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Volvo V60 D4 Cross Country - im Test

Alleskönner

Auch ohne klobiges SUV-Format kann man offroad reüssieren, gleichzeitig aber elegant vorm Nobelhotel vorfahren: Volvo V60 Cross Country im Test.

Lars Wallerang/mid

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Der Volvo V60 Cross Country kann viel auf einmal: Der elegant geschnittene Kombi erweist er sich als edler Begleiter in der Stadt. Mit ihm kann man sich an der Vorfahrt eines Nobelhotels sehen lassen, ohne auf dem Supermarktparkplatz protzig rüber zu kommen. Dank großer Heckklappe und 529 Litern Kofferraumvolumen lässt sich der Volvo auch mit großen Kisten beladen.

Wir fuhren den landadlige Schweden als "D4", also mit Dieselmotor, der aus zwei Litern Hubraum 140 kW/190 PS herausholt - in Österreich die einzige Motorisierung für den Cross Country, in Deutschaland gibt es ihn auch noch als Benziner T5 mit 250 PS. Der Vierzylinder-Diesel besitzt zwei Turbolader, die den Selbstzünder vor allem auf Stadt- und Landstraßen tüchtig auf Trab bringen. Ein mittlerer Druck aufs Gaspedal genügt, und schon macht der Kombi einen Raubkatzen-Satz - verbunden mit dem klassischen Dieselmotor-Geräusch, das nicht sonderlich dezent ist.

Volvo schreibt Sicherheit seit vielen Jahrzehnten groß. Und der getestete V60 CrossCountry verlieh nun auch ein starkes Gefühl von Geborgenheit. Das fing schon bei den Sitzen an, in denen sich der Insasse wie in Abrahams Schoß fühlen kann. Und das agile und saubere Handling gibt dem Fahrerauch in scharfen Kurven stets das Gefühl, Herr der Lage zu sein.

Als aktuelles Modell besitzt der mittelgroße Gelände-Kombi auch das edle Volvo-Interieur, das vielleicht hochwertigste in der Firmengeschichte. Mattes Naturholz und Aluminium sind in den mittleren Modellen genauso großzügig verbaut wie in der höheren 90er-Linie.

Gegen den viereckigen Drehknopf für Start und Stopp der Maschine wirkt selbst das Pendant in einem Rolls-Royce banal. Und Infotainment sowie Sicherheitsassistenten sind im Volvo modellübergreifend auf Topniveau.

Zu den serienmäßig eingebauten Helfern gehören das Volvo City Safety Notbremssystem mit Lenkunterstützung zur Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen, Motorradfahrern, Fußgängern, Radfahrern und Tieren, die Notbremsfunktion bei Gegenverkehr, Kreuzungs-Bremsassistent zur Unfallvermeidung beim Abbiegen, Run-off Road Protection zum Insassenschutz bei Unfällen durch Abkommen von der Fahrbahn, Road Edge Detection zur Fahrspur- und Fahrbahnranderkennung, Oncoming Lane Mitigation mit Lenkeingriff, wenn man bei Gegenverkehr die Mittellinie überfährt, ein aktiver Spurhalte-Assistent und noch einige mehr.

Der Spurhalteassistent geht recht sanft vor und korrigiert ungewolltes Tangieren von Linien diskret. Sollte man die Funktion durch Loslassen des Lenkrads auf die Probe stellen wollen, schrillen allerdings die Alarmglocken und der Bordcomputer weist energisch darauf hin, dass beiden Hände bitteschön am Lenker verbleiben müssen. Ja, in Sachen Sicherheit verstehen die Schweden keinen Spaß.

Fünftüriger, fünfsitziger Kombi, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4.784/1.850/1.499/2.875 mm, Leergewicht: 1.923 kg, Zuladung: 477 kg; Anhängelast gebremst/ungebremst: 2.000/750 kg, Kofferraumvolumen: 529-1.441 l, Tankinhalt: 60 l.
Antrieb: 4-Zylinder-Turbodiesel; Hubraum: 1.969 ccm; Leistung: 140 kW/190 PS bei 4.250 U/min; max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750-2.500 U/min; 8-Gang-Automatik; 0-100 km/h: 8,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h; Allradantrieb, Normverbrauch: 5,4 l/100 km; CO2-Emission: 143 g/km; Schadstoffklasse: Euro 6d-Temp.
Österreich-Preis: 50.510 Euro (Deutschland: 51.200 Euro)

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