RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Österreich dominiert auf der ganzen Linie

Baumschlager gewinnt vor Kopecky und Pech, Gruppe-N-Sieg an Rosenberger, Pfeiffenberger Top-Diesel, Leeb gewinnt Juniorenwertung.

Die 22. Auflage der IQ-Jänner-Rallye wird wohl in die Geschichte dieses Klassikers eingehen. 120.000 Fans waren an beiden Tagen ins Mühlviertel gepilgert, um den Saisonauftakt der heimischen Rallyemeisterschaft und gleichzeitig den ersten Lauf für das tschechische Championat zu erleben.

Die beiden Organisationsleiter des RC Mühlviertel Christian Weissengruber und Ferdinand Staber hatten viel Grund zur Freude: „Es war ein Sieg für den gesamten Rallyesport in beiden Ländern. Es war richtig unsere tschechischen Freunde einzuladen, um einen gemeinsamen Meisterschaftslauf zu organisieren und es war richtig den Status der Europameisterschaft zurückzulegen, um den Start der WRC-Fahrzeuge damit sicher zu stellen. Bemerkenswert waren die vielen sehr disziplinierten Fans aus beiden Ländern, wir können dafür nur Danke sagen. Dies gilt auch für die mehr als 500 Mitarbeiter der IQ Jänner Rallye, die ebenfalls für diesen Erfolg verantwortlich zeichnen,“ erklärte stellvertretend Christian Weissengruber.

Die Fans hatten ihr Kommen nicht zu bereuen. Sie sahen bei schwierigen, winterlichen Bedingungen, Rallyesport vom Feinsten. Sportliches Glanzlicht war der einsame Kampf des Löwen aus Rosenau, Raimund Baumschlager gegen die PS schwangere Phalanx von WRC-Autos aus Tschechien, Polen und der Slowakei. Für Baumschlager war es einer der schönsten Siege in seiner langen erfolgreichen Karriere:

„Ich kann nur sagen, ich bin glücklich und zugleich auch müde. Die beiden Tage haben mich geschafft. Es war unheimlich schwer so gleichmäßig ohne Fehler auf diesem schwierigen Terrain schnell zu sein. Meine Konkurrenten, an der Spitze mit Jan Kopecky, haben mich bis zum Äußersten gefordert. Das ich mit meinem schon betagten Mitsubishi gegen die WRC`s gewonnen habe, freut mich ganz besonders.“

Verfolger Jan Kopecky war ein fairer Verlierer: „Ich muss Raimund gratulieren, er hat mit einer sehr konstanten Leistung auf Eis und Schnee verdient gewonnen.“

Vaclav Pech junior und vor allem auch Tomas Enge haben für viel Bewegung in der Rallye gesorgt. Pech verlor Zeit durch einen Ausritt und einen Überschlag, Enge erzielte sechs Bestzeiten, verlor aber mehr als vier Minuten durch ein Getriebeproblem. Der Pole Kuzaj, der lange Zeit an zweiter Stelle lag, musste durch einen Unfall auf der SP 9 aufgeben. Beppo Harrach, der erstmals in der Gruppe A unterwegs war, scheiterte schon auf der SP 1 an einem schneebedeckten Randstein. Erwähnenswert auch die Leistung von Lokalmatador Bernhard Jahn als Zwölfter, sowie Johann Holzmüller der 13.ter wurde.

Für viel sportliche Challenge sorgten die österreichischen Gruppe N Piloten. Nachdem der Deutsche Meister Hermann Gassner und der slowakische Meister Tibor Cserhalmi durch Ausritte zeitmäßig weit zurückfielen, lieferten sich Ernst Haneder, Karim Pichler, Martin Zellhofer, Kris Rosenberger und Franz Wittmann junior ein einen tollen Fight.

Zellhofer musste aufgeben, Wittmann fiel nach Ausritt gegen Ende der Rallye weit zurück. Die endgültige Entscheidung um den Gruppe N-Sieg fiel erst auf der letzten Sonderprüfung im Aisttal. Der große Routinier Kris Rosenberger konnte dabei mit der viertbesten Gesamtzeit den Gruppe N Sieg vor Karim Pichler und Ernst Haneder sicherstellen. „Ich habe mit dem Schlussangriff bis zur letzten SP gewartet, das hat sich jetzt sichtlich ausgezahlt,“ freute sich Rosenberger über seine ersten vollen Meisterschaftspunkte mit dem neuen Subaru.

