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BP Ultimate Rallye

Genies unter sich

Der Historische Rallyesport in Österreich erlebte einen neuen Höhepunkt, vor allem dank der EM für Historische, zu der die Rallye auch zählte.

Es gab sehenswerte Auseinandersetzungen auf der Strecke, wobei es vor allem Porsche-Fahrer waren, die das Geschehen bestimmten. Und zwischen diesen war der Kampf um den Sieg außerordentlich spannend.

Mit ihrer grundsätzlich hohen Motorleistung waren die Porsche 911 für eine Veranstaltung wie diese wie geschaffen, wobei schwer zu sagen ist, welcher von den Wagen effektiv der stärkste war. Fest steht, daß Sepp Gruber und Christian Sammer zu den Sieganwärtern zu zählen waren, und bis auf zwei hatten sie auch alle Gegner im Griff. Einschließlich der Teilnehmer, die um die Europameisterschaft fuhren, was alleine ein Erfolgserlebnis bedeutet.

Die Rallye begann zunächst einmal mit einer Führung von Johannes Huber/Tina-Maria Monego (Porsche Carrera RS), während Sepp Gruber zunächst einmal auf Abwarten fuhr. Auf SP 4 (Thernberg II) fuhr Sepp Gruber erstmals eine Bestzeit bei den Historischen. Der bis dahin Führende Johannes Huber bekam kurz darauf Schwierigkeiten mit der Zündbox, dafür hatten sich Josef und Gertrude Pointinger mit ihrem Ford Escort RS 2000 nun auf Platz 2 vorgearbeitet. An der Spitze lagen Ernst Harrach/Johann Pranter, wiederum mit einem Porsche.

Es dauerte nicht lange, bis Sepp Gruber den schnellsten Nicht-Porsche-Fahrer, Josef Pointinger, von Platz 2 verdrängen konnte, mit drei Bestzeiten unterstrich er ebenfalls, daß er zu den Top-Fahrern in der Kategorie der Historischen gehört. Gegen Ernst Harrach, den Rallye-Staatsmeister von 1990, war aber nicht mehr anzukommen. Und weil Sepp Gruber noch nie ein schlechter Verlierer war, freute er sich auch über den zweiten Platz in der FIA Historic Rally-Wertung.

Der guten Ordnung halber soll noch darauf hingewiesen werden, daß der schnellste Fahrer in der Castrol Historic Trophy, die sich in den Reglementbedingungen geringfügig von der Europameisterschaft unterscheidet, auch diesmal wieder Christian Rosner mit seinem schwarzen Porsche war. In der Europameisterschaft war sein Auto nicht punkteberechtigt, deswegen schien er in keiner Ergebnisliste auf. Und gegen ihn hat es auch Sepp Gruber im Moment sehr schwer.

Aber ob Zweiter oder Dritter – Sepp Gruber, ein Fahrer des Motorsportclub Kitzbühel, überzeugt mit Schnelligkeit und einem außerordentlich heißblütigen Fahrstil. Und wenn sein Porsche sicher hält, und das war diesmal so, kann er auch mit exzellenten Ergebnissen überzeugen. Zweifellos lebt die Castrol Historic Trophy auch von Fahrerpersönlichkeiten wie ihm.

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