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Nur die Harten kommen durch

Nach zwei reinen Asphalt-Veranstaltungen wird beim fünften Lauf zur Rallye-Meisterschaft auch auf Schotter die Post abgehen.

25 Prozent der Sonderprüfungskilometer rund um Althofen/Gurk/Straßburg werden ohne Asphalt-Auflage gefahren. Für das Benzin-VW-Golf-Kit-Car von Andreas Waldherr und Richard Jeitler sollte diese Tatsache auf den ersten Blick abschreckend wirken, sind sie doch auf losem Untergrund gegen die allradgetriebene Konkurrenz eindeutig benachteiligt.

Waldherr bleibt jedoch im Kampf um eine Spitzenplatzierung optimistisch: „Ein Golf braucht sich nicht zu verstecken, wir werden mit Sicherheit die optimale Traktionskraft finden und im Gesamtklassement um einen Platz am Stockerl mitfighten.“

Im Dieselfeld des VW-Rallye-Team Austria, mit den Piloten Christian Lippitsch, Hannes Danzinger und Martin Ertl und den aktuellen Meisterschaftspunkten von 40, 34 und 25 wird es VW intern mit Sicherheit heiß hergehen.

Lippitsch und Danzinger wollen als Führende in die Rallye-Herbstsaison starten, Martin Ertl, am 4. Platz der Wertung, sollte unbedingt dem Drittplazierten, Manfred Pfeiffenberger (Seat), die notwendigen acht Punkte abringen, um eine Dreifach-Führung für Volkswagen zu ermöglichen.

Christian Lippitsch, seit der Bosch Super Plus Rallye wiederum aufgetankt mit Selbstvertrauen, hofft auf das berühmte Momentum. Heißt doch der Diesel-Sieger der Castrol 2003: Christian Lippitsch.

„Ich fühle mich inzwischen wieder wohl und möchte meinen Vorjahrssieg auf alle Fälle wiederholen. Gerade in Kärnten darf man sich aber nie zu früh freuen. Zum Beispiel ist die vorletzte Sonderprüfung 30 Kilometer lang und besteht fast zur Hälfte aus ziemlich anspruchsvollen Schotterstrassen. Da kann es wie im Vorjahr noch auf den letzten Metern einen Umsturz im Klassement geben. Eine spannende Rallye kann ich jedenfalls ankündigen.“

Hannes Danzinger (und seinem Vater) war seit der Bosch Super Plus mit Sicherheit nicht langweilig. Nach dem gründlichen Abgang in Pinggau (keine Anzeichen eines VW-Golf: Wagenoberbau, Wagenunterbau, rechte Seite, linke Seite, hinten, vorne) war eine neue Golf-Rohkarosserie angesagt. Sie kam von VW-Racing aus Hannover. Mehr als 200 Arbeitsstunden kostete der Umbau aller mechanischen und elektronischen Teile. Bewältigt in Eigenregie von Hannes Danzinger.

Für Martin Ertl, den Junior im VW-Team, geht es bei den 210 SP-Kilometern in Kärnten auch darum, den immer stärker fahrenden Michael Böhm (Fiat Stilo) von Beginn an hinter sich zu halten.

Ertl: „Wir müssen sofort unseren Rhythmus finden, uns nicht vom Tempo unserer Gegner verrückt machen lassen, noch dazu, wo es sich in dieser Saison schon zweimal gezeigt hat, dass sich das Problem durchaus von selbst erledigen kann. Am Ende der Rallye sollte dann Platz drei hinter den beiden Team- und Markenkollegen stehen.“

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