Die Dieselwertung endete mit einem Erfolg des jungen Salzburgers Manfred Pfeiffenberger (Seat) vor Hannes Danzinger und Christian Lippitsch (beide auf VW). Pokalsieger Andreas Waldherr hatte ganz einfach verwachst und hat nach vielen Ausritten resigniert aufgegeben.

Die erstmals von der OSK ausgeschriebene Juniorenwertung holte sich der Kärntner Marcus Leeb (Citroen Saxo) vor dem Tschechen Vytasek (Honda) und den beiden Österreichern Oliver Apfelthaler (Honda) und Markus Weissengruber (Citroen).

Endstand der IQ-Jänner-Rallye 2004 nach 17 Sonderprüfungen:

1. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha A/D Mitsubishi 3:01:56,6
2. Jan Kopecky/Filip Schovanek CZ Skoda WRC + 1:14,5
3. Vaclav Pech/Petr Uhel CZ Ford WRC + 3:56,0
4. Tomas Enge/ Petr Gross CZ Ford WRC + 4:25,1
5. Jozef Beres/Jaroslav Palivec SK/CZ Hyundai WRC + 6,19,5
6. Kris Rosenberger/Sigi Schwarz A Subaru 1. Grp N + 7:12,2
7. Karim Pichler/Markus Seifried A Mitsubishi 2. Grp N + 7:23,9
8. Ernst Haneder/Tamara Jabornig A Mitsubishi 3. Grp N + 7:47,5
9. Hermann Gassner/ K.Thannhäuser D Mitsubishi 4.Grp.N + 11:45,3
10. Emil Triner/Milos Hulka CZ Seat WRC + 11:55,2
11. Martin Prokop/Jan Mozny CZ Skoda WRC + 13:18,8
12. Bernhard Jahn/ Petra Jahn A Subaru + 19:01,0
13. Johann Holzmüller/St. Langtaler A Mitsubishi + 20:15,8

Bestzeitenverteilung: Kopecky 6, Enge 6, Baumschlager 3, Chvojka und Pech je 1

Mit einer netten Geste verabschiedete sich der ehemalige Rallye Weltmeister Stig Blomqvist aus Österreich. Er besuchte vor seiner Abreise den Vertreter des Hauptsponsors der IQ Jänner Rallye , Herrn Kommerzialrat Julius Stiglechner im Krankenhaus Linz. Der Rallyebegeisterte Chef des Hauses Stiglechner Mineralöle laboriert zur Zeit an einem Bandscheibenleiden und konnte „seine“ Rallye leider nicht besuchen.

Stand in der Rallyemeisterschaft nach dem ersten von acht Läufen:

Gruppe A: 1. Raimund Baumschlager 12 Punkte, 2. Jan Kopecky 10, 3. Vaclav Pech 8, 4. Tomas Enge 7, 5. Jozef Beres 6, 6. Emil Triner 5, 7.Martin Prokop 4, 8. Bernhard Jahn 3, 9. Johann Holzmüller 2, 10. Gottfried Kogler 1 Punkt

Gruppe N: 1. Kris Rosenberger 12 Punkte, 2. Karim Pichler 10, 3. Ernst Haneder 8, 4. Hermann Gassner 7, 5. Jan Stepanek 6, 6. Kris Marti 5, 7. Stajf Vojtech 4,

Dieselwertung: 1. Manfred Pfeiffenberger 12 Punkte, 2. Hannes Danzinger 10, 3. Christian Lippitsch 8, 4. Martin Fischerlehner 7 Punkte

Junioren-Staatsmeisterschaft: 1. Marcus Leeb 12 Punkte, 2. Richard Vitasek 10 Punkte, 3. Oliver Apfelthaler 8, 4. Markus Weissengruber 7,

Der nächste Staatsmeisterschaftslauf findet vom 2. -3. April mit der Pirelli Lavanttal-Rallye in Kärnten statt.

Fotos finden Sie in der rechten Navigation!

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen