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Der Countdown läuft

Von 19. bis 22. August findet die diesjährige OMV ADAC Rallye Deutschland statt, die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre nicht weniger großen Schatten voraus, und rund 50 Tage vor dem Start zur OMV ADAC Rallye Deutschland läuft der Countdown bei der ADAC-Organisation mit merklich höherer Schlagzahl.

Die Werksteams testen schon

So prüfen die Werksteams schon in diesen Tagen an ihren World Rally Cars die Abstimmungen der Fahrwerke sowie Differenziale und testen darüber hinaus in den Weinbergen rund um Trier sowie auf dem Truppenübungsplatz Baumholder die optimalen Reifen-Mischungen.

Peugeot und Ford spielen bei diesen jeweils zwei- bis dreitägigen Tests für die deutsche WM-Runde derzeit die Vorreiterrollen, wobei Testtermine und -orte seitens der Organisation nicht nur zeit- und teamgerecht koordiniert sein wollen, sondern leider auch geheim gehalten werden.

„Natürlich wollen die Werksteams ungestört von Rallye-Fans und nicht unter den Argusaugen der Mitbewerber ihre Testsitzungen absolvieren“, unterstreicht Rallye-Leiter Armin Kohl. Völlig unter den Augen der Öffentlichkeit absolviert allerdings der Belgier Freddy Loix, Peugeot-Werksfahrer mit längerer Einsatzpause, die Eifel-Rallye Mitte Juli, um sich auf deutsche Asphaltpisten einzustellen.

Armin Kohl hielt am letzten Wochenende erneut ein zweitägiges Seminar für die Leiter der 24 eingeplanten Wertungsprüfungen ab, um aktuelle Regularien der FIA und deren praktische Abläufe zu vertiefen. Für Mitte August, also wenige Tage vor dem Rallyestart, ist die nächste Arbeitsrunde angesetzt, während die bundesweite Schulung der 2.000 Marshalls durchgehend abläuft.

Reges Teilnehmerinteresse, viele zusätzliche WRC am Start

Seit Öffnung der Nennungsliste für die maximal 90 Starter zur OMV ADAC Rallye Deutschland stellt Armin Kohl verstärkte Anmeldungen insbesondere in der reizvollen WRC-Klasse fest.

„Wir können diese Jahr mit deutlich mehr WRC-Startern rechnen, so meldete der französische Automobilsportverband FFSA bereits seine drei Nachwuchsteams an und bei Skoda wird mit Jungtalent Roman Kresta auch ein dritter Fabia WRC am Start sein.“

Unter den gallischen Jungstürmern ist übrigens auch der Formel-1-Testfahrer Stéphane Sarrazin mit einem Subaru Impreza WRC vertreten. Citroën avisiert neben Sébastien Loeb, dem Sieger von 2002 und 2003, und seinem Teamkollegen Carlos Sainz aus Spanien zusätzlich den Deutschland-Gewinner von 2001, den Franzosen Philippe Bugalski.

Eine technische Aufrüstung plant dagegen das OMV-Team, das momentan einen neuen Mitsubishi Evo VIII für den deutschen WM-Lauf aufbaut. Teamchef Jürgen Bertl erläutert: „Der verbesserte Motor und die Gewichtsoptimierung des Mitsubishi Evo VIII sind Vorteile, die wir strategisch einsetzen werden. Ob Jani Paasonen oder Manfred Stohl das neue Fahrzeug bei der OMV ADAC Rallye Deutschland pilotieren wird, werden wir aufgrund des Ergebnisses bei der Argentinien-Rallye Mitte Juli und des WM-Standes entscheiden.“

Fest steht aber heute schon, dass das deutsche Jungtalent Sebastian Vollak (Solingen) einen ebenfalls neu präparierten Evo VII zur Verfügung gestellt bekommt, um als Debütant auf der deutschen WM-Bühne zu überzeugen.

Keine Schotterspione, dafür ein „Route Inspection Car“

Da seitens der FIA die Streckenspione (Gravel Crews) der Werksteams aus Kostengründen in 2004 verboten wurden, setzt der ADAC erstmals bei seinem WM-Lauf ein Rallye erfahrenes Inspektionsteam (Route Inspection Car) ein, dass kurz vor dem Durchlauf des Starterfeldes über die Prüfungen fährt und mögliche Veränderungen des Streckenbelags zum Beispiel aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen an alle Teams meldet. „Mit dieser Neuerung sind wir jedenfalls auf der sicheren Seite“, analysiert Rallye-Leiter Kohl.

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