber das ist Teil der Markenphilosophie. Design-Einheitsbrei aus dem SUV-Sortiment der Hersteller ist der C5 Aircross jedenfalls nicht. Die Front ist dank der schmalen und weit außen liegenden Scheinwerfer sowie dem breiten Kühlergrill bullig, die Überhänge sind kurz, dazu eine hoch angesetzte Haube. Die Airbumps an den Flanken erzeugen einen zusätzlichen Kontrast.

Auch der Wunsch nach Individualisierung kommt nicht zu kurz: Sieben Außenlackierungen, eine zweifarbige Lackierung in Verbindung und drei Style-Pakete stehen zur Wahl, was in der Summe 30 Außenvarianten ergibt. Die Chancen, dass im eigenen Revier ein absolut identischer C5 Aircross seine Kreise zieht, sind also überschaubar - so viel Extravaganz kann sich also lohnen.

Weniger aufsehenerregend ist der Preis. Für den C5 Aircross Shine Puretech 180 EAT8 verlangt Citroen mindestens 37.590 Euro (Deutschland: 36.890 Euro) - bietet in der Top-Variante aber auch ein außergewöhnliches Design und eine umfangreiche Serienausstattung. Da lässt sich ein breites Grinsen nur schwer unterdrücken.

Fünftüriges, fünfsitziges SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.500/1.859/1.688/2.730 mm, max. Leergewicht: 1.505 kg, Zuladung: 485 kg; Anhängelast gebremst/ungebremst: 1.500/750 kg, Kofferraumvolumen: 580-1.630 l, Tankinhalt: 52 l.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbobenziner; Hubraum: 1.598 ccm; Leistung: 133 kW/181 PS bei 5.500 U/min; max. Drehmoment: 300 Nm bei 1.900 U/min; 8-Stufen-Automatikgetriebe; 0-100 km/h: 8,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h; Normverbrauch: 5,8 l/100 km; CO2-Emission: 132 g/km; Schadstoffklasse: Euro 6d-Temp.
Österreich-Preis: ab 37.590 Euro (Deutschland:36.690 Euro).

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