RALLYE

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Kahle unter Druck

Meister Matthias Kahle darf sich keine Fehler erlauben, möchte er seinen Titel verteidigen, Hermann Gaßner hat derzeit die Trümpfe in der Hand.

Zwei Vollgas-Tage im grünen Herzen der Eifel verspricht der fünfte DRM-Lauf. Schon der Auftakt der Eifel-Rallye hat es in sich: Bei der kurzen Freitags-Etappe stehen nach dem Start um 17.30 Uhr in der Stadtmitte von Daun vier WPs mit einer Gesamtlänge von 44,2 km auf dem Programm. An sich eine lösbare Aufgabe.

Während sich die Fahrer jedoch nach zwei Prüfungen bei einer Pause in Wittlich erholen können, haben die Mechaniker erst nach den vier Prüfungen die Chance, sich um ihre Sportgeräte zu kümmern. Außer Auftanken sind zwischen den Prüfungen keine Arbeiten erlaubt.

Ein erster Härtetest also schon zu Beginn der Rallye, hier könnte die richtige Reifenwahl schon eine erste Entscheidung bringen. Die zweite Etappe bietet mit ihren 108,18 WP-km dann einen zehn Stunden langen Vollgas-Tag, bei dem es zum krönenden Abschluss durchs "Manta-Loch" geht.

Aus österreichischer Sicht interessant: Andreas Waldherr und Richard Jeitler starten mit dem VW Golf IV TDI, eine Überraschung in Form eines Top-Platzes ist dem Duo in jedem Fall zuzutrauen.

Kahle muss attackieren

Für den amtierenden Meister Matthias Kahle gibt es nur eine Taktik: "Wir müssen auf jeden Fall gewinnen, um uns die Chancen auf den Meistertitel zu erhalten."

In der DRM-Meisterschaftstabelle liegt Kahle derzeit nach zwei Gesamtsiegen, aber auch zwei Ausfällen hinter Gaßner / Schrankl und Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) auf dem dritten Platz. Der Vorsprung von Gaßner beträgt zwar schon 62 Punkte, aber bei den drei noch zu fahrenden Läufen sind noch 120 Punkte zu erreichen - entschieden ist derzeit noch nichts.

Spitzenteams lauern auf Patzer des Meisters

In den Hochrechnungen im Titelkampf darf man auch die vielen weiteren Top-Teams nicht außer Acht lassen. Hier lauern etwa Maik Stölzel / Thomas Windisch (Zwickau / Aue) im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC und auch die Mitsubishi-Lancer-Armada mit Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Stuttgart / Klaus), Toni Werner / Peter Kroll (Landshut / Eggstedt) oder Frank Färber / Dr. Thomas Schünemann (Neuwied / Hamburg) wartet nur auf ein Straucheln von Kahle.

Starke Konkurrenz auch in der Zweiliter-Klasse, wo bei der Eifel-Rallye gleich drei Teams auf VW Golf Kit-Cars antreten. Die DRM-Fünften Armin Holz / Jörn Limbach (Celle / Hüttigweiler) bekommen es mit den niederländischen Teams Jan de Winkel / Radboud v. Hoek und Hans Weijs / Carol Robbers (alle VW Golf Kit-Car) zu tun, die sich sicherlich nicht kampflos beugen werden.

Super-1600-Meisterschaft: Jostes zuversichtlich

Spannung macht sich auch in der Super-1600-Meisterschaft breit. Der Sachse Carsten Mohe liegt mit Co-Pilot Lutz H. Uhlig im Renault Clio Super 1600 nach drei Siegen deutlich in Front. Aber der Hesse Horst Rotter konnte ihm im Opel Corsa Super 1600 ausgerechnet beim Heimspiel den Sieg entreißen.

Auf den Citroen-Junior Rainer Jostes wartet in der Eifel eine neue Herausforderung in seinem "DRM-Lehrjahr", in dem er aber schon deutliche Akzente setzen konnte: "Ich will in der Eifel mit um den Super-1600-Sieg fahren - ob es klappt, weiß ich nicht. Da werden Carsten und Horst sicherlich noch ein Wörtchen mitreden wollen."

DRM-Stände nach 4 von 7 Läufen

Fahrerwertung


1. Gaßner / Schrankl: 182 Punkte
2. Mohe / Uhlig: 135 Punkte
3. Kahle / Göbel: 120 Punkte
4. Corazza / Rothe: 109 Punkte
5. Holz / Limbach: 103 Punkte
6. Stölzel / Windisch: 95 Punkte
7. Rotter / Hawranke : 88 Punkte
8. Wallenwein / Zeitlhofer: 87 Punkte
8. Stapel / Haase: 87 Punkte
10. Neuschäfer-Rube / Seitz: 82 Punkte

Super-1600-DM

1. Mohe / Uhlig: 36 Punkte
2. Rotter / Hawranke: 20 Punkte
3. Jostes / Enderle: 12 Punkte

Markenwertung

1. Skoda: 247 Punkte
2. Opel: 120 Punkte
3. Citroen: 92 Punkte

Privatfahrer-Wertung

1. Corazza / Rothe: 109 Punkte
2. Holz / Limbach: 103 Punkte
3. Stölzel / Windisch: 95 Punkte

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