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Bei Peugeot hängt der Haussegen schief

Marcus Grönholm und Richard Burns sind sich spinnefeind, mit ein Grund dafür ist das neue Punktesystem in der Rallye-WM.

Manfred Wolf

Die Wogen bei Peugeot, die sich zwischendurch schon geglättet hatten, gehen wieder hoch. Richard Burns liegt in der WM in Führung und profitiert dabei ganz klar vom neuen Punktesystem in der Rallye-WM, das den Gewinner eines Laufes nicht mehr in dem Maße belohnt, wie noch in den letzten Jahren.

Und Marcus Grönholm, der heuer schon zwei von vier WM-Rallyes gewinnen konnte, passt das gar nicht: Zum wiederholten Male ätzte Grönholm nach seinem Sieg bei der Neuseeland Rallye: „Das neue Punktesystem ist nicht gut für mich. Normalerweise sollte ich die WM-Wertung anführen. So aber habe ich Richard von seinem Vorsprung nur zwei Punkte abgenommen und er ist immer noch sechs Zähler vorne.“

Nun weiß man, dass die Beziehung von Burns und Grönholm nicht gerade die harmonischste ist. Schon bevor Burns nach seinem Weltmeistertitel für Subaru ins Lager von Peugeot gekommen war, stichelte Grönholm in Richtung des Briten.

Unter anderem nörgelte Grönholm auch wegen des wesentlich höheren Salärs, das Burns für seine Dienste von den Franzosen bekommt. Alles in allem jedenfalls keine idealen Voraussetzungen für gute Stimmung im Team.

Und als Burns im letzten Jahr von Grönholm auch noch in Grund und Boden gefahren wurde, war auch der englische Gentleman sauer, teils auf sich, zum Teil aber auch auf seinen Ingenieur (den er heuer schon ausgewechselt hat) und natürlich auch auf den übermächtigen finnischen Hobby-Landwirt.

Da ist der Streit um das bessere Punktesystem nur logische Folge einer Auseinandersetzung, die im Laufe der heurigen Saison wohl ihren Höhepunkt finden wird: Denn möglicherweise entscheidet sich die WM 2003 ausgerechnet zwischen den beiden Peugeot-Teamkollegen. Und damit wird sich auch zeigen, ob konstantes Fahren, oder eine „Hop-oder-Drop-Einstellung“ der bessere Weg zum WM-Titel ist.

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