RALLYE

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Ein Pokal zum Abschied

Für Markus Hainschwang war die Jubiläumsrallye eine Abschiedsvorstellung. Er holte mit seinem Cousin Dominik Riedmayer den 3. Pokal in Folge.

Der Beginn der Rallye stellte sich als ziemlich lustig aber auch sehr schwierig heraus. Ohne vorherigen Tests stellte sich das Team den Schotterstrecken mit den aufgezogenen Schotterreifen.

Von Kilometer zu Kilometer tasteten sie sich an die Grenzen. Es lief immer besser, jeder Kilometer zählte.

Beim zweiten Umlauf der Vormittagsprüfungen lief es um Welten besser, die beiden konnten sich um fast eine halbe Minute steigern.

Am Nachmittag hatten Markus und Dominik mit der tiefstehenden Sonne zu kämpfen. Die mehrmaligen Wechsel zwischen Wald und Feldstücken taten ihr übriges.

Am Nachmittag gesellten sich Asphaltstücke dazu, die mit den Schotterreifen schwierig zu bewältigen waren. Erschwerend kam hinzu, dass Benzin in den Innenraum gedrückt wurde. Auf Dauer stellte sich dieser Umstand als sehr Kräfte- und Konzentrationsraubend heraus.

Neben den Schotterreifen fuhren die beiden auch zum ersten Mal in der Nacht. Dadurch doch etwas gebremst beendete das Team den ersten Tag auf dem 53. Gesamtrang von den 88 gestarteten Teams und den 37. Platz in der ÖM.

Am zweiten Tag konnte das Team mit neuen Bremsscheiben und Bremsbelägen starten.
Die Strecken waren inzwischen wieder sehr tief, im Laufe der Zeit war das „Rallyefahren“ eher ein „auf der Bodenplatte herumrutschen“.
Zwischendurch fingen die neuen Bremsen kurz Feuer, was den Vorwärtsdrang nicht mindern konnte.

Der zweite Umlauf gelang nicht so besonders, das Kommentar von Markus „wäre besser gewesen, ich wäre im Bett liegen geblieben“ erklärt sich wohl von selbst.

Den Sprung am Ende der langen SP bewältige der Astra bravourös, „faszinierend was ein Serienauto so aushält“. Der Nachmittag lief im Gesamten besser als der Vormittag, belastend schwirrte im Hinterkopf die Zielankunft herum, das Risiko wurde um etliches zurückgeschraubt.

Von den 50 Teams, die es bis ins Ziel geschafft hatten, belegten Markus und Dominik den 37. Platz, was jedoch wichtiger war: den 2. Platz in der Gruppe N3.

„Ein großes Dankeschön gebührt wieder einmal unseren Mechanikern Zinni und Köcki, ohne deren Einsatz das alles nicht möglich gewesen wäre!“

Mit Startnummer 125 bei der 25. Waldviertel Rallye ging mit der insgesamt 25. Rallye von Markus vorerst einmal seine „Söwa Spoan – Söwa Foan“ Karriere zu Ende.

Markus: „25 Rallyes sind genug. Ehrlich gesagt bin ich ein wenig „amtsmüde“. Vielleicht werde ich noch ein bisschen im Ausland fahren“.

Wie es mit Dominik weitergeht steht in den Sternen: „Mal schauen, schön langsam ist es an der Zeit, selbst ins Lenkrad zu greifen! Ich lasse einmal alles auf mich zukommen.“

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